aktualisiert: 02.02.2011 18:08 Uhr
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ESSFELD
Wohin mit der Eßfelder Feuerwehr?
Entscheidende Frage beim Thema Bürgerheim
Einigkeit herrschte im Gemeinderat darüber, dass im Bürgerheim Eßfeld eine „Dorfwirtschaft“ mit rund 50 Plätzen geschaffen werden soll (wir berichteten). Auseinander gingen die Meinungen aber, ob die Feuerwehr an ihrem bisherigen Standort bleibt oder in eine frei stehende Halle in Leichtbauweise umzieht. Rege diskutierte das Gremium auch, ob Duschen und Umkleiden für den Sportverein eingebaut werden sollen.
Dies lehnte Gemeinderat Norbert Lange ab. Er sah den TSV bezüglich dieser Nutzung „nicht in diesem Gebäude beheimatet“. Seiner Ansicht nach könnten die Sportler weiterhin im möglicherweise sanierten Sanitärbereich am Sportgelände duschen. Eine für alle Vereine nutzbare „Ersatzversammlungshalle“ hielt er jedoch für dringend notwendig. Außerdem sollte eine „ordentliche Küche“ eingebaut werden und die Feuerwehr genug Platz haben. „Über alles, was darüber hinausgeht, sollten wir uns ernsthaft Gedanken machen.“
„Ich wollte heute eigentlich nicht viel diskutieren“, fuhr Armin Kolb seinem Vorredner in die Parade. Aufgrund des TSV-Antrags aus dem Jahr 2005 war das Ziel ein Gebäude, „in dem alle Vereine und Organisationen unterkommen“. Er bezeichnete es als Vorteil, wenn auch Gymnastikgruppen im Bürgerheim duschen könnten.
Bürgermeister Helmut Krämer verteidigte die Ansicht von Lange. Wenn man nicht jetzt über diese große Baumaßnahme rede, wann dann?, fragte er. Die für ihn alles entscheidende Frage sei, ob die Feuerwehr bleibe, wo sie ist, oder ein neues Quartier für sie errichtet wird. Davon hänge auch das weitere Vorgehen in Bezug auf den TSV ab.
„Mich ärgert die ganze Diskussion“, sagte Maria Leutner. Nach ihren Worten sollte das Bürgerheim zukunftsweisend saniert werden. Michaela Schwenkert wies darauf hin, das Bürgerheim sei mit den Angeboten der Vereine „sehr gut ausgelastet“, werde für die Jugendarbeit genutzt und auch von den nicht organisierten Einwohnern. „Es soll eine Begegnungsstätte sein“, erklärte sie. Deshalb befürwortet sie es, den Sportverein hier zu integrieren. Allerdings waren auch ihr die aktuellen Kosten für das Projekt bei weitem zu hoch.
„Wir machen ein Fass auf, das wir vor drei Jahren nicht wollten.“Georg Kuhn Gemeinderat in Giebelstadt
„Vor 2013 ist es nicht machbar“, meinte Erni Aumüller, weil erst dann die realistische Möglichkeit besteht, aus dem Förderprogramm Dorferneuerung eine Finanzspritze von rund 100000 Euro zu bekommen.
Ulrich Pabst wies den in einigen Redebeiträgen geäußerten Vorwurf zurück, dass die bisherigen Planungen vergeblich gewesen seien. „Bei so hohen Kosten stehen auch die Eßfelder Vereine in der Verantwortung“, betonte er. Es sei „eindeutig“, dass der momentane finanzielle Aufwand von etwa 1,1 Millionen Euro zu teuer sei.
„Uns läuft das Geld davon“, fügte Georg Kuhn hinzu. Mit der neuen Halle für die Feuerwehr „machen wir ein Fass auf, das wir vor drei Jahren nicht wollten“. Er machte sich für eine „vernünftige Größe“ der Baumaßnahme stark und befürchtete, „nach leer stehenden Schulen könnte es vielleicht bald auch leer stehende Feuerwehrhäuser geben“.
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