publiziert: 28.08.2012 19:16 Uhr
aktualisiert: 30.08.2012 12:03 Uhr
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Kontra: Verschandelung

Widerstand nicht nur vom Verschönerungsverein

Eine moderne Aussichtsplattform in einer weltweit bekannten Weinlage? Zusätzlich sensibilisiert durch den Steinburg-Anbau hat sich Widerstand gegen das Projekt am Steinberg formiert.

An die Spitze gesetzt hat sich der Verschönerungsverein. Vorsitzender Willi Dürrnagel: „So ein Monstrum erschlägt diesen Bereich unseres weltberühmten Steinbergs.“ Der CSU-Stadtrat spricht von „Verschandelung“, einem „Betonklotz“, einem „Bunker“. Die Aussichtsplattform sei überflüssig, weil man fast von jedem Bereich des Steinberges einen wundervollen Blick auf das Stadtpanorama habe. Die Stadt, so Dürrnagel, solle den Bau ablehnen und kein Geld dafür ausgeben. Aus Protest ruft der Verschönerungsverein zu einer Unterschriftenaktion: Sie läuft dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr beim Verschönerungsverein in der Pleicherkirchgasse 16 (montags im Lädele der Geschichtswerkstatt, dann aber in der Pleicherpfarrgasse 16).

Widerstand auch im Internet: Der Würzburger Christopher Franz hat eine Online-Petition eingerichtet, mit der gegen den Bau der Beton-Plattform protestiert werden kann. Sie ist zu erreichen über folgenden Link:

http://chn.ge/TWBz2A

Stadtheimatpfleger Hans Steidle hält die Aussichtskanzel für problematisch: „Man soll moderne Lösungen an einem solchen sensiblen Ort nicht in völligen Gegensatz zum Ensemble stellen.“ Auch die Junge Union lehnt den Bau ab: „Die geplante Plattform zerstört das Ensemble am Steinberg und wirkt sich kontraproduktiv auf den Tourismus aus.“

aj
    
    

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»Alle 15 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

buchsenberd (132 Kommentare) am 03.09.2012 18:12

Alternativen?

Wann kommen nun die alternativen Lösungsvorschläge dieser an sich verständlichen Aktion. An der Vogelsburg scheint es doch auch eine akzeptable Lösung, bzw. Verbesserung zu geben!
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oldoinyo.lengai (3 Kommentare) am 31.08.2012 22:22

eine Stadt zerstört sich selbst

Jahrzehntelang haben es die Würzburger Stadtväter verstanden, das Erscheinungsbild Würzburgs nach dem Wiederaufbau als Ganzes zu erhalten und vor dem Schicksal vieler deutscher Städte, die heute völlig gesichtslos erscheinen, zu bewahren. Würzburg hatte ein Gesicht, in das man gerne schaute.
Doch schon seit geraumer Zeit wird dieses schützenswerte Erbe verspielt und damit neben der Lebensqualität für die Würzburger nicht zuletzt auch die Attraktivität für Besucher aus aller Welt. Der Identifikationswert unserer Heimatstadt geht mehr und mehr verloren. Vor einiger Zeit erschien sogar ein Artikel in der Frankfurter Rundschau über Würzburg mit der Aussage „eine Stadt zerstört sich selbst“. Würzburg versinkt in der Beliebigkeit. Nach der Hochhaus-Ruine am Berliner Ring und dem Neubau neben der Steinburg, dem aus Kostengründen (?!) nicht einmal eine versöhnende Verkleidung verpasst werden soll, jetzt noch ein Betonklotz in den weltberühmten Würzburger Stein! Haben die heutigen Stadtverantwo
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oldoinyo.lengai (3 Kommentare) am 31.08.2012 22:27

eine Stadt zerstört sich selbst

Fortsetzung des Kommentars von oldoinyo.lengai:
Haben die heutigen Stadtverantwortlichen kein Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Stadtgeschichte und den Leistungen früherer Generationen? Das Grab am Main haben wir überwunden. Kommt jetzt das Einerlei am Main?
MUNK, Usingen
(2)
ghwuemp (34 Kommentare) am 29.08.2012 15:24

terroir s (s für soleil=Sonne)

Über den Weinbergen lacht die Sonne,
über Würzburg lacht ganz Deutschland ...nach Fertigstellung dieses Monstrums
(3)
ei_der_daus (27 Kommentare) am 29.08.2012 14:34

Geld

Die Rede ist immer nur von dem finanziellen Anteil, den die Stadt Würzburg übernimmt. Gerade so, als gingen uns die 50 000 € nichts an, die das Land Bayern zahlen soll.
Woher hat Bayern denn das Geld? Das sind doch auch unsere Steuergelder! - Und auch damit könnte man etwas Besseres machen, man denke nur an die Universität.
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