publiziert: 21.11.2011 17:46 Uhr
aktualisiert: 21.11.2011 17:58 Uhr
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Kleine Heldinnen und Prinzen in Aktion

Abwechslungsreiches Programm beim 3. Kinder- und Jugendtheatertag am Mainfranken Theater
  • Gespenstisches und Märchenhaftes: Mitspielen statt nur Zuschauen war am Sonntag angesagt im Mainfranken Theater.
    Foto: Theresa Müller
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Auf dem Podest stehen Kinder und Erwachsene im Kreis. Sie denken sich märchenhafte, improvisierte Szenen aus. Jemand aus der Gruppe schlägt vor, man soll sich in ein Pferd hineinversetzen, das eine Fliege verschluckt hat. Ganz ulkig sehen die Ergebnisse aus: Sie reichen vom gemurmelten „Mmmhhhh“, über das Schlecken mit der Zunge bis hin zum über den Bauch reiben. Jetzt ist die Fliege im Magen gelandet – akrobatische Verrenkungen folgen. Die Aktiven haben großen Spaß, das Publikum auch. Dies war nur eines von vielen Angeboten am 3. Kinder- und Jugendtheatertag im Mainfranken Theater Würzburg.

Das Motto „Von Heldinnen und Prinzen“ lockte mehrere hundert kleine und große Besucher in den Musentempel. Mittendrin war Lisa Kohlhepp. „Ich habe zwei Stabpuppen gebastelt“, erzählt sie stolz und setzt hinzu, dass sie auch bei der Märchenschnitzeljagd mitgemacht hat. „Die Fragen waren schwierig“, meint sie und unterstreicht diese Aussage mit ernster Miene. „Aber ich konnte trotzdem alle beantworten.“

    
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Jugendtheatertag
Würzburg
21.11.2011
    

„Ich finde es toll, dass man bei vielen Sachen mitmachen kann“, sagt der zehnjährige Lukas Eßmann, der ebenfalls mehrere Stabpuppen anfertigte. Viel Freude bereitete ihm auch das Herstellen einer Giraffen-Maske. Angesichts der zahlreichen Stände fiel es ihm schwer, seine Lieblingsbeschäftigung herauszufinden, deshalb meint er abgeklärt: „Mir gefällt einfach alles.“ Bei einer Märchen-Aufführung durften die Kinder selbst mitspielen. Und auch wenn sie selbst keine Rolle übernehmen konnte, ist die elfjährige Silja begeistert. Ob sie mit elf nicht zu alt für Märchen ist? „Nein, ich finde Märchen noch immer toll.“ Zu alt für Märchen fühlen sich auch die vier Freundinnen Elisabeth, Helene, Marie und Sina nicht. „Für Märchen ist man nie zu alt, die sind immer wieder schön“, sind sich die Mädels einig. Warum? „Alles ist immer perfekt. Die Prinzessin führt ein perfektes Leben in einer perfekten Welt. Da kann man sich so schön reinträumen“, meint Sina.

Ein magischer Anziehungspunkt des Kinder- und Jugendtheatertags war die „Kindersinfonie“ von Leopold Mozart und Edmund Angerer, die das Philharmonische Orchester Würzburg unter Leitung von Enrico Calesso gemeinsam mit Mädchen und Jungen in einem Workshop erarbeitete und vor dicht gedrängt stehenden Besuchern präsentierte. Für diese Darbietung erhielten die kleinen und großen Musiker viel Beifall.

Das breit gefächerte Programm beinhaltete zudem Tanzworkshops, einen Kinderkostümball, die Autogrammstunde mit den Schauspielern des Stücks „Ayana Rabenschwester“, afrikanische und deutsche Kinderlieder, Märchen mit Musik, Schminken sowie weitere kreative Angebote.

„Ich bin froh, dass sich das Theater für solche Veranstaltungen öffnet“, hob Oberbürgermeister Georg Rosenthal hervor. An einem solchen Tag werde der Unterschied zwischen einem Ensemble-Theater und einem reinen Bespieltheater deutlich.

ONLINE-TIPP

Viele Bilder von den Kindertheatertag: wuerzburg.mainpost.de

Von unseren Mitarbeitern Franz Nickel und Sara-Sophie Schmitt
    
    

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