publiziert: 02.11.2011 18:23 Uhr
aktualisiert: 02.11.2011 20:34 Uhr
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Theatermacher gewinnt gegen Universelles Leben

Das Landgericht lehnt einen UL-Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen die Werkstattbühne ab
  • Umstritten: Das Programmheft bleibt, wie es ist.
    Foto: Werkstattbühne
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An diesem Wochenende, Freitag, 4., bis Sonntag, 6. November, setzt sich die Werkstattbühne mit der Glaubensgemeinschaft „Das Universelle Leben Aller Kulturen Weltweit“, kurz: UL, auseinander (wir berichteten). Im Programmheft (Titel: „Die Posaune Gottes“) stellt Wolfgang Schulz, der Leiter die Bühne, einige seiner Überlegungen zum UL vor. Die Antwort kam rasch: erst drei Unterlassungs- und Verpflichtungserklärungen, die Schulz ablehnte, dann ein Antrag auf eine Einstweilige Verfügung. Das Landgericht sollte der Werkstattbühne 14 Aussagen im Heft verbieten.

Dolores Schömig, Richterin am Landgericht, hat den Antrag des UL am Mittwochnachmittag abgewiesen. In einer kurzfristig angesetzten mündlichen Verhandlung ging es vor allem um die Frage, ob der eingetragene Verein „Das Universelle Leben Aller Kulturen Weltweit“ die gleichnamige Glaubensgemeinschaft rechtlich vertreten könne. Hintergrund ist der Umstand, dass das UL nicht in einer juristisch greifbaren Weise organisiert ist. UL-Anwalt Christian Sailer erklärte, „die Betroffenheit der Glaubensgemeinschaft wird durch den Verein geltend gemacht“.

Das ist eine wackelige Rechtsposition. Denn die Glaubensgemeinschaft kennt keine Mitglieder, nur Gläubige. Die seien, stellte die Richterin in ihrem Beschluss fest, „nicht personifizierbar und näher individualisierbar“. Und weil das so sei, sei der Verein nicht ermächtigt, für die Betroffenen zu sprechen. Schömig bezieht sich damit auf einen Beschluss des Oberlandesgerichts Bamberg aus dem Jahr 2005. Da sprachen die Richter von der Glaubensgemeinschaft als einen „unüberschaubaren Personenkreis“ außerhalb des Mitgliederbestandes des gleichnamigen Vereins. Tatsächlich beantwortete Alfred Schulte, ein Mitglied des Vereinsvorstandes, Schömigs Frage nach der Zahl der UL-Gläubigen, er schätze sie in Deutschland auf 5000 und auf eine Million oder mehr weltweit. Der Verein habe etwa 500 Mitglieder.

UL-Anwalt Christian Sailer argumentierte mit Textpassagen aus Beschlüssen des Bundesverwaltungs- und Bundesverfassungsgerichts sowie mit einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin. Aber was der klagende UL-Verein bräuchte, um namens der Glaubensgemeinschaft gegen die Werkstattbühne vorgehen zu können – eine rechtliche Legitimation und eine Prozessführungsbefugnis – entnahm Schömig diesen Argumenten nicht.

Damit war die Prüfung der Programmheft-Texte auf ihren Wahrheitsgehalt ebenso erledigt wie die Frage, ob Schulz' Überlegungen gesetzlich geschützte Meinung und Kunst sind oder widerrechtliche Schmähungen.

Zu einer Stellungnahme gegenüber dieser Zeitung war UL-Vorstandsmitglied Schulte nicht bereit.

Von unserem Redaktionsmitglied Wolfgang Jung
    
    

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»Alle 34 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

biopilz (3 Kommentare) am 08.12.2011 08:58

oh oh die ulks...

siehe Universelles Leben - Aussteiger berichten
(1)
Berge (552 Kommentare) am 04.11.2011 16:20

Kartell

Beim UL handelt es sich nach den Strukturen nicht um eine Glaubensgemeinschaft,
sondern um ein knallhart agierendes Wirtschaftskartell mit christlichem Mäntelchen, das
nichts mit dem Urchristentum zu tun hat und jeden Kritiker mit seinen Anwälten jeden
Kritiker und Aussteiger mit seinen Anwälten verfolgt. Das UL verfolgt auch mit nahe-
stehenden Medienleuten eine Dauerschlammschlacht gegen die Kirche verträgt aber
nicht die geringste Kritik. Schon der Vergleich mit der Kirche ist eine freche Ablenkung, denn , man kann über sie sagen , was man will, aber keiner, der austritt, wird verfolgt
und diffamiert. Die Vertreter der Kirche sind jederzeit in der Öffentlichkeit fassbar, nicht
aber die selbsternannte Prophetin, die blinden Gehorsam für ihre abstrusen Offen-
barungen verlangt und sich hinter Stacheldraht und Sperranlagen verschanzt. Was hat
sie zu verbergen, dass sie sich nicht in der Öffentlichkeit zeigt und der Diskussion stellt
wie die Verteter der Kirche. Jesus war bei Zustimmung und Ablehnung bei den Menschen und nicht im Käfig.
(3)
robiner (189 Kommentare) am 04.11.2011 13:24

Das UL ist vorbildlich, was Umweltschutz, ökologische Landwirtschaft und Tierschutz betrifft!

Das UL ist vorbildlich hinsichtlich des Umweltschutzes, ökologischer Landwirtschaft und Tierschutz. Es ist nicht zu vergleichen mit den Scientologen, die nichts für die Umwelt und unsere Tiere tun, sondern nur teuere Seminare zur Gehirnwäsche verkaufen.
Wer gerne in einer christlichen Gemeinschaft leben möchte, sollte dies auch tun können. Es wird ja keiner gezwungen oder gar hingeprügelt.
Warum wird eigentlich nicht die katholische Kirche durch diesen "Theatermacher" Wolfgang Schulz ins Programm genommen????
Da könnte er sich z.B. mit den Kinderschändern in der katholischen Kirche befassen, die zahlreich sind und überhaupt keine Ausnahme sind.
Wolfgang Schulz könnte sich damit befassen, warum katholische Geistliche, die heimlich bis zu 3 Kinder haben können und diese von der katholischen Kirche auch finanziell unterstützt werden, aber nicht mehr unterstützt werden, wenn der Priester sich zu seinen Kindern bekennt.
Wolfgang Schulz könnte sich damit befassen, warum es für die Priester besser ist, öffentlich zu lügen (mit Wissen der KK), als wahrhaftig zu sein.
Wolfgang Schulz könnte sich damit befassen, warum Priester, die Kinder geschändet haben, einfach woanders hin versetzt wurden, wo sie weiterhin Kinder schänden konnten.
Wolfgang Schulz könnte sich damit befassen, warum die KK Kondome z.B. gerade in Afrika verbietet, wo soviele Kinder (zuviele - und nichts zu essen) geboren werden, die auch noch ihre Eltern verlieren, weil sie AIDS haben.
Wolfgang Schulz könnte sich befassen damit, warum z.B. in gerade christlichen Ländern wie Spanien, Ziegen vom Kirchturm geworfen werden, Stieren die Hörner mit brennbarem Material umbunden werden und dann angebrannt werden und dieser Stier dann bei lebendigem Leib und absolut in Panik und Schmerz verbrennt!
Oder der älteste Esel in einem spanischen Dorf von Betrunken hergenommen wird und zu Tode geritten wird. Das alles ist katholischer Brauch!!!!
Warum sagt die katholische Kirche nichts gegen die Massentierhaltung? Z.B., daß Schweine in Kastenständen gehalten werden. Es ist eine unglaubliche legale Tierquälerei. Und wenn ich sowas alles weiß, dann packt mich eine riesige Wut
über den katholischen Pöbel.

Ein UL, das absolut tierfreundlich ist, das Hecken anbaut für die Vögel und Wildtiere, das die 3-Felder-Wirtschaft betreibt, das keine Pestizide ausbringt, das keine Tiere tötet, ist mir tausendmal lieber als die verlogene katholische Kirche!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
(0)
robiner (189 Kommentare) am 04.11.2011 13:26

Übrigens - ich bin Atheist und somit mein eigener Guru

Übrigens - ich bin Atheist und somit mein eigener Guru
(0)
fam. feuerstein (2510 Kommentare) am 04.11.2011 12:12

Das UL soll ja eine herbe Sekte sein - da ist mal gut,

wenn die anmahnefreudigen Unterstützer dieser Sekte auch mal merken:

wer sich versucht ausserhalb des rechtlich sicheren Raumes zu etablieren,

der muss damit rechnen auch rechtlich nicht derart wahrgenommen zu werden
;-)

wie nunmal NICHT-Sekten wahr- und ernstgenommen werden...

Friedlich und Harmonie fördernd stellen wir uns doch viel anders vor... grinsen

Aber das wissen die schon selbst am schmerzhaftesten,

dass sie als Sekte nicht leisten wollen,

was sie von andern einfordern....

Insofern:

beleidigen sie sich nur selbst;-) und

führen sich einer Öffentlichkeit

höchst unschön vor !!!

Wie ein Bär, der sich am
eigenen
Nasenring durch die
Sekten-Arena zieht....
grinsen;-) grinsen
(0)
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