aktualisiert: 30.01.2012 16:14 Uhr
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WÜRZBURG
Messe BildungsARTen: Anmeldung noch möglich
In Kita und Schule miteinander zu musizieren, fördert den ganzen Menschen, sagt Markus Stockhausen: „Denn Musik ist sehr umfassend. Sie berührt sowohl die kognitiven als auch die emotionalen Aspekte des Menschen.“ Auf welche Weise Kinder und Erwachsene durch Musik zu einem neuen Bewusstsein kommen können, vermittelt der Trompeten-Virtuose am 10. und 11. Februar bei Workshops und Konzerten während der Messe „BildungsARTen“ des Würzburger Fördervereins Lehrerbildung.
Damit Musik Bildungsprozesse „beflügeln“ kann, muss sie ohne Druck vermittelt werden, steht in einer Mitteilung des Fördervereins. Stockhausen: „Die Freude hat im Vordergrund zu stehen.“ Gelernt wird quasi nebenbei. Musik hat zum Beispiel viel mit Mathematik zu tun. Auch architektonisches Know-how wird unbemerkt vermittelt. Wie immens förderlich Musik ist, wurde dem Komponisten zufolge beim Projekt „Olivers Abenteuer“ deutlich.
Stockhausen erarbeitete diese Kindersinfonie mit den Lehrerinnen Gerlind Hentschel von der Grundschule Boppard-Buchholz und Angela Groh von der Freien Schule Seligenstadt. Am zweiten Tag der Bildungsmesse wird sie um 15.30 Uhr von Schülern des Matthias-Grünewald-Gymnasiums aufgeführt.
Dass nicht nur „gepaukt“ und „gebüffelt“, sondern auch musiziert, kreativ gestaltet, gemalt und getanzt wird, kann als ein Qualitätsmerkmal von Kitas und Schulen gewertet werden. Was künstlerisch in Bildungseinrichtungen alles möglich wäre, zeigen an den beiden Messetagen in Würzburg neben Markus Stockhausen weitere Künstler und Pädagogen aus der Region. Hermann Oberhofer vom Vorstand des Berufsverbands Bildender Künstler (BBK) stellt in seinem Workshop ein neues, einfach handhabbares Hochdruckverfahren vor.
Digitales Geschichtenerzählen
Anne-Mike van der Zalm vermittelt die Kunst des digitalen Geschichtenerzählens. Beim Workshop von Ingrid Ebert geht es um kreative Unterrichtstechniken.
Mit dem Status quo in Sachen ästhetischer Bildung dürfe man sich nicht zufrieden geben, betont auch der Schirmherr der Veranstaltung, Kultusstaatssekretär Bernd Sibler. Die erste Würzburger Bildungsmesse wird im Rahmen der Kooperationsverträge der Uni-Leitung mit unterfränkischen Schulen vom Zentrum für Lehrerbildung der Universität zusammen mit der Regierung von Unterfranken, den Dienststellen der Ministerialbeauftragten für Gymnasien und für Realschulen, der Stadt Würzburg und dem Matthias-Grünewald-Gymnasium organisiert. Veranstaltungsorte sind das Grünewald-Gymnasium und die benachbarte Franz-Oberthür-Schule am Zwerchgraben 1. Die Konzerte am 11. Februar finden öffentlich und bei freiem Eintritt in der Aula der Franz-Oberthür-Schule statt.
Anmeldung: www.bildungsarten.de

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