aktualisiert: 02.02.2012 17:38 Uhr
Text
Text
WÜRZBURG
Seit 15 Jahren Interreligiöser Gesprächskreis in Würzburg
Schon seit mehr als 15 Jahren trifft sich der Interreligiöse Gesprächskreis reihum in Räumen der beteiligten Religionsgemeinschaften. Grund genug, das einmal mit allen Beteiligten, auch denen von früher, zu feiern.
Zuerst wurde der Dank in einem Gebet der Religionen am Denkmal der Versöhnung am Wilhelm-Schwinn-Platz ausgesprochen. Nach einem Gebet, das Rabbiner Jakov Ebert mit einigen Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde sang, trug Imam Receb Aydin von der DITIB-Moscheegemeinde ein Gebet in Arabisch, Türkisch und Deutsch vor. Der Ökumene-Beauftragte des katholischen Stadtdekanats Pfarrer Harald Fritsch griff in seinem Gebeten auch den Dank an den Schöpfer aller Menschen auf. Kirsten Lüken aus dem Leitungskreis der Bahá'i-Gemeinde betete aus ihrer Tradition.
Zur Feier im Rudolf-Alexander-Schröder-Haus lud dessen Leiter Harald Wildfeuer ein. Der Begründer und inoffizielle Leiter des Kreises, der emeritierte Religionswissenschaftler Professor Norbert Klaes eröffnete den Rückblick auf die 15 Jahre.
„Der Raum unseres Instituts am Wittelsbacher Platz ist der Geburtsort gewesen“, meinte er schmunzelnd. Er zitierte aus dem Protokoll des ersten Treffens und stellte stolz fest: „Die damaligen Ziele haben wir eigentlich erreicht.“ Würzburg sei eine Stadt, in der das Miteinander der Religionen von Aufgeschlossenheit und Respekt geprägt sei. Die Gebete der Religionen, mehrfach im Ratssaal durchgeführt, seien Ausdruck davon, dass sich alle dem Wohl der Stadt verpflichtet fühlten, so Michael Stolz, von Anfang an im Kreis mitarbeitend.
Der Imam der bosnischen Moscheegemeinde, Zahir Durakovic, nimmt seit langem an den Treffen des Interreligiösen Gesprächskreises teil: „Wir haben beispielsweise an einem Abend miteinander über die hochgeachtete Rolle Abrahams in unseren Religionen gesprochen und kennen uns jetzt besser. Ich habe mich von Anfang an im Kreis sehr willkommen und geachtet gefühlt; wir haben einen lockeren Umgang miteinander.“
Dr. Dagmar Fügmann, Dozentin im Studiengang Philosophie und Religion der Uni Würzburg, stellte den Höhepunkt der bisherigen Aktivitäten mit sichtlicher Freude vor: „Der Tag der Religionen im Oktober 2010 hat uns am meisten gefordert.“
„Unser Kalender ist der schönste“, strahlte Janet Rawling-Keitel in die Runde, und meinte damit den vom Kreis herausgegebenen Kalender mit den Festen aller Religionen für 2009. „Mich freut, dass auch wir von den Bahá'i mitarbeiten können, wo wir doch nur wenige Mitglieder haben“. Dr. Gabriele Lautenschläger, Beauftragte für Interreligiösen Dialog der Diözese Würzburg, freute sich, dass die katholische Kirche das interreligiöse Kalenderwerk finanziert hat.
Der neue Vorstand der DITIB-Gemeinde mit dem Vorsitzenden Yener Yildirim war gar vollzählig erschienen: „Wir wollen uns als eine jüngere Generation von bereits in Deutschland Aufgewachsenen mehr gegenüber der Gesellschaft öffnen“, war aus ihrem Kreis zu hören.
Die evangelische Dekanin Edda Weise eröffnete gewissermaßen als Hausherrin die Reihe der Gratulanten mit Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake und Kulturreferent Muchtar Al Ghusain.
Umrahmt wurde die Feier durch Ralph Nebl auf der türkischen Laute. In einem Buffet standen Speisen aus der jüdischen, der DiTiB-Gemeinde und der Bahá'í-Gemeinde bereit.
Kontakt: Dagmar Fügmann Tel. (09 31) 7 19 93, Michael Stolz, m_stolz@web.de
Diesen Artikel
Die neuesten Kommentare
|
frei100 (423 Kommentare) am 04.02.2012 10:27
Du weißt, was Jesus gesagt hat:"Ich bin das Licht, das jeden Menschen erleuchtet. Ich bin das Brot, das jeden speist. Ich bin der Einzige, der vom Herzen des Vaters kam, und ich bin das ewige Wort, das am Anfang bei Gott war und das Gott ist und war."So versichert uns das Wort, das wir nur Jesus brauchen, und Er ist genug! Wir brauchen nicht Jesus und andere Religionen. Wir brauchen nicht Jesus und andere Philosophien. Er ist das Ewige Wort, und darum haben wir auf ihn zu hören!. A. W. Tozer (ein Prediger) |
(0)
|

Wetter















