publiziert: 17.02.2012 12:17 Uhr
aktualisiert: 17.02.2012 19:12 Uhr
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Nach Mast-Bruch: eine Woche lang keine Straßenbahn

Nachdem am Donnerstag im Würzburger Stadtteil Zellerau ein Strommast der Straßenbahn umkippte, wird jetzt eifrig nach der Ursache gesucht. Indes ist klar: Die Straba in dem Bereich wird eine Woche lang nicht fahren können.

  • Dieser Mast fiel am Donnerstag (16.02.12) auf die Straßenbahn-Gleise im Würzburger Stadtteil Zellerau. Warum, ist nicht klar.
    Berthold Diem
  • Strommast fällt um Beim Blick aus dem Fenster war eine Leserin unserer Zeitung zunächst geschockt...der Mast hat ihr Auto (den schwarzen Audi) nur knapp verfehlt.
    Familie Schwertfeger
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Die Frankfurter Straße im Bereich des Kupsch-Markts gehört derzeit der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV). Dort, im Stadtteil Zellerau, tummeln sich viele Einsatzfahrzeuge, seit am Donnerstagnachmittag ein Mast der Straßenbahn urplötzlich und ohne Fremdverschulden umkippte.
    
Straba-Strommast umgekippt
Erhebliche Verkehrsprobleme gab es am Donnerstag (16.02.12) im Würzburger Stadtteil Zellerau, nachdem ein Strommast der Straßenbahn umgestürzt war. Video: Berthold Diem
    


Der Betonmast riss die Oberleitung mit auf die Schienen. Der Träger verfehlte beim Sturz nur ganz knapp ein auf dem Seitenstreifen geparktes Auto. Seither fährt kein Straßenbahn-Zug mehr in die Zellerau. Die Frankfurter Straße selbst ist immer wieder wechselweise gesperrt: mal stadteinwärts, mal auswärts. Das wird das ganze Wochenende über so bleiben.
Und es gibt weitere schlechte Nachrichten: Nach Angaben von WVV-Sprecherin Kristina Kessler bleibt der Straßenbahnbetrieb für eine Woche, also bis Freitag, 24. Februar, eingestellt. Den Fahrplan werden Ersatzbusse ab dem Hauptbahnhof aufrechterhalten.
Als der Mast kippte, war eine Straßenbahn in Richtung Innenstadt auf der Frankfurter Straße unterwegs. Der Fahrer sah den fallenden Träger und leitete sofort eine Bremsung ein, schildert die Sprecherin den dramatischen Vorfall. 40 Meter vor der Unglücksstelle kam der Zug zum Stehen. Die Straba habe sich zu keiner Zeit im Gefahrenbereich befunden. Eine Sicherung habe dafür gesorgt, dass der Strom abgeschaltet wurde.
Warum konnte sich ein 1,5 Tonnen schwerer und elf Meter hoher Fahrleitungsmast urplötzlich neigen und umstürzen? „Wir wissen es noch nicht“, sagt die WVV-Sprecherin. Experten der Straßenbahn, der Landesgewerbeanstalt und der technischen Aufsicht, die die Regierung von Mittelfranken ausübt, diskutierten den ungewöhnlichen Fall, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde.
Eines haben die Recherchen dieses Mediums ergeben: Der Unglücksmast stammt schon aus dem Jahr 1962. Bis zum Jahr 1967 wurde diese Baureihe aufgestellt. In der Zellerau wurden jedoch auch neuere Träger verwendet.
 
Kessler: „Bei Baumaßnahmen in den Jahren 1995/1996 tauschten wir zwölf Masten aus, die höhere Lasten tragen können.“ Alle Träger würden jährlich, wie branchenüblich, einer Sichtprüfung unterzogen und auf Schäden wie Risse oder Abplatzungen kontrolliert.
An der Unfallstelle stehen Spezialhubwagen. Die WVV-Experten haben einen Ersatzmast aufgestellt und führen jetzt in der ganzen Frankfurter Straße Zugprüfungen durch. Das heißt, sie untersuchen, ob die anderen Masten dem Gewicht der Fahrleitungen standhalten. Außerdem wurde der Boden um jeden Fahrleitungsträger herum ein Stück aufgegraben und Materialproben des Mastes entnommen. Die werden jetzt in einem Labor untersucht und sollen Aufschlüsse über den Zustand der Träger geben, sagt Kessler. Resultate lagen am Freitag noch nicht vor.
Rund 120 Träger aus Beton und Stahl dieser Baureihe gibt es in ganz Würzburg. Erst wenn die Laborergebnisse vorliegen, wird die WVV entscheiden, wie man mit den restlichen Masten umgeht, sagt Kessler. Insgesamt 400 Fahrleitungsträger der Straßenbahn mit unterschiedlichen Materialien stehen in Würzburg.
ej
    
    

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»Alle 14 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

durchschnitt (78 Kommentare) am 20.02.2012 02:31

kein wunder...

dass die pappeln weg müssen, wo doch schon ausgewachsene beton-pfeiler einfach so umkippen zwinkern

aber mal zum ernsten teil:

punkbone schreibt wie immer: kompletten unsinn. einfach mal irgendwas in die gegend posaunen ohne jedes hintergrundwissen...

oder wissen sie von einem genau vergleichbaren fall in münchen? quellen dafür?
und selbst in münchen dauert es ein paar tage bis ein frisch gegossenes fundament ausgehärtet ist - besonders bei diesen temperaturen. darüber hinaus bezweifel ich, dass sie ahnung davon haben, wie lang die oben genannten masten tatsächlich halten...
(0)
FlyByNight (238 Kommentare) am 20.02.2012 13:32

Ich gebe Ihnen recht,

dass Punkbone keine Ahnung hat.
NUR: Die WVV offensichtlich auch nicht!
Weiter unten im Forum schreibt jemand einem Kommentator: mach es doch selber besser!
NUR: Das ist nicht seine Aufgabe, nicht sein Job.
Die WVV soll es besser machen.
Es bleibt die unbeantwortete Frage im Raum, in wie weit das Problem des "Mastumfallens" der WVV bekannt war. Ist das Geschehene ein Novum? War und ist dies nicht mehr zu erwarten? Oder ist was verpennt worden? Das ist nicht meine Aufgabe dies herauszufinden. Die Möglichkeit diese Fragen zu stellen räumt mir und uns die MP im Forum ein. Deshalb nicht antworten: Mach es doch selber besser!
(0)
Wi127 (458 Kommentare) am 19.02.2012 00:48

Sichtkontrolle

Die WVV hat doch angeblich jedes Jahr eine Sichtkontrolle durchgeführt.
Wahrscheinlich haben sie dabei gezählt, ob alle noch da sind.
(2)
FlyByNight (238 Kommentare) am 18.02.2012 18:21

Na ja es ist ja nur

die Zellerau. Die ist ja von einer Seite eh schon komplett abgschnidde.
Und jetzt noch von der anderen Seite von der Tram.
Langsam kann der Letzte wirklich sich aufs Lichtausmachen vorbereiten.
(0)
FlyByNight (238 Kommentare) am 18.02.2012 18:18

Fallen die Masten

eigentlich nur in Würzburg um?
Oder fallen die auch in anderen Städten um? Ist das ein normales Risiko? Wie sind die Zahlen? Wie die Erfahrungswerte?
Stehen die Masten nur in Würzburg 40 Jahre oder woanders auch? Warum nur in WÜ??
Punkbone hat Recht! EIN Mast fällt um - EINE GANZE Woche keine Tram!
Je länger man nach denkt - kopfschüttel.
Werzborch - Heelauuuu!
(3)
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