aktualisiert: 16.04.2009 13:54 Uhr
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Würzburg
Straßenbahnlinie 6 zum Hubland: "Zukunftsreise" für mainpost.de-Leser
Mit der neuen Straßenbahn vom Barbarossaplatz zum Hubland
Wenn alles glatt läuft, dann könnte sie im Jahr 2016 fahren: die neue Straßenbahn von der Innenstadt zur Hubland-Uni. Wir laden unsere Leser ein – zur Trassentour mit der Linie 6.
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1. Start: Barbarossaplatz
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5. Balthasar-Neumann-Promenade
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9. Frauenlandplatz/Zu-Rhein-Straße
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2. Theaterstraße (West)
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3. Theaterstraße/Semmelstraße
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4. Weltkulturerbe Residenz
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6. Ottostraße/Ringpark
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7. Ringpark/Sieboldstraße
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8. Zeppelinstraße
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10. Wittelsbacherplatz
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11. Maurmeierstraße
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12. ZIEL: Am Galgenberg/Hubland
Es ist ein ungemein spannendes Projekt für die Stadtentwicklung.
Ein Quantensprung – nicht nur verkehrspolitischer Natur, sondern auch für den Wissenschafts- und Wohnstandort Würzburg.
Einmütig hat der Stadtrat bis dato die Überlegungen für eine neue Straßenbahnlinie von der Innenstadt zur Hubland-Universität und zum künftigen Stadtquartier auf den Ex-Leighton-Barracks vorangetrieben.
Noch vor der Sommerpause soll die Entscheidung über den Trassenverlauf der Linie 6 fallen.
Fallen werden später einige Bäume, wegfallen werden einige Parkplätze, Autofahrer werden – zu Gunsten der Straßenbahn – Einschränkungen hinnehmen müssen.
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(Für eine größere Ansicht auf die Grafik klicken.)
Um eine Vorstellung von der momentan favorisierten Trasse zu bekommen, laden wir unsere Leser heute zu einer „Zukunftsreise“ ein. Eine Viertelstunde für 4,5 Kilometer. Fahren Sie mit der Linie 6 vom Barbarossaplatz zur Hubland-Uni!
1 Barbarossaplatz:
Eingestiegen sind wir am Bahnhof. Über die Kaiserstraße erreichen wir den Barbarossaplatz: Hier – zwischen Juliusspital, Würzburger Hof, dem 2006 eröffneten Kentucky Fried Chicken und der Filiale der gerade Pleite gegangenen Woolworth-Kette – biegen wir nicht wie gewohnt rechts um die Kurve zur Juliuspromenade.
Für die Linie 6 steht die Weiche geradeaus Richtung Theaterstraße. Stört nur der riesige Stahl- und Glasschirm. Erst im Frühjahr 2000 dort aufgestellt (und von vielen nicht gerade als Zier empfunden) müsste der Schirm weichen. Alternativstandorte gesucht.
2 Theaterstraße:
Wir fahren im westlichen Abschnitt der Theaterstraße, vom Barbarossaplatz bis zur Eichhornstraße, durch ein neues Stück Fußgängerzone – heute noch als Einbahnstraße nutzbar.
Denn aufgrund der räumlichen Enge können dort zwar die Straba-Gleise mit eigenem Bahnkörper für die 2,40 Meter breiten Züge verlegt werden.
Für durchfahrende Autos ist dann aber kein Platz mehr – Anlieger- und Lieferverkehr ausgenommen. Wir stoppen an der Haltestelle (Normallänge 45 Meter) kurz vor der Einmündung von Eichhorn- und Semmelstraße.
3 Theater-/Semmelstraße:
Seit Jahren bemühen sich Geschäftsleute und Gastronomen um eine Aufwertung ihrer Semmelstraße – und: um eine bessere Anbindung an die Fußgängerzone.
Wenn nun eine Straßenbahn mit eigenem Gleiskörper vor dem Eingang zur Semmelstraße quert: Ist das eine neue Barriere? Wird man abgeschnitten? Oder tritt das Gegenteil ein: eine Sogwirkung durch die eigene Haltestelle?
Jedenfalls soll mit der Straba die unattraktive Asphaltwüste im Kreuzungsbereich von Theater-/Semmel-/Eichhornstraße deutlich verbessert werden. Fußgängerfreundlich und einladend.
4 Residenz:
Im weiteren Verlauf der Theaterstraße schauen wir aus der 6er Straba und stellen fest: Autos fahren zwischen Bürgerspital und Residenzplatz nur noch Richtung Innenstadt. Einbahnstraße!
Sonst wäre nicht genug Luft für die Straßenbahn. Oder man verzichtet hier auf einen eigenen Gleiskörper... Das wird teuer, denn dann gibt's keine Zuschüsse.
Dafür müsste der Autoverkehr weniger ausgebremst werden.
Das ist abzuwägen. Wir biegen an der Volksbank rechts um die Ecke: Haltestelle Residenz. Die Gleise laufen auf der Seite des Weltkulturerbes – und im Hintergrund viele Gespräche, um Ärger mit der Unesco zu vermeiden.
5 Balthasar-Neumann-Promenade:
Wir lassen die Residenz hinter uns und fahren den Hofgarten entlang Richtung Neubaukirche.
Als vierreihige Lindenallee (zwei Baumzeilen auf jeder Straßenseite) geht die Balthasar-Neumann-Promenade („Schwarze Promenade“) auf historische Vorbilder zurück.
Wobei auch die Sägen stetig wiederkehrten: 1890 wurden die alten Ulmen durch junge ersetzt. Als die Hälfte von ihnen krank war, wurden sie 1938 gefällt und frische Linden gepflanzt.
Die neue Straßenbahn hat hier ihren Preis: Eine der beiden mittleren Zeilen – je nach Lage der Gleise – muss weichen. Drei Reihen bleiben übrig.
6 Ottostraße/Ringpark:
Es geht durch die Ottostraße, vorbei am Kilianeum zum Justizzentrum. Auch hier muss gesägt werden: beide Baumreihen auf beiden Straßenseiten, falls zwei Autospuren bleiben sollen.
Oder nur eine Baumreihe – dann gibt es auch hier eine Einbahnstraße. Die Haltestelle „Neue Universität“ erreichen wir direkt vor dem alten Justizgebäude.
Viele wünschen sich von hier aus noch eine Straba-Spange zur Sanderstraße mit dortigem Anschluss an die bestehenden Gleise.
Dann wäre eine auch eine direkte Verbindung von Heidingsfeld ans Hubland möglich. Spannend die Frage: Wie kommt die Linie 6 durch den Ringpark?
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