publiziert: 19.03.2009 13:02 Uhr
aktualisiert: 19.03.2009 13:03 Uhr
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Stehender Applaus für Winfried Schlüter

Pfarrer von St. Paul verabschiedet
  • Mit Lob und Dank wurde Kirchenrat Winfried Schlüter (Mitte) bei seiner Verabschiedung in St Paul überschüttet. Links: Regionalbischof Helmut Völkel, rechts: Dekan Günter Breitenbach.
    FOTO Franz Nickel
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(fcn) 20 Jahre lang beackerte Pfarrer Winfried Schlüter die religiösen Felder in der Gemeinde St. Paul. Darüber hinaus pflügte er als stellvertretender Dekan und Kirchenrat vor allem den ökumenischen Boden bis weit über die Stadtgrenzen hinaus. Nun wurde der redegewandte und humorvolle Seelsorger bei einem Festgottesdienst verabschiedet. „Ich sage leise Servus, bin dann mal weg, schauen wir mal“, sagte er sichtlich gerührt zu den Besuchern in der aus den Nähten platzenden Kirche. Ganz zur Ruhe setzt sich der 65-Jährige jedoch nicht, denn er bleibt weiterhin Ökumenebeauftragter im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg.

Scherzhaft meinte er, seine ebenfalls anwesenden Eltern Irmgard und Kurt „hielten ihre Hände über mich, damit mir im Städtle kein Leid geschieht“. In seiner Abschiedspredigt hob Schlüter hervor: „Die Bluttat von Winnenden darf uns nicht entmutigen. Im Gegenteil: Sie fordert uns heraus, kraftvoll den Pflug in die Hand zu nehmen, das Böse zu bannen und einer Kultur des Lebens den Boden zu bereiten.“

So leise sich Schlüter verabschiedete, umso lauter waren die Lob- und Dankeshymnen der Festredner. Regionalbischof Helmut Völkel bezeichnete ihn als „Mutmacher, wie wir ihn sehr gut brauchen können“. Dekan Günter Breitenbach betonte, Schlüter habe wie kaum ein anderer die Leitsätze „Fröhlich Christ sein“ und „Da sein, wo Gott uns hinstellt“ gelebt. Er las eine Urkunde vor, in dem Landesbischof Johannes Friedrich dem Pfarrer zum Abschied Dank und Anerkennung aussprach. Die Festgäste honorierten die Leistungen Schlüters mit stehendem Applaus.

Oberbürgermeister Georg Rosenthal nannte „theologische Klarheit, diplomatisches Geschick und gewinnende Herzlichkeit“ Schlüters auffallendste Eigenschaften. „Es freut mich, dass er weiterhin aktiv bleibt“, erklärte der Vorsitzende der Bürgervereinigung Heidingsfeld, Victor Heck. Generalvikar Karl Hillenbrand bezeichnete Schlüter als „Glücksfall für die Ökumene“.

    
    

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