publiziert: 30.01.2012 16:12 Uhr
aktualisiert: 30.01.2012 16:13 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text EIBELSTADT
Lkw dürfen vorerst weiter fahren

Stadtrat diskutiert über Tonnagebegrenzung in der Lindelbacher Straße

Für Diskussionen sorgte bei der jüngsten Stadtratssitzung in Eibelstadt die Tonnagebegrenzung in der Lindelbacher Straße, die den Raum Kitzingen mit der B 13 verbindet. Das Thema gärt im Ort schon seit rund zehn Jahren. Einige Anwohner hatten einen Antrag gestellt, die Straße nur noch für Fahrzeuge bis zwölf Tonnen und Anlieger freizugeben. Im Mai 2011 hatte der Stadtrat einen diesbezüglichen Beschluss gefasst, aber noch nicht umgesetzt. In der Sitzung sollte nun darüber abgestimmt werden, ob dieser Beschluss nicht aufgehoben werden solle.

Im Herbst erst hatte nämlich eine Verkehrszählung ergeben, dass das Verkehrsaufkommen in der Lindelbacher Straße eine solche Beschränkung nicht rechtfertigen würde. Der Beschluss des Stadtrats war zu einem Zeitpunkt gefasst worden, als an der Autobahn noch gebaut wurde und daher viele Auto- und Lkw-Fahrer auf die Lindelbacher Straße ausgewichen waren. Inzwischen aber, sagte Bürgermeister Heinz Koch in der Sitzung, herrsche auf der Straße kein übermäßiger Betrieb mehr. „Es geht hier um drei oder vier Lkw am Tag.“

Deshalb war dem Stadtoberhaupt vom Landratsamt signalisiert worden, dass die beabsichtigte Tonnagebegrenzung für die Lindelbacher Straße wohl nicht in Frage komme. Die Meinungen im Stadtrat waren geteilt. Einige Räte äußerten Verständnis für den Wunsch der Bürger, ihren Wohnort vor allzu großen Belastungen durch den Straßenverkehr zu bewahren. „Wir müssen die Straßen vor denen schützen, die dort nichts zu suchen haben“, lautete der Tenor.

Ganz anders Brigitte Andraschko-Brigelius: „Wir wollen doch, dass alle Waren allzeit verfügbar sind. Da können wir nicht einfach bei uns alles absperren.“ Edmund Haas brachte die Problematik der Straßensanierungskosten zur Sprache. „Die Anwohner könnten an Kosten beteiligt werden, die sie nicht verursacht haben“, sagte Haas. Im Falle der Reparaturbedürftigkeit einer Straße, die von einer Gemeinde zu unterhalten ist, können nämlich die Anwohner an den Kosten beteiligt werden. Ist eine Gemeinde knapp bei Kasse, muss sie dies sogar tun. Haas fände dies im Fall der Lindelbacher Straße ausgesprochen ärgerlich, weil nicht die Anwohner, sondern fremde Lkw die Straße ruinieren.

Laut Straßenbauamt müsste im Fall einer Tonnagebegrenzung die dadurch entstehende Umleitung bereits im Landkreis Kitzingen ausgeschildert werden. „Dort haben sie mich ausgelacht“, erzählte Heinz Koch, der in der Angelegenheit beim Landratsamt Kitzingen vorgesprochen hatte. Die Stadträte überlegten, ob eine solch weiträumige Ausschilderung überhaupt nötig sei. Man könnte auch erst an der Einfahrt zur Lindelbacher Straße die Schilder aufstellen und müsste in diesem Fall keine anderen Gemeinden um Erlaubnis fragen.

Das allerdings könnte sich für die Lkw-Fahrer als Zumutung erweisen, weil sie dann ein langes Stück umsonst gefahren wären und wieder umdrehen müssten. Weil sich die Räte nicht einig wurden und weiteren Klärungsbedarf sahen, wurde der Tagesordnungspunkt auf Antrag von Michaela Pfeifer zurück gestellt. Er soll nun im Bauausschuss erneut behandelt werden.

Von unserem Redaktionsmitglied Claudia Schuhmann
    
    

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