publiziert: 09.06.2011 11:51 Uhr
aktualisiert: 09.06.2011 14:15 Uhr
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Mit einem Dauergrinsen durch die Stadt: Elektrofahrräder liegen im Trend

"Pedelecs" erobern Würzburg – Auch die Tourismusbranche nutzt den neuen Trend
  • Elektrisiertes Dauergrinsen: Die Bankettmanager Joachim Reuß (rechts) und Holger Fehrer (Mitte) wollen gar nicht mehr absteigen von den neuen Elektrofahrrädern, die Händler Matthias Brand (links) dem Hotel Rebstock zur Verfügung gestellt hat. „Der Fahrspaß ist einfach zu groß.“
    Foto: THERESA MÜLLER
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„Smile-Rider“ – so nennen sich neuerdings die beiden Bankettmanager Holger Fehrer und Joachim Reuß vom Würzburger Hotel Rebstock, seit sie auf Elektrofahrrädern („Pedelecs“) unterwegs sind. „Sobald man auf dem Sattel sitzt, hat man ein Dauergrinsen im Gesicht“, sagt Fehrer. Der Kraftaufwand beim Radeln sei kaum noch spürbar. Vor der Anschaffung mussten die beiden Manager die Wegstrecke zwischen Hotel und dem zugehörigen Luisengarten entweder mit dem Auto oder zu Fuß zurücklegen. Das ist jetzt vorbei.

Ab sofort kommen auch Hotelgäste in den Radelgenuss, die Pedelecs können jederzeit ausgeliehen werden. Passend dazu gibt es zwei Touren – entweder nach Erlabrunn zum Weingut Körber samt kulinarischer Weinprobe oder nach Sommerhausen ins Gasthaus Sonnenhöfle mit exklusivem Grillabend. Das Attraktive daran: Die Rückfahrt erfolgt für die Gäste mit einem Shuttleservice, die Räder selbst holt der Würzburger Fahrradhändler Matthias Brand ab, der die beiden Pedelecs zur Verfügung gestellt hat.

Brand hat die Räder bereits auf Herz und Nieren getestet, so etwa, welche Steigungen sie zu bewältigen in der Lage sind, indem er den Berg beim Schifferkinderheim hochgeradelt ist oder die Hettstädter Steige bezwungen hat – mit satten 25 Stundenkilometern und ohne eine Schweißperle auf der Stirn. Sein Fazit: „Hier in der Region sind alle Steigungen mit Pedelecs machbar.“

Auch Gerhard Schuster, der als einer der ersten Fahrradhändler in Würzburg bereits vor zehn Jahren E-Bikes anbot und seit fünf Jahren auch Pedelecs verkauft, schwärmt von den flotten Flitzern. Rund 200 hat er im vergangenen Jahr verkauft. „Die Nachfrage in den letzten drei Jahren ist explosionsartig angestiegen.“ Der Trend passe zum derzeitigen politischen Klima und der Forderung nach mehr E-Mobilität.

Deshalb wird Schuster im nächsten Jahr die Verkaufsfläche für E-Bikes und Pedelecs auch auf 50 Prozent der Ladenfläche vergrößern. Schon jetzt bietet er über 70 verschiedene Modelle an. Doch sei das gar nichts gegen die Angebotsfülle im asiatischen Raum, wo mittlerweile über 2000 Hersteller Elektrozweiräder produzieren. „In Asien ist man schon weiter als bei uns, dort beträgt der Anteil an E-Bikes 30 Prozent, erklärt Schuster.

„Die Nachfrage in den letzten drei Jahren ist explosionsartig angestiegen.“

Gerhard Schuster, Fahrradhändler

In Deutschland liegt der Anteil an Hybrid-Rädern laut Informationen des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) noch bei mageren fünf Prozent, doch das wird sich bald ändern. Waren es 2007 noch 70 000 verkaufte Pedelecs und E-Bikes, überschritten die Verkaufszahlen im vergangenen Jahr bereits die 200 000er-Marke. Mittelfristig könnten die jährlichen Verkaufszahlen auf bis zu 600 000 Stück steigen – das entspräche 15 Prozent Marktanteil.

Als vorwiegende Kaufinteressierte nennt der Verband vor allem Männer und die zahlungskräftige Generation der Best Ager. Denn die Räder sind nicht billig: Einstiegsmodelle gibt es ab 500 Euro, High-End-Produkte überschreiten schnell die 4000-Euro-Marke. Dafür gibt es modernste Chiptechnologie und neueste Akkugenerationen, die bis zu 180 Kilometer durchhalten und in zwei Stunden komplett aufgeladen sind. Vor wenigen Wochen kamen erstmals Pedelecs mit Rücktrittbremse auf den Markt.

Nicht nur die Hersteller und Händler haben den Trend erkannt. Auch die Tourismusbranche ist auf Höhe der Zeit. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Landkreise Schweinfurt, Main-Spessart, Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und die Haßberge zur Movelo-Region „Zwischen Main und Rhön“ zusammengeschlossen. „Movelo“ ist der Name eines Schweizer Anbieter von Pedelec-Komplettlösungen im Bereich Tourismus und in mittlerweile über 50 Regionen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Italien vertreten – ein Netzwerk von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Seit diesem Jahr haben sich auch Stadt und Landkreis Würzburg der Movelo-Region angeschlossen.

An den Stationen kann jeder ein Pedelec ausleihen. Ist der Akku leer, kann er an jedem beliebigen Movelopunkt gewechselt oder aufgeladen werden. Radler, die in die Domstadt kommen, finden am bereits bestehenden Fahrradparkplatz „Bike & Park“ an der Schleuse neben der Alten Mainbrücke eine solche Movelo-Station. Ein weiterer Partner in der Domstadt ist das Hotel Strauss in der Juliuspromenade, das zwei Pedelecs anbietet – nicht nur für Hotelgäste.

 

„Zu uns können Touristen kommen, die das Fränkische Weinland erkunden, unkompliziert Akkus wechseln lassen oder einfach nur eine Spritztour machen wollen“, erklärt Hotelchef Eugen Wolz auf Anfrage. Die dritte Station hat bietet Stefan Brand in seinem Fahrradhandel in der Mainaustraße an. Die nächsten Wechselstationen finden sich laut Auskunft des Würzburger Tourismusbüros in den Veitshöchheimer Hotels Spundloch, Weißes Lamm und dem Hotel am Main.

ONLINE-TIPP

Info zur Movelo-Region „Zwischen Main und Rhön“ im Internet: www.movelo.com/regionen/?region=33

Pedelec und E-Bike

Als „Pedelecs“ („Pedal Electric Cycle“) werden Hybrid-Fahrräder mit einem Akkumulator bezeichnet, der bei Bedarf die eigene Tretkraft um das bis zu Dreifache verstärkt und so das Radfahren auch auf anspruchsvolleren oder längeren Touren erleichtert. Elektrofahrräder dieser Art bringen es dank immer leistungsfähigerer Motoren auf über 40 Stundenkilometer und auf eine herstellerabhängige Akkulaufzeit zwischen 100 und 180 Kilometern. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Elektrofahrrad (umgangssprachlich „E-Bike“), dessen Motorleistung mit einem Gashahn steuerbar ist, gibt der Pedelec-Motor ohne Treten oder Kurbelbewegung keine Leistung ab.

Von unserem Redaktionsmitglied

DOMINIK RÖDING

    
    

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Die neuesten Kommentare

unbekannt (1 Kommentare) am 10.06.2011 21:11

Typisch Rebstock...

...überall will man dabei sein, die Titelseiten oder wenigstens die Lokalseiten mit positivem Erscheinungsbild schmücken.
Bekanntlich ist aber nicht alles Gold, was glänzt.
Ich will an der Selbständigkeit der Herren Reuß und Fehrer nicht zweifeln. Zumindest ist rechtlich sicher alles so angelegt, dass niemanden etwas nachgesagt werden kann. Man führt mit kühlem Kopf und nichts geschieht einfach so, alles ist System, alles genau durchdacht und berechnet.
Der Kern, das goße Ziel, sind die Zahlen und die müssen stimmen, aber das kann man niemanden vorwerfen, dass ist ja die Wertvorstellung unserer Gesellschaft, deren Elite dort bekanntlich ein und aus geht.
Wer anderes glaubt oder meint alles geschied wegen der hohen Kunst der sogn. First- class- Hotellerie, der irrt.
Ja und die Mainpost, deren Aufgabe ist es nun einmal, ein solch vorbildliches Unternehmen, welches Würzburgs Glanz und Gloria in die Welt trägt, mit solchen Artikeln zu bedenken.
Aber auch das kann man dieser Zeitung doch nicht vorwerfen.
Der scharfe Ton, den Main.Kommentar hier anschlägt mag für ihn passen, aber dererlei Unterstellungen, nicht fundiert, richten gar nichts aus.
Dafür erntet man meist nur den Spott der Angegriffenen und ein müdes Kopfschüteln der Eliten...
(0)
drkiesel (72 Kommentare) am 09.06.2011 14:35

Werbung mal anders...

Das ist ein Advertorial (redaktionelle Aufmachung einer Werbeanzeige, die den Anschein eines redaktionellen Beitrages erwecken soll - Quelle: Wikipedia) - quasi kostenlose Werbung, die noch nicht mal nach Werbung aussieht! Was besseres kann Rebstock, Luisengarten, der Fahrradbranche im Allgemeinen und Hr. Schuster/Hr. Brand im Speziellen wohl nicht passieren. Vielleicht darf der Redakteur jetzt auch mal mit so einem Gerät fahren. zwinkern
(1)
Main.Kommentar (49 Kommentare) am 09.06.2011 13:51

Oh Main Post,

hattet Ihr nicht berichtet, dass der Luisengarten vom Rebstock in eine selbstständige Firma ausgelagert wurde und die beiden Herren sich selbst und ihrem unternehmerischen Geschick überlassen wurden? Für meinen kritischen Kommentar zu den damaligen Lobhudeleien der Main Post über den " Weitblick der Rebstockinhaber, die ihren bewährten Mitarbeitern die Selbstständigkeit zutrauen" wurde ich heftig kritisiert.
Gehören die Beiden also (nun wieder) zum Rebstock oder sind sie selbstständig? Lügt die Main Post jetzt oder log sie damals? Oder habt Ihr kein Archiv, keine Dokumentation oder wie? Oder wieder ein bezahlter Artikel? Schmierenblatt!! (Wird wohl gelöscht) Auch andere in Würzburg haben übrigens ein Elektrofahrrad!
(1)
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