publiziert: 06.02.2012 17:01 Uhr
aktualisiert: 06.02.2012 17:27 Uhr
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Statt Café: Restaurant im Pavillon in der Spiegelstraße

„Ich beantrage namentliche Abstimmung“, forderte CSU-Mann Erich Felgenhauer im Bauausschuss des Stadtrates. Das ist eigentlich immer den ganz heiklen Projekten vorbehalten. Doch an einer eher marginalen Änderung beim Wohn- und Geschäftshauskomplex des Brunowerkes in der Spiegelstraße 2 bis 10 entzündeten sich wieder Debatten. Mancher Rat glaubte gar, der Bauherr verstoße gegen die ursprüngliche Genehmigung.

Anstelle des geplanten Cafés im historischen Pavillon und im Glasbau, der alte Substanz und neues Geschäftshaus verbindet, soll nun ein Restaurant eingebaut werden. Dafür braucht man unter anderem eine größere Küche und andere Kühlräume. Außerdem verschiebt sich eine Treppe als zweiter Rettungsweg in den Hofbereich. Im Erdgeschoss des Pavillons gibt es einen behindertengerechten Zugang, auch zu der Toilette, im ersten Stock ist das wegen der alten Bausubstanz nicht möglich, wie Stadtbaurat Christian Baumgart erläuterte.

Die CSU-Räte Willi Dürrnagel und Felgenhauer sahen in dem Projekt wie schon früher eine Verschandelung des Stadtbildes. Dieser Meinung folgten jedoch bei der Einzelabstimmung nur noch zwei weitere Räte: Mit 13 gegen vier Stimmen wurde die Änderung genehmigt.

ej
    
    

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Die neuesten Kommentare

karlgraf (33 Kommentare) am 07.02.2012 10:57

Computersimulation

Die im Bau- und Ordnungsausschuss gezeigte bildliche Darstellung des geplanten Bauwerks war ein gekonnter Versuch dem Gremium eine transparente Verbindung der beiden Gebäudeteile vorzugaukeln. Auf der Computersimultation war ein Baum hinter dem Gebäude eingezeichnet (Birke), Der Baum war auch im neu zu bauenden Verbindungsteil zu sehen. Daduch entstand der Eindruck, das Gebäude sei transparent, aus Glas. Bei näherem Betrachten, erkannte man, daß der Baum im Verbindungsteil ein anderer ist, als der im Hintergrund. Also eine "Zimmerlinde" im Gebäude suggerierte den Eindruck das gesamt Gebäude sei aus Glas. Herr Felgenhauer hatte Recht, als er sagte die Mauer sei aus Beton, und sie ist auch bereits fertig gestellt.

Karl Graf, Mitglied des Stadtrats
(1)
tapir (18 Kommentare) am 07.02.2012 13:08

dem kann ich mich nur anschließen!

Es ist eine wahre Katastrophe, was da für ein "Gebäude" hingestellt wurde! Der historische Pavillon wird von dem neu entstandenen Betonklotz regelrecht erdrückt! Wie wenig Vorstellungsvermögen braucht man eigentlich um so etwas vorher zu erkennen? Selbst auf den Fotos, die vorab in der MP veröffentlicht wurden war das schon zu sehen... dabei gab es so schöne Alternativen, mit weiterhin offenem Garten, einem Dach, welches dem Pavillon nachempfunden war, aber da fehlte dann wahrscheinlich doch am Ende die optimale Wirtschaftlichkeit. Wirtschaftlichkeit geht selbstverständlich vor Optik! So werden selbst die allerletzten erhaltenen wunderschönen Ecken in Würzburg geplättet... schade...
(2)
doeshoemernitgewissgekoenn (674 Kommentare) am 07.02.2012 20:44

Der Betonriegel wurde vor etwa drei Monaten errichtet

Als ich bei einem meiner Stadtspaziergänge neugierig in den Hof schaute, weil es mir schien, man baue von der Verbindungsgasse Kardinal-Döpfner-Platz zur Domerschulgasse einen Durchstich zum neuen Café am Pavillon in der Spiegelstraße, sah ich den bereits halbfertigen Betonriegel, der den Hinterhof wohl vor der Eroberung durch einen Panzer schützen soll. Ich kapiere nicht, was dieser Riegel für die Ewigkeit hier soll.
(0)
glaubt-nicht-alles (210 Kommentare) am 07.02.2012 08:55

Frage

Wohnt da nicht einer der beiden Herren im Hinterhaus? ich frag' ja nur mal ganz bescheiden. zwinkern
(0)
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