publiziert: 09.04.2013 16:32 Uhr
aktualisiert: 09.04.2013 16:38 Uhr
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„Stachel“ sucht neuen Pächter

Gasthaus-Eigentümer: „Verkauf nicht geplant“
  • Foto: Kriener
    600 Jahre Tradition: Jubiläumssekt und Stachel-Chronik.
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Für das Gasthaus „Zum Stachel“ in der Gressengasse wird ein neuer Pächter gesucht. Nachdem den bisherigen Wirtsleuten gekündigt worden war, steht das Restaurant seit Anfang März leer. Die Eigentümer, eine Erbengemeinschaft, wollen die Tradition des „Stachel“ als Traditionsgasthaus mit guter fränkischer Küche fortführen, heißt es in einer Mitteilung.

Mit der Suche beauftragt wurde das Beratungs- und Sachverständigenbüro Gastcon plus in Wiesbaden, das seit 40 Jahren Hotellerie und Gastronomie berät. Geschäftsführer Tobias Berghäuser gibt sich zuversichtlich, in überschaubarer Zeit einen geeigneten Betreiber zu finden. Ein Verkauf des Anwesens sei nicht geplant, betonte er im Gespräch mit der Main-Post.

Am 7. April 1413 hatte der Metzger Hanns Rehlein den Hinteren Gressenhof erworben und so eine 600-jährige Gaststätten-Tradition begründet. Im Bauernkrieg (1524 bis 1525) hielten die Bauernanführer dort Kriegsrat, wobei sie symbolisch eine Stange mit einem Morgenstern über das Hoftor hängten. Im Laufe der Zeit entstand so der Name „Zum Stachelwirt“ – oder kurz „Stachel“.

Zur Geschichte des Hauses haben die bisherigen Wirtsleute Richard und Petra Huth, die inzwischen von den Residenzgaststätten engagiert wurden, eine Chronik verfassen lassen, wofür der Würzburger Sammler Rainer Adam viel historisches Material und Ansichtskarten zusammengetragen hat. In der Würzburger Kunsthandlung Franz Xaver Müller am Kardinal-Faulhaber-Platz ist die Chronik zum Sonderpreis erhältlich. Angeboten wird dazu ein Stachel-Jubiläums-Sekt Silvaner brut aus Flaschengärung. Die Trauben des Jahrgangs 2011 stammen aus dem hauseigenen Weinberg am Iphöfer Julius-Echter-Berg, die vom Staatlichen Hofkeller bewirtschaftet werden.

bert
    
    

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Die neuesten Kommentare

Balance17 (8 Kommentare) am 10.04.2013 08:14

Die Leute haben es in der Hand

ich finde es auch unverschämt, dass der Familie Huth gekündigt wurde! Die Lösung ist: Einfach nicht mehr in den Stachel zu gehen sondern jetzt alle in die Residenz-Stuben. Die Bürger haben es in der Hand!
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terrain (167 Kommentare) am 09.04.2013 20:30

Geforderte Umbauten

waren nach meiner Erinnerung ein Zankapfel zwischen Eigentümern und Pächter. Vor einer Neueröffnung sollten deshalb die Voraussetzungen für einen ordnungsgemäßen Betrieb geschaffen werden. Hier ist die Bauverwaltung in Verbindung mit dem Ordnungsamt gefordert, weil ansonsten der nächste Streit vorprogrammiert wäre.
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mase (1 Kommentare) am 09.04.2013 18:32

Das verstehe einer...

Das ist dann wohl der berühmte Schlag in`s Gesicht. Familie Hut und das Team haben in den 8 Jahren mit viel Kraft dem Stachel wieder seinen Glanz zurückgegeben und mit wirklich sehr gutem Essen (mit regionalen Zutaten) aufwarten können. Die stetig steigende Zahl der Gäste hat dies gezeigt.
Dass dann innerhalb kürzester Zeit ein Lebenswerk unter Anderem aus Profitgier zerstört wird, ist das Eine. Dass allerdings dann mittels einem (vorsichtig ausgedrückt) neutral gehaltenem Artikel nach einem neuen Pächter gesucht wird, der die gute fränkische Küche fortführen soll, das ist eine Frechheit.
Was hinter den Vorhängen noch ablief, mag ein Außenstehender nicht beurteilen können - Was jedoch zählt, ist das Ergebnis - sprich Essen - und das war mehr als ausgezeichnet!
Das ist wirklich eine Schande, dass wegen Meinungsverschiedenheiten 17 Angestellten die Kündigung ausgesprochen werden und der Pächter Insolvenz anmelden muss.
Dabei heißt es doch immer: Eigentum verpflichtet!
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28041953 (413 Kommentare) am 11.04.2013 17:48

@mase

Eine Insolvenz entsteht aus ganz gewissen Gründen und kommt nicht von heute auf morgen, auch kann eine Aufkündigung des Pachtvertrags nicht ausschlaggebend sein! traurig
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