publiziert: 03.02.2012 18:02 Uhr
aktualisiert: 03.02.2012 18:20 Uhr
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Standpunkt: Es muss ein Ruck durch Zell gehen

Es brodelt in Zell, und zwar heftig. Die Dienstwagen-Debatte ist aus dem Ruder gelaufen. Bürgermeisterin Anita Feuerbach trägt ihren Anteil daran, weil sie in einer sorgsam vorbereiteten Erklärung – und nicht etwa im Affekt – der Gemeinderatsmehrheit, die ihr kein Auto-Leasing gestatten wollte, „neidische, missgünstige Absicht“ unterstellt – und die Abstimmung eine „Schande für die Politik“ nennt. Das klingt arg nach schlechtem Verlieren. Auch der Fingerzeig auf Vorvorgänger Dieter Weidenhammer ist nicht von der feinen fairen Art, die die Bürgermeisterin für ihr Wirken gerne reklamiert.

Anderseits ist auch die Zeller SPD in ihren Reaktionen nicht zimperlich. Vor allem, wenn sie Feuerbach auf ihrer Homepage unter Verweis aufs Strafgesetzbuch zumindest indirekt dem Vorwurf der Bestechlichkeit aussetzt. Man muss die Leasing-Praxis via Gemeinde weiß Gott nicht gut finden, sie ist aber bayernweit gängige Praxis und bislang rechtlich nicht beanstandet worden.

Was also tun? Es muss ein Ruck durch Zell gehen, bevor weiter Porzellan zum Schaden der Gemeinde zerschlagen wird. Eine Entschuldigung der Bürgermeisterin für ihre Polemik könnte ein Anfang sein, Anita Feuerbach würde so Größe zeigen.

Aber das reicht nicht. Beide Seiten müssen an einen – öffentlichen – Tisch geholt und die Vorwürfe systematisch aufgearbeitet werden. Notfalls unter Mithilfe eines unabhängigen Mediators.

Von Michael Czygan michael.czygan@mainpost.de
    
    

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Die neuesten Kommentare

reutjo (1660 Kommentare) am 04.02.2012 01:27

echt.... ??

wird jetzt auch der sg. "Ur-Alt-Bürgermeister" Herr Dieter Weidenhammer ins Spiel
gebracht ?
Es kommt scheinbar öfters vor, dass sich (Ex-)"Polizeifamilien" gar nicht " grün " sind.
(0)
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