publiziert: 26.11.2012 17:57 Uhr
aktualisiert: 28.11.2012 12:07 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text VEITSHÖCHHEIM
Nur noch halber Lichterglanz

Endgültig: keine Weihnachtsbeleuchtung in Thüngersheimer- und Bahnhofsstraße
  • foto: Dieter Gürz
    Lichterglanz: Die Veitshöchheimer Kirchstraße und der Rathaus-Innenhof werden in Veitshöchheim weiter beleuchtet. In der Bahnhofstraße – links von unserem Fotografen – und der Thüngersheimer Straße – hinter ihm – bleibt's künftig dunkel.
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Dieser Tage werden landauf, landab Weihnachtsbeleuchtungen installiert. Am Sonntag ist schließlich der erste Advent. Während sich Groß und Klein allerorts darüber freuen, gab es in Veitshöchheim ein Gezerre um den Lichterglanz. Im Januar hat der Gemeinderat auf Antrag der SPD-Fraktion eine Reduzierung beschlossen.

Leuchtende Romantik gibt es demnach nur noch in der Kirchstraße und im Rathaus-Innenhof. In der Thüngersheimer und Bahnhofsstraße fällt die Weihnachtsbeleuchtung künftig aus. Das bestätigte jüngst auch der Hauptausschuss, der sich auf Antrag der Veitshöchheimer Mitte nochmals mit diesem Thema beschäftigte.

Barrieren aufgebaut

Auch die Veitshöchheimer Grünen hatten sich für eine Reduzierung ausgesprochen. „Durch die Weihnachtsbeleuchtung würden Barrieren auf den Wegen aufgebaut“, ist einer Pressemitteilung zu entnehmen. Darin wird zudem die einseitige Argumentation der Gegner dieser Reduktion kritisiert. Immer wieder heiße es, dass die Reduzierung für die Gemeinde keinen Nutzen bringe, weil sich durch die Umstellung der Weihnachtsbeleuchtung auf LED die Energiekosten massiv verringerten und sich deshalb kaum Kosten einsparen ließen.

Für die Verantwortlichen des Verkehrs- und Gewerbevereins war die Entscheidung des Gemeinderats im Januar unverständlich. Deshalb wurde in den Geschäften des Altortes Unterschriftenlisten ausgelegt, um sich die Meinungen von Bürgern und Kunden einzuholen. Und siehe da: Mehr als 400 Unterschriften standen letztendlich auf der Protestliste, die Bürgermeister Rainer Kinzkofer überreicht wurde. Auch er hatte sich gegen eine Reduzierung ausgesprochen.

Ins gleiche Horn bläst die Junge Union. „Die fünf Wochen im Jahr“, in denen die Weihnachtbeleuchtung im gepflasterten Bereich des Veitshöchheimer Altortes aufgestellt werde, seien den Anwohnern zuzumuten, hieß es in einer Pressemitteilung vom Februar 2012. Genau diese Argumentation kommt bei Bündnis 90/Die Grünen nicht gut an. „Die Weihnachtsbeleuchtung stellt für viele Menschen eine enorme Barriere dar,“ kontern sie.

Fußwege kaum nutzbar

Menschen in Rollstühlen, Rollatoren oder Eltern mit Kinderwägen könnten die engen Fußwege wegen der Pfosten kaum noch nutzen. Die Weihnachtsbeleuchtung gehe somit auf Kosten dieser Personen. Die unter anderem in der Gemeinderatssitzung im Februar geäußerten Einwände, dass man einen verkehrsberuhigten Bereich im Altort habe, so dass jeder auf die Straße solle, „können wir nur als zynisch ansehen,“ heißt es in der Pressemitteilung. Von Verkehrsberuhigung könne wohl keine Rede sein.

Von unserem Redaktionsmitglied Günther Hillawoth
    
    

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Die neuesten Kommentare

nabravo (591 Kommentare) am 27.11.2012 09:28

auch im winter gibt es insekten

die sich durch die vielen lichter verfliegen können. ist doch auch ein argument gegen die vielen lichter. während in andren städten wie frankfurt usw. dies gar kein thema ist, kann man doch in veitsbach das theme drehen und wenden wie man es braucht - schilda hellau.
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