publiziert: 03.11.2011 17:47 Uhr
aktualisiert: 03.11.2011 19:54 Uhr
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Schulz kontra UL: Urteil wird heftig diskutiert

(wolf) Die Werkstattbühne, das Privattheater in der Rüdigerstraße, beschäftigt sich kritisch mit dem Universellen Leben. Der Verein „Universelles Leben Aller Kulturen Weltweit“ wollte mit einer Einstweiligen Verfügung gegen das Programmheft zu einer Veranstaltungsreihe an diesem Wochenende vorgehen, ist aber vor dem Landgericht gescheitert. Im gestrigen Bericht über diese Auseinandersetzung ist die letzte Zeile verloren gegangen. Da fehlte, dass Alfred Schulte, Mitglied im Vorstand des UL-Vereins „Universelles Leben Aller Kulturen Weltweit“, gegenüber dieser Zeitung keine Stellungnahme abgeben wollte.

Wolfgang Schulz, der Leiter der Bühne, bekommt reichlich positive Leserkommentare auf mainpost.de. Zu lesen ist aber auch die Frage, ob die vielen ihm noch zustimmten, „wenn er sich vielleicht mal die Katholiken vornimmt?“ Schadenfreude über die Niederlage des Universellen Lebens steht da zu lesen und manches, das wenig Sinn für die Religionsfreiheit offenbart, wie Vorschläge an die UL-Mitglieder, von einem Turm zu springen oder nach Chile auszuwandern.

Es wird aber auch scharfe Kritik am Urteil geübt: Es erlaube, über die Gläubigen des UL alles zu sagen und zu behaupten, ohne dass sie sich wehren könnten. Unstimmigkeiten gibt es darum, wer nun der „Ketzer“ in diesem Streit ist: das UL oder Theatermacher Schulz?

ONLINE-TIPP

Die ganze Debatte im Internet: wuerzburg.mainpost.de

    
    

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»Alle 11 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

ottma (2 Kommentare) am 21.11.2011 13:17

Antwort ottma auf Kommentar Rowdy

Mein Großvater hatte seinerzeit nicht ein kritisches Theaterstück verhindern wollen, sondern glaubte als redlicher Mensch, sich öffentlich schützend vor eine Minderheit stellen zu müssen, die nicht nur von der Partei, sondern auch von einem Teil der damaligen Volksgenossen als minderwertig und gefährlich eingestuft worden war.
Hätten das doch ein paar mehr getan!
Durch genaues Lesen von "Mein Kampf"hätte er, so meint Herr Dr. Schulz, Dachau verhindern können. Ich sehe in dieser Äußerung eine schlimme Verhöhnung.
(0)
anon1494 (37 Kommentare) am 04.11.2011 23:02

Schulz kontra UL

@ ottma: Ich stimme Ihnen zu, wenn sie die "Mitglieder" des UL als ordentlich und höflich bezeichnen, vielleicht auch als nicht geknechtet. Aber: es handelt sich bei dem UL um eine totalitäre Sekte, die Scientology um nichts nachsteht. Um es anders auszudrücken: Scientology ist ein US-Import, das UL ist die deutsche Gründlichkeit! Ich kenne Aussteiger sowohl aus Scientology als auch aus dem UL und kann nur vor dieser Ideologie warnen! Das Traurige an diesen Sekten bzw Organisationen ist, dass es dort wirklich Leute gibt, die mit einem gewissen Idealismus das umsetzen, was die Oberen ihnen eintrichtern! Nochmal: es sind oft sehr nette Leute, die (vielleicht) in einer schwierigen Lebensphase oder auf der Sinnsuche im Leben an die falschen Leute geraten sind. Ich sage auch: die dort vielleicht das suchen, was ihnen die Amtskirchen nicht geben können. Und ich kann auch das Antwortschreiben von Dr. Schulz verstehen. Hätten die Bürger damals "Mein Kampf" richtig gelesen, dann wären Ihnen die Augen geöffnet worden, was Hitler wirklich vorhatte. Ich z. B. kenne die Schriften von Hubbard, dem Gründer der "Menschenvernichtungsmaschine" Scientology: man kann die Inhalte mit denen von Hitler vergleichen, nur anders verpackt. Und deshalb sage ich: wehret Anfängen! Und das kann man nur dann tun, wenn man sich mit den Inhalten dieser Organisationen u. ä. auseinandersetzt.
(2)
frankenstube (14 Kommentare) am 05.11.2011 00:33

Luther ging noch weiter als seine heutigen Nachfolger

Das ist nun der soundsovielte "Kommentar" des evangelisch-lutherischen Christen anon1494, worauf er, wie er unten schreibt, "verdammt stolz" ist. Auch weist er auf seine "Gespräche mit Aussteigern" hin, was normalerweise zum Geschäft der so genannten kirchlichen "Sektenbeauftragten" gehört.

Von seinem möglichen Vorbild Luther ist er aber zum großen Glück für seine Gegner noch ein ganzes Stück entfernt. Martin Luther forderte nämlich die Hinrichtung von Andersgläubigen oder auch aller derer, die ohne Erlaubnis der Kirche predigen. Wörtlich:
"Wenn sie gleich das reine Evangelium wollten lehren, ja wenn sie gleich Engel und Gabriel vom Himmel wären ... Will er predigen, so beweise er den Beruf oder Befehl ... Will er nicht, so befehle die Obrigkeit solchen Buben dem rechten Meister, der Meister Hans heißt (= dem Henker)" (Der 82. Psalm, geschrieben und ausgelegt Anno 1530, Tomos 5, S. 74b ff.)
(2)
denkforum (283 Kommentare) am 05.11.2011 02:09

Ein übler Antisemit....

war Luther überdies...von den historisch belegten Schriften liest man kaum etwas. Sie werden tot geschwiegen.

Die millionenfachen Verbrechen der röm./kath. Kirche sind hinlänglich bekannt.

Nun geht es darum, die kosnpirativen Bestrebungen einer "Nebensekte" vor unserer Haustüre als das zu outen, was sie nun einmal ist: Eine Psychosekte mit levantinischen Händlernaturen und einem unsäglichem Personenkult einer mutmaßlich schizophrenen Prophetin, denen fatalerweise intelligente Menschen wie Schafe hinterher laufen und nach neuen Botschaften von Jesus lechzen. leben wir im 21.Jahrhundet, sind wir aufgeklärt?

Denke schon und dennoch gibt es solche faschistoid-religiösen Organisationen, die uns das Leben vergällen und es in Ihrer pathologisch-selektiven Wahrnehmung "Rettung der Seelen" nennen.

Mein Gott, befreie uns bitte vom UL !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
(0)
frankenstube (14 Kommentare) am 05.11.2011 01:04

Fairness und Redlichkeit erlernen

... und ich bin sehr froh, wenn er und alle anderen Nachfolger Luthers oder der Päpste niemals mehr so weit gehen wie Luther selbst oder die katholische Inquisition, und dass sie bald auch den Respekt und die Fairness lernen und sich um Redlichkeit bemühen und nicht alles verdrehen und falsch wiedergeben, was nicht in ihr Weltbild passt.
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