aktualisiert: 29.03.2010 15:30 Uhr
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OBEREISENHEIM
Krönung von Nadine Petschler zur Weinprinzessin
Eine Prinzessin mit Bühnenpräsenz
Die 22-jährige Nadine Petschler ist die 15. Weinprinzessin von Obereisenheim. Bei einer großen Feier des örtlichen Weinbauvereins in der Winzerhalle wurde sie im Beisein von 250 Weinfreunden und zahlreichen Ehrengäste von ihrer Vorgängerin Ann-Kathrin Krämer gekrönt.
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Die frisch gekrönte Weinprinzessin Nadine Petschler (vorne sitzend) inmitten ihrer Ehrengäste und Freunde. Von links: Herbert Schuler, Kristin Rößner aus Volkach, Christina Baumgärtner aus Wipfeld, Helmut Jung, Teufel Heribert Prust, die bisherige Obereisenheimer Weinprinzessin Ann-Kathrin Krämer, Anna Servatius aus Lindach, Leo Wagenhäuser als Astheimer Karthäuser, Martina Bach aus Untereisenheim, Michael Staudt als Obervolkacher Landsknecht und Albert Kestler als Wipfelder Zehntgraf.Foto: Irene Konrad
„Heute schwebe ich im siebten Himmel. Bei so vielen Weinprinzessinnen und einem Gläschen Wein zum Greifen nahe, würde ich mich gerne zu einem Sündenfall verführen lassen“, schmunzelte Herbert Schuler, der mit dem Weinbauvereinsvorsitzenden Helmut Jung und der früheren Weinprinzessin Sandra Jung das Abendprogramm moderierte.
Er spielte damit an auf das von ihm vorgetragene Mundartgedicht namens „Fränkischer Sündenfall“, das Adam und Eva im Paradies beschrieb.
Außerdem seien die Weinlage Obereisenheimer Höll sowie die Symbolfigur Obereisenheimer Teufel - verkörpert durch Heribert Prust - im Ort allüberall gegenwärtig.
Mit Geschenken, Lob und Dankesworten wurde die bisherige Weinprinzessin Ann-Kathrin überhäuft. Ihre zweijährige Amtszeit war vor allem durch das Silvanerjahr 2009 geprägt. Obereisenheim gilt als Wiege des Silvaners in Franken, deshalb war Ann-Kathrin zusammen mit dem „Teufel“ auf vielen Veranstaltungen in Franken unterwegs.
„Ich hatte viel Spaß als Obereisenheimer Weinprinzessin und konnte mich immer auf Heribert verlassen“, berichtete die scheidende Weinprinzessin von „schönen Erlebnissen mit vielen lieben Leuten und interessanten Gesprächen“.
Ann-Kathrin ließ die Highlights während ihrer Amtszeit wie das Fährenfestival oder das Jubiläumsweinfest in Volkach Revue passieren. „Ich habe meine Heimat Franken besser kennen gelernt und gemerkt, wie schön es bei uns ist“, bedankte sich Ann-Kathrin für „die Chance, diese Erfahrungen machen zu dürfen“.
Ihre stets freundliche Art, die persönliche Entwicklung sowie ihr Engagement für ihren Heimatort und die Mainschleife würden nicht vergessen werden, bedankten sich die Weinbauvereinsvorsitzenden, Bürgermeister Andreas Hoßmann und Marco Maiberger von der Volkacher Touristeninformation.
Und Landrat Eberhard Nuß wünschte: „Trage die Krone im Herzen, dann wirst du immer Prinzessin bleiben“.
Die neue Weinprinzessin Nadine sei spätestens 1994 eine Kandidatin für eine kommende Weinprinzessin gewesen, erläuterte Helmut Jung den Gästen und bewies das mit einem Foto.
Es zeigte die kleine Nadine mit strahlenden Augen beim Empfang der damaligen Fränkischen Weinkönigin Tanja Elflein. Eine Prinzessin sein, das wollte Nadine seitdem auch und erst später habe sie mitbekommen, dass sich eine Prinzessin in Obereisenheim zudem mit Wein auskennen müsse.
Mittlerweile hat Nadine die Weinbautradition im Weinort verinnerlicht. In den letzten Jahren war sie der Höll-Jugend vorgestanden. „Es macht mir seitdem viel Spaß, Feste zu organisieren und unseren Wein zu repräsentieren“, meinte Nadine, während sie ihren Krönungswein vorstellte, eine 2009er Silvaner Spätlese mit eigens für den Tag gedruckten Bocksbeutel-Etiketten.
Aufgrund ihres Amtes als bisherige Vorsitzende der Höll-Jugend gilt die neue Obereisenheimer Weinprinzessin Nadine als „Profi der Bühnenpräsenz“, sie habe zudem eine offene und zuvorkommende Art.
Von Beruf ist sie Kauffrau für Bürokommunikation, ihre Eltern sind Katja Schuler-Petschler und Bernhard Petschler. „Wir sind überzeugt, dass wir mit Nadine wieder eine hervorragende Vertreterin des Obereisenheimer Weines haben“, sagte Bürgermeister Hoßmann.

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