publiziert: 11.03.2010 16:13 Uhr
aktualisiert: 11.03.2010 17:37 Uhr
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Warmer Regen vom Kraftwerk

Zweckverband

5,86 Millionen Euro schüttet der Zweckverband Abfallwirtschaft im Raum Würzburg an seiner Mitglieder aus. Das entschied der Verbandsrat in seiner Sitzung vom Donnerstag.

Die Stadt Würzburg darf deshalb vom Müllheizkraftwerk einen warmen Regen von knapp 2,8 Millionen Euro erwarten. Die Landkreise Würzburg und Kitzingen freuen sich über 1,8 beziehungsweise 1,3 Millionen Euro zusätzlich.

Zusammengekommen ist der Betrag durch die günstige Zinsentwicklung der letzten Jahre. Die Darlehen für den Bau der dritten Ofenlinie und die anderen millionenschweren Investitionen am MHKW in den letzten Jahre kosteten deshalb deutlich weniger als ursprünglich kalkuliert.

Vor zwei Jahren hatte der Zweckverband den Mitgliedern schon einmal 8,25 Millionen Euro rückerstattet. Jetzt kommt der Nachschlag für die Jahr 2007 und 2008. Der MHKW-Betreiber steht so gut da, wie seit seiner Gründung in den 80er Jahren nicht. Im Jahr 2009 waren 19,5 Millionen Euro Darlehen getilgt worden.

Dem verbleibenden Schuldenstand von zwei Millionen Euro steht ein 11 Millionen Euro schweres Festgeldkonto gegenüber, auf dem Rücklagen für eine künftige Erneuerung der Anlage angespart werden. Mit Verbrennungsgebühren von 112 Euro pro Tonne Hausmüll gehört das Würzburger MHKW zudem im bayerischen Vergleich zu den günstigsten.

Wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg hat die Verbrennung von Restmüll aus drei Mittelfränkischen Landkreisen und von der schwäbischen Alb beigetragen, sagt Geschäftsleiter Ferdinand Kleppmann.

Die einzelnen Verbandsmitglieder gehen ganz unterschiedlich mit der Rückzahlung um. In Würzburg ist davon die Rede, den Betrag wie schon die letzte Rückzahlung in den allgemeinen Stadtsäckel zu stecken. Im Landkreis soll die gesamte Summe beim Müllabfuhrbetrieb bleiben, also den privaten Müllgebühren zugute kommen.

Im Landkreis Kitzingen hatte man die erste Rückzahlung ebenfalls auf den Gebührenhaushalt gut geschrieben.

Diesmal soll ein Großteil der zu erwartenden 1,3 Millionen in den allgemeinen Kreishaushalt fließen – vor allem wegen der teuren Schulsanierungen, die den Landkreis Kitzingen derzeit beschäftigen.

(meg)
    
    

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