aktualisiert: 19.02.2012 20:09 Uhr
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WINTERHAUSEN
Turm von Sankt Nikolaus bleibt weiter Thema
Neuer Antrag: Kirche will nun vom Markt 20 Prozent der Sanierungskosten
Über die Kostenbeteiligung der Marktgemeinde an der Sanierung des Turmes der Sankt-Nikolaus-Kirche ist noch nicht entschieden. Urprünglich wollte der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über den Antrag, der, wie berichtet, für einige Unruhe gesorgt hatte, entscheiden.
Zwei Tage zuvor hat der Kirchenvorstand aber den Antrag, der bereits auf der Tagesordnung stand, zurück gezogen und gleichzeitig einen neuen eingereicht. Der wesentliche Unterschied zum ersten besteht darin, dass nun eine Größenordnung der finanziellen Beteiligung genannt wird, die man sich von der Marktgemeinde erwartet.
Schlussrechnung liegt vor
Wie Pfarrer Robert Foldenauer auf Anfrage berichtete, habe er sich noch einmal mit der Landeskirche in Verbindung gesetzt. Außerdem liege inzwischen die Schlussrechnung für die im September 2011 abgeschlossene Turmsanierung vor. Sie beläuft sich auf 319 000 Euro. Darin enthalten ist der von der Marktgemeinde übernommene 50-Prozent-Anteil für das statische Gutachten. Nach Abzug dieses Anteils würden ungefähr 310 000 Euro als Berechnungsgrundlage verbleiben. 20 Prozent davon beantragt die Kirche nun von der Marktgemeinde. Das sind rund 62 000 Euro. Von der Landeskirche sei das Signal gekommen, dass man auch eine Zahlung in fünf Jahresraten akzeptieren könnte.
Foldenauer betont auch, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, die Marktgemeinde die ganzen Kosten für die Turmsanierung übernehmen zu lassen. Man bestehe aber auf der Rechtspflicht zur finanziellen Beteiligung.
Vergoldete Uhr
Zu dieser gehöre auch, dass laut einer Baulastaufteilung die Marktgemeinde für die Uhr zuständig sei. Deshalb habe man den von ihr gezahlten Betrag für die Vergoldung der Zifferblätter nicht zur Minderung der Berechnungsgrundlage für den Zuschuss berücksichtigt. Es gehe nicht um die Uhr, sondern um die Substanzerhaltung des Turms, so der Pfarrer.
Er verwies bei dieser Gelegenheit noch einmal auf die prekäre Lage der Kirchengemeinde. Diese habe neben 100 000 Euro für das Langhaus auch 79 000 Euro für den Turm übernommen. Zudem sind noch auf Jahre hinaus Altschulden von der Sanierung des Kantoratsgebäudes abzuzahlen. Außer Spenden habe man keine andere Möglichkeit mehr zur Finanzierung noch offener Beträge.
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