publiziert: 02.03.2008 23:20 Uhr
aktualisiert: 03.03.2008 08:34 Uhr
» zur Übersicht Die Wahl im Raum Würzburg
    
    
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text GIEBELSTADT
Krämer stürzt Merklein

Feier mit Feuerwerk und Hupkonzert

Volksfeststimmung herrschte am Wahlabend vor dem Giebelstadter Rathaus. Etwa 400 Bürger feierten mit Sprechchören die Wahl von Helmut Krämer (Bürger Bündnis) zum neuen Bürgermeister.

  • So sehen Sieger aus: Helmut Krämer feierte mit seiner Ehefrau Karin sowie den Kindern Christopher (links) und Katharina (rechts) seine Wahl zum Bürgermeister.
    FOTO Franz Nickel
Bild von

Aus Freude wurden sogar einige Raketen in den stürmischen Nachthimmel geschossen. Hupkonzerte sorgten für den musikalischen Rahmen. Zur Stärkung vor einer langen Siegesfeier gab es Spanferkel.

„So ein Tag, so wunderschön wie heute“, sangen die Bürger, nachdem Werner Pfeuffer um 18.55 Uhr verkündet hatte, dass Helmut Krämer 1277 und der bisherige Bürgermeister Paul Merklein (Unabhängige Freie Wählergemeinschaft) 674 Stimmen bekommen hatte. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die knapp 1000 Briefwähler noch nicht ausgezählt. Krämer musste bei seinem Bad in der Menge viele Hände schütteln, zahlreiche Fans beglückwünschten ihn sogar mit Umarmungen.

Einige Besucher taten ihre Meinung auf Schildern kund: „Karlstadt 41 Kilometer“ und „Tschüß“ war darauf zu lesen. Damit wollten sie das amtierende Ortsoberhaupt verabschieden.

Die Stimmung bezeichnete Helmut Krämer als „wahnsinnig schön“. Mit so einem deutlichen Ergebnis hatte er nicht gerechnet, denn die „Prognosen waren knapp“. „Das gab es bisher noch nie in Giebelstadt, dass sich so viele Leute für Kommunalpolitik interessierten.“ Angesichts der ausgelassenen Freude war der ansonsten ruhig wirkende Krämer jedoch „bewegt“.

„Das wichtigste ist jetzt, die Gräben zu schließen und Ruhe in die Arbeit des Gemeinderats zu bringen“, betonte er. Alle Gruppierungen hätten vor der Wahl versprochen, dass sich etwas ändern müsse. Nur wenn sich alle an einen Tisch setzten, könnte es in Zukunft eine „vernünftige Zusammenarbeit“ geben.

Nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses erhielt Krämer 1840 Stimmen und Paul Merklein 1075 Stimmen. „Jetzt wird gefeiert“, atmete Krämer auf, bevor er im Getümmel seine Gratulationstour fortsetzte.

Von unserem Mitarbeiter FRANZ NICKEL
    
    

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