publiziert: 16.01.2009 18:06 Uhr
aktualisiert: 16.01.2009 18:44 Uhr
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Über 80 000 Euro in einem Jahr

Förderkreis der Maria-Ward-Schwestern sammelte Spenden für Schulsanierung

So etwas kommt nicht alle Tage vor: Die rekordverdächtige Spendensumme von 80 576 Euro hat der Freundeskreis der Maria-Ward-Schwestern in nur einem Jahr gesammelt. Zugute kommt das Geld der Maria-Ward-Schule und dem Maria-Ward-Kindergarten, die mit Jahresbeginn in eine Stiftung überführt wurden.

  • Gruppenbild mit Riesen-Spendenscheck (von links): Schwester Cornelia Schüßler, Leiterin des Maria-Ward-Kindergartens, Schulleiter Peter Schreiner, Förderkreisvorsitzende Wilma Felfe, Schwester Oberin Carmen Irrgang, Angelika Geier und Arno Bengel (beide vom Förderkreis-Vorstand).
    FOTO Norbert Schwarzott
Bild von

Das war auch Anlass der Spendenaktion namens „Fit für die Zukunft“: Die Gebäude in der Annastraße, die von 580 Realschülerinnen und 115 Kindergartenkindern besucht werden, sollen „unbelastet“ in die Stiftung übernommen werden.

Deshalb steht noch die drei Millionen Euro teure Generalsanierung des 78 Jahre alten Schulgebäudes an, die in den Sommerferien beginnen soll.

Etwa eine Million hat – ebenso wie Staat und Diözese – der Orden der Maria-Ward-Schwestern aufzubringen. „Da kommt das Spendengeld sehr willkommen“, sagt Schwester Carmen Irrgarten, seit vergangenem September Oberin in Würzburg und Vorsitzende die Stiftungsrates.

Sie nahm von Wilma Felfe, Vorsitzende des Freundeskreises, den symbolischen Scheck im Rahmen eines kleinen Helferfestes entgegen.

Die Oberin ist „nicht nur wegen des finanziellen Erfolges“ dankbar, sondern auch wegen der deutlich gezeigten Verbundenheit zur Bildungseinrichtung, die es – auch bekannt als Institut der Englischen Fräulein – seit 1866 in Würzburg gibt.

Wie Felfe berichtet, wusste der 230 Mitglieder starke Freundeskreis am Anfang nur, dass man unter dem Motto „Fit für die Zukunft“ helfen wollte, aber nicht wusste, wie.

Erst das Gespräch mit einer professionellen Spendenwerberin zeigte den Weg. Man schrieb über 2000 Eltern und ehemalige Schülerinnen an und bat um Spenden.

Zudem brachten Feste und Aktionen sowie Benefizabende mit der Flamenco-Gruppe „Danzaluna“ und mit kulinarisch-musikalischen Genüssen von Chefkoch Alexander Wiesenegg und den „Fräuleins“ Geld in die Kasse.

„Über die Hälfte der 80 000 Euro kamen aus kleineren Spenden zusammen. Der Rest war eine Großspende sowie der Erlös aus den Aktionen“, freut sich Felfe über die breit Unterstützung.
 
„Ich denke, wir können stolz sein, das war ein tolles Jahr“, zieht sie zufrieden Bilanz und dankt allen Mitstreitern, Helfern und Spendern für ihren Einsatz. Spenden seien auch weiterhin willkommen.

Immer weniger Ordensschwestern


Die Aufnahme der Schule und des Kindergartens in die seit 2002 bestehende Maria-Ward-Stiftung, zu der auch zwei Schulen in Aschaffenburg gehören, soll mit einem Festakt im Mai offiziell gefeiert werden.

Grund zum Feiern haben die Schwestern des Ordens, der seit 2004 Congregatio Jesu heißt:

Denn durch die neue Trägerschaft bleibt der betrieb von Kindergarten und Schule langfristig gesichert und somit auch das Hauptanliegen der Ordensgründerin Maria Ward: Erziehung und Bildung auf Grundlage christlichen Glaubens.

Anlass für die Neuordnung ist die Entwicklung im Orden: Er hat immer weniger Schwestern. Neun sind es noch in Würzburg, so die Oberin, wobei nur noch zwei in der Schule aktiv sind und eine im Kindergarten.

Von unserem Redaktionsmitglied Holger Welsch
    
    

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