aktualisiert: 02.02.2012 16:27 Uhr
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STEINBACHTAL
Sorgen aus dem Untergrund
Neue Umkleideräume und Sanitäranlagen der Steinbachtal-Grundschule übergeben
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Bereiteten den Verantwortlichen Kopfzerbrechen: Die neue Umkleide und Sanitäranlagen der Steinbachtal-Grundschule. Die Turnhalle trägt weiterhin das Gewand der 1950er Jahre. Unser Bild zeigt (von links) Schulreferent Muchtar Al Ghusain, Schulrektorin Brigitte Debes, Bürgermeister Adolf Bauer, OB Georg Rosenthal, Stadtbaurat Christian Baumgart, Architekt Roland Breunig und Heinz Benkert, Leiter des städtischen Fachbereichs Schule.Foto: C. Ammon
Die Bauarbeiter für die Sanierung der maroden Umkleideräume und der Sanitäranlagen der Steinbachtal-Grundschule aus den 1950er Jahren standen bereits in den Startlöchern. Als im Herbst 2009 plötzlich Risse an dem Anbau auftraten, stand jedoch schnell fest, dass dies nicht ausreichen würde. Seit Januar 2011 waren die Räume und die Turnhalle gesperrt.
„So eine kleine Umkleide kann doch ganz schön Kopfzerbrechen bereiten“, sagte Architekt Roland Breunig von Architekturbüro Archicult aus Zell bei der offiziellen Einweihung. Genauere Untersuchungen des Gebäudes zeigten, dass das Fundament nachgegeben hatte. Verantwortlich dafür waren Hohlräume, die sich im Untergrund befanden. Als einziger Ausweg blieb der Abbruch und Neubau.
Im Frühjahr 2010 begannen die neuen Planungen, die Bauarbeiten begannen Anfang 2011. Doch abermals traten Risse auf. Diesmal an der Turnhalle. Sie blieb erhalten, bekam aber ein neues Fundament. Außerdem stellte sich heraus, dass der Untergrund mit verunreinigtem Bauschutt aufgeschüttet war, der sorgfältig ausgetauscht werden musste. Strenge Wasserschutzvorschriften wegen des benachbarten Wasserwerks erschwerten die Arbeiten.
Insgesamt waren an dem eher unscheinbar wirkenden Bauvorhaben 100 Arbeiter und 20 Firmen beteiligt. Die Baukosten belaufen sich auf 500 000 Euro, davon hat die Stadt 316 000 Euro übernommen. Der Rest sind Zuschüsse der Regierung von Unterfranken in Höhe von 184 000 Euro.
Oberbürgermeister Georg Rosenthal betonte, dass die Stadt zu ihren Schulen stehe und sich darum bemühe, sie auf neuesten Stand zu bringen. Die begrenzten Mittel machten es allerdings erforderlich, Prioritäten zu setzen.
Der Neubau ist nun energetisch auf modernstem Stand. Auch gibt es zusätzlich einen eigenen Abstellraum für Sportgeräte sowie getrennte und barrierefreie Eingänge vom Pausenhof aus für die Schüler und von der Rückseite für Vereine. Die Umkleiden und Sanitärräume sind mit hellen und freundlichen Farben kindgerecht gestaltet. Besonders gefreut haben sich die Kinder bei der Einweihung über die beiden Comicfiguren Steini und Tralle, die zwei Praktikantinnen des Architekturbüros gestaltet haben und die nun die Flurwände zieren.

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