publiziert: 18.11.2010 15:05 Uhr
aktualisiert: 18.11.2010 17:49 Uhr
» zur Übersicht Landkreis Würzburg
    
    
Artikel
 
    
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text
Licht-Spiele im Wald

Projekt im Walderlebniszentrum Gramschatz

Ein Wald wie im Märchen. Verwunschen, zauberhaft, geheimnisvoll. In der Dunkelheit zum Leben erweckt durch farbiges Licht.

Weiß wie Schnee, rot wie Feuer, grün wie Frühling. Farben über Farben – am Teich, in den Bäumen, im Gebüsch.

  • Farbige Spiegelung: Das Feuchtbiotop vor dem Walderlebniszentrum erstrahlt in leuchtendem Pink. Der Steuerungscomputer ist so eingestellt, dass sich die zwölf möglichen Farben regelmäßig abwechseln.
Bild von

Seit knapp einem Monat erstrahlt das Walderlebniszentrum in geheimnisvollem Licht, seitdem ist das Projekt „Natur.Licht.Kunst“ eröffnet.

    
»Fotostrecke starten Fotogalerie
Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald
Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald
05.11.2010
    

Ein innovatives Lichtkonzept setzt den Wald in Szene: Bäume, Büsche und das Feuchtbiotop vor dem Walderlebniszentrum werden von LED-Leuchten angestrahlt und in verschiedenfarbiges, wechselndes Licht getaucht. Die Wasseroberfläche glänzt ob der Farben, auch das Haus selbst wird von unterschiedlichsten Lichtquellen angestrahlt.

Die Idee eines kunstvoll beleuchteten Waldes ist bei der Eröffnung des Walderlebniszentrums im Herbst 2007 entstanden. Damals hatten Lichtdesign-Studenten der Fachhochschule Coburg Teile des Waldes in Szene gesetzt. „Die Lichteffekte waren so beeindruckend, dass uns die Idee eines beleuchteten Waldes seitdem nicht mehr losgelassen hat“, erzählt Wolfgang Graf, Leiter des Walderlebniszentrums. Deshalb habe man den guten Kontakt zur Fachhochschule Coburg genutzt und das besondere Lichtkonzept entwickeln lassen.

Vom Ergebnis sind die Verantwortlichen begeistert: „Ein Wald hat nachts ja etwas Beängstigendes, manchmal sogar Beklemmendes. Durch die Lichteffekte bekommt er aber etwas Liebliches und Schönes.“

Graf ist seit 26 Jahren Förster, eigentlich weiß er, wie ein Wald aussieht – bei Tag und auch bei Nacht. „Mit der kunstvollen Beleuchtung beginnt aber auch für mich eine Entdeckungsreise. Es ist ein Perspektivenwechsel, der zeigt, was in der Dunkelheit sonst nicht gesehen werden kann“, so Graf.

Für Graf und seine Mitstreiter geht es beim Projekt „Natur.Licht.Kunst“ aber nicht nur darum, „Lampen anzuknipsen und dann tolle Lichteffekte zu haben“. Dahinter steckt mehr: „An dem Lichtkonzept hängen natürlich auch andere Projekte mit dran. Auf unserer Bühne am Feuchtbiotop wollen wir in der neuen Atmosphäre verstärkt Veranstaltungen stattfinden lassen“, erläutert Ludwig Anger, Leiter der Forstverwaltung Würzburg.

Chöre, Theatergruppen oder andere Aufführungen der umliegenden Gemeinden sind laut Graf besonders erwünscht. „Es bietet sich geradezu an, Musik und Kunst mit thematischem Bezug in einer solchen Atmosphäre in den Wald zurückzubringen.“ Deshalb umfasst das Projekt „Natur.Licht.Kunst“ nicht nur die vielfarbigen LED-Lampen. Dazu gehören außerdem über 100 neue Sitzmöglichkeiten um die Bühne herum, sowie neue Lampen, die den dunklen Waldweg zum Erlebniszentrum säumen und damit verkehrssicher ausleuchten.

Mithilfe von einigen Großspenden und Mitteln des EU Förderprogramms LEADER hat der Förderverein des Walderlebniszentrums das 60 000 Euro teure Wunsch-Projekt umsetzen können. Der EU-Zuschuss von 24 000 Euro habe die nötige „Anschubfinanzierung“ gesichert, so Burkard Losert, Vorsitzender des Fördervereins und Bürgermeister von Rimpar.

Die Reaktionen auf die bunte, computergesteuerte Beleuchtung sind laut Graf durchweg positiv: „Alle Leute machen erstmal ,Ah' und ,Oh'. Alle sind begeistert, vor allem die Kinder. Sie fühlen sich hier wie im Märchen und gehen mit schönen Bildern aus dem dunklen Wald nach Hause.“

Für die LED-Technik hat man sich übrigens bewusst als „zukunftsweisendes Konzept“ entschieden. Die gesamte Lichtinstallation im Außenbereich verbraucht nur 300 Watt und ist damit sehr energiesparend. Die Lampen haben angeblich eine extreme Lebensdauer: Selbst wenn sie 24 Stunden am Tag leuchten, sollen sie 20 Jahre halten. Ein weiterer Vorteil: Sie ziehen keine Insekten an.

Die bunten Lichter um das Walderlebniszentrum sollen in der Winterzeit zu besonderen Anlässen und jeden Sonntag von der Dämmerung bis 20 Uhr leuchten.

Von Linda Klimmek (Text) und Theresa Müller (Fotos)
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Stadtteilserie 

Alles im (Über)blick
Von A wie Altstadt bis Z wie Zellerau - wir stellen Ihnern die verschiedenen Stadtteile Würzburgs vor. »mehr
    
Anzeige
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

Ȇbersicht ePaper

Mainpost Wuerzburg
  Ausgabe:
  Main-Post Würzburg
  Datum:
  25.05.2012

    
Anzeige
    

Spezial 

Westumgehung Würzburg
Wie Gegner und Befürworter wegen der "B26 neu" kämpfen. Ein Top-Thema in der Region. »mehr
    
    
Anzeige
WG-Gesucht.de gibt Ihrer Region eine Stimme

Hier finden Sie Ihre WG in Würzburg.

WG-Gesucht.de, die kostenlose WG-Börse im Internet.

    
    

Leserbriefe 

Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr
    
    

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema.  »mehr
    
    

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema.  »mehr