publiziert: 13.10.2009 19:12 Uhr
aktualisiert: 13.10.2009 19:36 Uhr
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Theaterfassade hält nur bis 2010

Sanierung dringend erforderlich – Zuschussbedarf für städtische Bühne wächst

Auch wenn das Mainfranken Theater seit Jahren vom Förderkreis der „Rosenkavaliere“ großzügig unterstützt wird, finanziell auf Rosen gebettet ist die städtische Bühne keineswegs. Aktuell unterstützt die Stadt das Theater jährlich mit 5,5 Millionen Euro, ein Betrag der nach den Berechnungen aus dem Theater in den nächsten Jahren deutlich erhöht werden muss.

  • Die Sanierung der Außenfassade des Mainfranken Theaters ist sehr dringend. Ein Gutachten der Landesgewerbeanstalt bescheinigt ihr eine maximale „Lebensdauer“ bis zum Sommer 2010.
    FOTO Norbert Schwarzott
Bild von

Im Werkausschuss für das Mainfranken Theater wurde am Dienstag der Lagebericht zum Wirtschaftsplan der Bühne vorgelegt. Daraus geht hervor, dass für die Spielzeit 2010/11 eine Finanzierungslücke von 1.71 Millionen Euro erwartet wird. Grund hierfür sind die anstehenden Tarifverhandlungen für 2011, der Wegfall des Zuschusses vom Bezirk Unterfranken sowie der tendenzielle Rückgang des Sponsoring durch die Rosenkavaliere.

Für den städtischen Haushalt hat diese Prognose natürlich Folgen: Schon für das Jahr 2010 müsste der städtische Zuschuss um rund 880 000 Euro erhöht werden, für die Jahre danach hätte das Theater einen jährlichen Mehrbedarf – je nachdem wie die Tarifsteigerungen ausfallen – von „mindestens zwei Millionen Euro“, wie es im Wirtschaftsplan heißt.

Im Werkausschuss wurden zudem Rahmendaten für die dringend notwendige Generalsanierung des Theatergebäudes vorgelegt. Diese soll mit der Spielzeit 2011/12 beginnen.

Bis dahin soll die Frankenhalle als Übergangsspielstätte für das Theater umgebaut sein. Für Maßnahmen, die lediglich den Bestand erhalten, würde nach Berechnungen des Baureferats die Sanierung 8,9 Millionen Euro kosten.

Halbjährliche Überprüfung


Besonders dringend ist die Sanierung der Außenfassade. Ein Gutachten der Landesgewerbeanstalt bescheinigt ihr eine maximale „Lebensdauer“ bis zum Sommer 2010. Aufgrund ihres schlechten Zustands muss die Fassade bereits jetzt halbjährlich überprüft werden.

Neben der Minimalsanierung hat ein Würzburger Architekturbüro auch noch drei darüber hinaus gehende Möglichkeiten aufgezeigt: Der Neu- bzw- Umbau des Kassenbereichs in einem Ersatzbau würde zusätzlich 1,9 Millionen Euro kosten.

Eine zusätzliche Unterkellerung des Foyers, ohne Ausbau für die Kammerspiele, würde zusätzlich eine Million Euro verschlingen. Und wenn dazu noch ein Ausbau für die Kammerspiele mit Platz für 300 Besucher kommen sollte, würden noch einmal 3,3 Millionen Euro fällig.

Die Architekten haben auch darüber nachgedacht, wie teuer es wäre, das Theatergebäude um ein Geschoss aufzustocken: Hierfür müssten rund elf Millionen ausgegeben werden, was die Gesamtkosten auf 25 Millionen Euro anwachsen ließe.

Von unserem Redaktionsmitglied Karl-Georg Rötter
    
    

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Die neuesten Kommentare

steehawer (151 Kommentare) am 14.10.2009 21:13

Fass ohne Boden...

Hier hilft nur kürzen und sparen,keinesfalls ausbauen,die Sanierung der Frankenhalle für das Theater war schon ein Fehler.
Eigentlich bräuchte Würzburg doch gar kein Theater,deren Angestellte mit Weltniveaulöhnen und Abfindungen in der künstlerischen Bedeutungslosigkeit verschwinden,die Beschlüsse des Würzburger Stadtrats sind doch sehr oft Theater genug...
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steve67 (748 Kommentare) am 14.10.2009 11:33

5,5 Mio jährlich?

Ich wusste ja, dass das Theater ein Zuschußbetrieb ist, aber diese Dimension war mir dann doch nicht bewußt. Da muss ich doch glatt dafür plädieren das Ganze zu schließen. Wieviel % der Würzburger Bürger waren im letzten Jahr im Theater und bitte da keine Doppelzählungen? Kulturförderung hin oder her, aber 5,5 Mio, da ließen sich eine Menge sinnvoller Dinge tun die weitaus wichtiger sind als ein paar Künstler.Bitte prügeln Sie jetzt grinsen
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