publiziert: 05.10.2009 16:32 Uhr
aktualisiert: 05.10.2009 18:10 Uhr
» zur Übersicht Landkreis Würzburg
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text GRAMSCHATZ/EINSIEDEL
Pilzausstellung mit 250 Arten im Walderlebniszentrum

Von schmackhaft bis hoch giftig

Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere. Pilze sind Pilze. Sie bilden ein ganz eigenes Reich im Reich der Lebewesen. Einblicke in dieses konnten am Wochenende die Besucher des Walderlebniszentrums im Gramschatzer Wald nehmen.

  • Einer der ausgestellten Exemplare auf der Pilzausstellung im Walderlebniszentrum im Gramschatzer Wald: der giftige, aber nicht tödliche Fliegenpilz.
    FOTO Nadja Hoffmann
Bild von

Über 250 Arten stellten Rudi Markones und seine Pilzfreunde im Walderlebniszentrum aus – gesammelt in den Tagen davor hauptsächlich im Spessart und im Steigerwald.

Und es gab viel zu lernen für die Besucher der Pilzausstellung. „Im Gramschatzer Wald gibt es im Moment nicht so viele Pilze“, erzählt Markones, „es ist dort zu trocken“.

Gleichwohl gibt es Pilze, die die Trockenheit lieben, wie der Satanspilz, der einzige giftige Röhrling. Der Pilzsammler war überrascht, wie viele er davon gefunden hat.

Markones absolute Lieblingspilze sind aber die Saftlinge. Nicht etwa, weil sie so gut schmecken würden, Saftlinge sind keine Speisepilze.

Aber sie wachsen nur auf Wiesen, die seit mindestens 30 Jahren nicht gedüngt wurden. Das macht sie so wertvoll für den Naturschutz. Zeigen sie doch, dass in ihrem Wachstumsbereich alles noch ursprünglich und nicht verseucht ist.

Ganz selten ist auch der Elfenbeinröhrling und den Kuh-Röhrling findet man nur gemeinsam mit dem rosenroten Gelbfuß. Der eine kann nicht ohne den anderen leben.

Weltweit gibt es mehr als 1,5 Millionen bekannte Pilzarten, in Mitteleuropa sind es etwa 5000, darunter rund 150 Giftpilze. Etwa ein Dutzend davon, auch der Grüne Knollenblätterpilz, sind tödlich. Früher als Speisepilz geltende werden heute als tödlich giftig entlarvt, wie die Frühjahrslorchel und erst vor kurzem der Grünling.

Und sie sind immer für eine Überraschung gut. Vor sechs Jahren etwa entdeckte Pilzsammler Markones eine neue Art des „Kremplings“ und vor etwa fünf Jahren tauchte der seltene, aber essbare Igel-Stachelbart wieder in der Umgebung von Würzburg auf, nachdem er hier über 100 Jahre nicht gesehen ward.

Von unserer Mitarbeiterin Nadja Hoffmann
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Stadtteilserie 

Alles im (Über)blick
Von A wie Altstadt bis Z wie Zellerau - wir stellen Ihnern die verschiedenen Stadtteile Würzburgs vor. »mehr
    
Anzeige
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

Ȇbersicht ePaper

Mainpost Wuerzburg
  Ausgabe:
  Main-Post Würzburg
  Datum:
  24.05.2012

    
    

Gelesen

 
    

Kommentiert

 
    
Anzeige
    

Spezial 

Westumgehung Würzburg
Wie Gegner und Befürworter wegen der "B26 neu" kämpfen. Ein Top-Thema in der Region. »mehr
    
    
Anzeige
WG-Gesucht.de gibt Ihrer Region eine Stimme

Hier finden Sie Ihre WG in Würzburg.

WG-Gesucht.de, die kostenlose WG-Börse im Internet.

    
    

Leserbriefe 

Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr
    
    

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema.  »mehr
    
    

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema.  »mehr