publiziert: 04.02.2010 17:52 Uhr
aktualisiert: 04.02.2010 18:15 Uhr
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Standpunkt: Jenseits aller Anstandsgrenzen

Zeitler greift Presse an – und disqualifiziert sich selbst

Dass Alt-Oberbürgermeister Klaus Zeitler (im Amt 1968 -1990) leicht die Zornesröte ins Gesicht steigt, ist bekannt. Ebenso, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt.

Mit seiner Verbalattacke vom Mittwochabend allerdings hat er alle Anstandsgrenzen weit überschritten. Es geht nicht primär um die Frage, wen er „Kaffern“ nennt – ob Zeitungsleute oder andere Zielpersonen seiner Wutausbrüche. Dass er diesen Begriff überhaupt in seinem Wortschatz führt – dies ist das eigentlich Erschütternde. In Südafrika ist der Gebrauch von „Kaffern“ als Schimpfwort gar verboten. Der Begriff bezeichnet ursprünglich – eher wertfrei – einige Völker des südlichen Afrika. Anders heute: Durch den negativen Gebrauch in Kolonialzeit und Apartheid ist die Titulierung als „Kaffern“ eine unmissverständlich rassistische Beleidigung.

Zeitler – er war zwischen SPD und Würzburger Liste auch bei den Republikanern zuhause – hat sie bewusst eingesetzt, um seinem Ärger über die Zeitung Luft zu machen. Mit seiner Entgleisung disqualifiziert er sich selbst am meisten. Dass ihm kein WL-Vertreter widersprach, wirft aber auch kein gutes Licht auf die Fraktion.

Von Andreas Jungbauer andreas.jungbauer@mainpost.de
    
    

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karlgraf (33 Kommentare) am 05.02.2010 16:57

War guter OB

Zeitler war 22 Jahre Oberbürgermeister - in dieser Zeit war er nicht schlecht. Seine Verirrung zu den Republikanern ist schlimm. Aber dennoch, auch mit seinen 80 Jahren ist er bei klarem Verstand und sein Ärger insbesondere über die Lokalredaktion verständlich. Was hier an Qualität abgeliefert wird ist oft schandmäßig - die Berichterstattung ist teilweise tendenziös. Es liegt wohl daran dass die Redaktionen personell ausgedünnt worden sind.Bezeichnend ist, dass die Main Post über die Tarifkonflikte im eigenen Haus (Leiharbeitsfirmen) nicht berichtet. Und - so empfindlich sollten die Berichterstatter auch nicht sein - auch sie holzen.
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steve67 (750 Kommentare) am 05.02.2010 10:51

Vielleicht

hat er ja inhaltlich, wenn auch nicht in der Wortwahl recht?
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heilig01 (8 Kommentare) am 05.02.2010 08:46

war der beste ob

man was regt man sich hier auf, wenn ein 80 jähriger mann etwas sagt das einigen nicht passt, als ob war er spitze und hat geholfen wo er konnte er war ansprechbar im vergleich zu einigen seiner nachfolger ,menschen machen halt in ihrer wut mal fehler!!!
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reutjo (1660 Kommentare) am 05.02.2010 08:05

Standpunkt hin Standpunkt her....

die Überschrift: 'Jenseits aller Anstandsgrenzen';
ist schon "schwer" !!!
'Grüss Gott' sagt(e) er immer.
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giraffe (479 Kommentare) am 04.02.2010 22:51

Kaffern

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