publiziert: 08.02.2012 13:03 Uhr
aktualisiert: 08.02.2012 13:04 Uhr
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Reschbegd – Stresstest bestanden

Totales Bamberger Cabaret machte das Beste aus dem Randersackerer Lachpotential
  • „Stresstest“ mit TBC: Florian Hoffmann, Helmut „Stöcker“ Vorndran und Georg Koeniger begeisterte das Publikum in Randersacker mit einer Mischung aus politischem Kabarett und purem Nonsens, Sprachakrobatik und Musik.
    Foto: Richard Ott
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Das Totale Bamberger Cabaret hat in Randersacker den Stresstest bestanden. Die drei Wahlfranken Helmut Vorndran, Georg Koeniger und Florian Hoffmann versprachen ihrem Publikum beim Kabarettabend der Randersackerer SPD „zwei Prozent mehr Grinsen als vergleichbare Kabaretts auf einer soliden Festwitzbasis.“

Der Stresstest nach TBC-Art beginnt bei der Erschaffung der Erde. Schon zwei Tage vor Ende der Schöpfung hat Gott nichts als Stress: Afrika ist ein Schwarzbau und beim Planetenlieferanten muss er die schiefstehende Erde reklamieren, weil sie oben und unten Gefrierbrand zeigt.

Stress bekommen arglose Bürger, die nach dem Atomausstieg für die Entsorgung ihres verbrauchten Atom-Stroms selbst sorgen müssen. Und dass Lachen blieb dem Zuschauer im Halse stecken, als ihnen Helmut Vorndran demonstriert, was passiert, wenn man sich ein halbes Jahr ausschließlich von genmanipulierten Lebensmitteln ernährt.

Das Lachen verging den Zuschauern, als TBC eine Sitzung des Ausschusses persiflierte, der von der katholischen Kirche mit der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle beauftragt wurde: Sollen Mitmenschen, denen eine besondere Zuwendung durch Priester widerfahren ist, eigentlich eine Entschädigung erhalten?

Stress auch am Hindukusch: Die stark dezimierte Bundeswehr-Kompanie sucht in den Zuschauerreihen nach Taliban-Anhängern, der „Spürhund-Soldat“ droht mit „Bier-Boarding“ als Verhörmethode und verwechselt bei einem Besucher den „Schnitzelfriedhof“ mit einem Sprengstoffgürtel. Nach dem Afghanistan-Einsatz der drei Bundeswehrchaoten freut sich nur einer nicht auf die Heimkehr: „Ich will ned heim, ich komm aus Theilheim!“

Tagesaktuell das Schlusslied: Eine Euro-Version von „Griechischer Wein“ aus der Sicht verschiedener Pleiteländer beendet einen kurzweiligen Kleinkunstabend voller schräger Perspektiven und deftigem Klamauk.

„Reschbegd“ lautete der Titel der Zugabe des Totalen Bamberger Cabaret. „Reschbegd“ als Ausdruck fränkischer Begeisterung zollte ihnen das Publikum auch durch anhaltenden Applaus.

Von Cornelia Masel-Huth
    
    

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