aktualisiert: 09.02.2012 20:05 Uhr
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WÜRZBURG
Oegg-Tor: Tag der Entscheidung rückt näher
Regierung wartet auf Stadtratsvotum zur neuen Straßenbahn – Agenda 21: Attraktivere City durch Schließung
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Der untere Rennweg heute: Rund 14 000 Fahrzeuge passieren täglich das Oegg-Tor an der Residenz, ein gutes Drittel davon ist laut Analyse reiner Durchgangsverkehr.Foto: Agenda 21 -
Der Rennweg, wie er einmal aussehen könnte: Die Visualisierung der Agenda 21 zeigt den wiederhergestellten Residenzplatz, der – so das Agenda-Ziel – auch als Parkplatz ausgedient haben würde.Visualisierung: Agenda 21
Sie soll im Jahr 2018, zur zweiten Landesgartenschau in Würzburg, von der Innenstadt zum Hubland rollen: die neue Straßenbahn, die „Linie 6“. Zeit ist dafür nicht mehr zu verlieren. Die Regierung von Unterfranken wartet zur Aufnahme der Planfeststellung noch auf einen Stadtratsbeschluss: Was passiert mit dem Autoverkehr an der Residenz? Wird das Oegg-Tor geschlossen?
Schon im Herbst hat die Regierung dazu eine konkrete Aussage von der Stadt angemahnt. Sie steht aus. Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) begründete den Verzug vor einigen Wochen mit fehlenden Verkehrszahlen: Vor einer Entscheidung solle das Braunschweiger Verkehrsbüro WVI noch darstellen, was ein offen bleibendes Oegg-Tor für den Verkehr zwischen Residenz und Theaterstraße bedeutet – wo die neue Straßenbahn-Trasse geplant ist. Wird es zu voll? Alle bisherigen Pläne basierten auf einer Schließung des Oegg-Tores. Die Schlösserverwaltung und Icomos – als Nationalkomitee des Denkmalrates für die Unesco tätig – haben sich wiederholt für eine Verkehrsberuhigung am Weltkulturerbe ausgesprochen.
Thomas Schäfer, Geschäftsführer der Würzburger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe (WVV), drängt auf eine rasche Entscheidung: „In der Planung ist jetzt kein zeitlicher Puffer mehr.“ Man brauche umgehend Klarheit, um offiziell mit der Planfeststellung beginnen zu können. Zur Vorprüfung liegen die Straba-Pläne bereits seit August bei der Regierung.
Für die ausstehende Verkehrsprognose ist offenbar – trotz des Zeitdrucks – noch kein konkreter Auftrag an das Verkehrsbüro WVI ergangen. Liefern könne man die Zahlen auf Grundlage eines großen Datenwerks binnen weniger Wochen, meint WVI-Fachmann Manfred Michael auf Anfrage. So dürfte es also mindestens Ende März werden, bis der Stadtrat über eine Oegg-Tor-Schließung abschließend berät und entscheidet.
Die CSU-Fraktion will am kommenden Montag üben: Fraktionschef Thomas Schmitt kündigte gegenüber der Main-Post eine Probeabstimmung zum Oegg-Tor bzw. zum Rennweg an. Es solle intensiv diskutiert und ein Meinungsbild geschaffen werden. Die CSU will sich vom OB nicht unter Druck setzen lassen, sondern stellt ihrerseits Forderungen auf.
Erstens müsse die Wirtschaftlichkeit der Linie geklärt sein – voran das standardisierte Bewertungsverfahren für hohe Zuschüsse. Zweitens vermisst die CSU ein im Juni beantragtes Verkehrskonzept für die Innenstadt. Schmitt: „Wir wollen wissen, was bei einer Schließung des Oegg-Tores mit den 14 000 Fahrzeugen passiert. Da muss die Stadtverwaltung ihre Hausaufgaben machen.“ De facto hat Gutachter Michael schon längst die Ausweich-Verkehre bei einer Oegg-Tor-Schließung aufgezeigt. Für die CSU („wir sind für die Straßenbahn“) schließt Schmitt ein Ratsbegehren samt Bürgerentscheid nicht aus, sollten geforderte Infos ausbleiben.
„In der Planung ist jetzt kein zeitlicher Puffer mehr.“Thomas Schäfer, Geschäftsführer der WVV
Unterdessen setzt die Agenda 21 in Stadt und Landkreis (Arbeitskreis Mobilität) auf einen schnellen Beschluss zur Oegg-Tor-Schließung – nicht nur im Sinne der Straba-Planung. Es gehe, so heißt es in einer Mitteilung, um die Attraktivität der Innenstadt – u.a. mit einer „Route der Weingüter“, einer aufkeimenden Kulturmeile vom Juliusspital übers Bürgerspital zum Staatlichen Hofkeller. Dagegen belaste der Durchgangsverkehr von 8000 Fahrzeugen täglich die Theaterstraße und die östliche Innenstadt. „Sie nutzen diese Passage, obwohl bereits vor über 30 Jahren für den Durchgangsverkehr der Mittlere Ring gebaut worden ist“, kritisiert die Agenda 21 mit ihren AK-Sprechern Thomas Naumann und Ulrike Ernst-Schwertfeger. Ihre Überzeugung mit Blick auf Domstraße oder Alte Mainbrücke: „Mit dem Verschwinden der Autos wird das städtische Leben zurückkehren.“
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»Alle 46 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare
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Hingucker (1481 Kommentare) am 11.02.2012 10:40
Linie 6warum läßt man die Würzburger Einwohner nicht abstimmen über das Projekt Linie 6 u- Oegg-Tor? Wer oder was sind schon Stadträte, daß sie über so eine sinnlose Maßnahme entscheiden können? Gott sei Dank ist noch keiner auf die Idee gekommen eine U-Bahn zu bauen. |
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scheva (100 Kommentare) am 12.02.2012 16:52
Hingucker: Staatsbürgerkunde "setzen, sechs mit Stern...."Geschätzter hingucker, Sie gehören zu den Leuten, die mit dem, was sie hier posten, vor allem sich selbst schaden - wer oder was Stadträte sind und wozu sie vielleicht nicht alle und immer befähigt, aber nun mal berechtigt und vom Wahlvolk legitimiert sind, das lernt man doch schon in der Grundschule..... Ich würde im Boden versinken vor Scham vor mir selber, wenn ich allen mit eigenen Worten so klar vor Augen führen würde, auf wldchem erbärmlichen Bildungsstand ich mich befinde.... |
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stadtkind (26 Kommentare) am 10.02.2012 17:16
Planerischer Irrsinn und totale Verschwendungist das Ansinnen der Linie 6. Pro Jahr 1,5 Mio Verlust, macht in 30 Jahren 45 Mio. Aber das ist offensichtlich nichts. Und ein Rechenkünstler im Stadtrat meinte: Wenn die Abschreibungen rum sind, dreht sich alles ins Gegenteil. Wie war das mit Juristen und rechnen?Züge, Gleise und Leitungen haben nur eine begrenzte Nutzungsdauer. Nach spätestens 20 Jahren geht es mit Reparaturen los. Die Schließung des Oeggtorswäre eine Aussperrung von Hubland, Gerbrunn, Frauenland und Keesburg von der Innenstadt. Siligmüllerbrücke gibt es nicht mehr. Wo soll der Verkehr aufgefangen werden? In einer mobilen Gesellschaft gibt es nun mal Individualverkehr, der nicht von öffentlichen VKM aufgefangen werden kann. Ach ja, fahrt entweder mit der Bimmelbahn oder zieht halt wo anders hin. Kann es sein, dass der die Linie 6 und Schließung des Oeggtores so vehement befürwortende Journalist genau in der entgegengesetzten Richtung wohnt? |
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scheva (100 Kommentare) am 12.02.2012 17:11
Blödsinn im Quadrat.......was Sie da schreiben, Stadtkind: nach 20 Jahren haben wir den Omnibus, der da fährt schon zweimal erneuern müssen und die Straba hat noch die Hälfte ihres Lebens vor sich. Und eine Straba = 2,5 Gelenkbusse.... Soso, Schließung des Oeggtors bedeutet "Aussperrung" von x, y und z aus der Innenstadt - drunter tun Sies wohl nicht? Wenn Ihr stadtplan so klein ist, dass Sie z.B. die Zeppelin- und sieboldstraße ebenso wenig drauf erkennen können wie Berliner Ring und Ludwigstraße, dann sollten Sie sich entweder mal einen größeren kaufen oder zum Augenarzt gehen.... Naja, jenseits des Mains ist ja bekanntlich auch alles mausetot, seit man über die Alte Mainbrücke nicht mehr mit dem Auto fahren kann... Ich würde, bevor ich so einen gesammelten Blödsinn hier poste, mich einfach erstmal schlau machen: dann würden Sie recht einfach erfahren können, dass die "Bimmelbahn" überall dort, wo sie fährt, bei den Würzburgern verdammt beliebt ist - im Gegensatz zu den Bussen, mit denen kaum einer fahren mag. Das und noch viel mehr interessante Informationen und Fakten kann man mit ein bisschen Interesse leicht erfahren - aber es ist natürlich einfacher, seine vorgefasste Meinung zu haben, sich dabei nicht weiter beirren zu lassen durch Fakten und dann hier so einen Schmarrn abzulassen...
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peterlesbub (330 Kommentare) am 10.02.2012 15:04
Zurück zum Oeggtor...man kann dazu stehen wie man will.Ein Problem wird jedoch nicht beachtet, so man hört und liest, auch nicht von unseren Experten im Rathaus: Die Würzburger Hauptfeuerwache befindet sich an der Johanniskirche. Im Einsatzfall ist jede Minute kostbar. Will man dann die Feuerwehr bei einem Einsatz in der Innenstadt auch über Martin-Luther- u. Ludwigstraße (-durch den Stau-) schicken ? |
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Ich würde, bevor ich so einen gesammelten Blödsinn hier poste, mich einfach erstmal schlau machen: dann würden Sie recht einfach erfahren können, dass die "Bimmelbahn" überall dort, wo sie fährt, bei den Würzburgern verdammt beliebt ist - im Gegensatz zu den Bussen, mit denen kaum einer fahren mag. Das und noch viel mehr interessante Informationen und Fakten kann man mit ein bisschen Interesse leicht erfahren - aber es ist natürlich einfacher, seine vorgefasste Meinung zu haben, sich dabei nicht weiter beirren zu lassen durch Fakten und dann hier so einen Schmarrn abzulassen...















