publiziert: 03.07.2011 12:58 Uhr
aktualisiert: 03.07.2011 13:01 Uhr
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Würzburger Firmenlauf: Ein Phänomen bewegt Massen

Anmeldestopp für sechste Auflage am kommenden Mittwoch – 2500 Starter gehen auf 7,4-Kilometer-Strecke am Main
  • Organisator des Firmenlaufes: Alexander Fricke.
    Foto: A. Jungbauer
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Der Run bei den Anmeldungen war enorm: 2500 Hobbyläufer wollen am kommenden Mittwoch beim 6. Würzburger Firmenlauf „WÜ2Run“ an den Start gehen. Im Schatten von Residenzlauf, iWelt-Marathon und Gedächtnislauf hat er sich zur vierten großen Laufveranstaltung in Würzburg gemausert.

Dabei hat der Firmenlauf seinen ganz eigenen Charakter. Nicht Bestzeiten stehen im Vordergrund, sondern das Dabeisein im Team. Unternehmen und Verwaltungen nutzen den Lauf, um Mitarbeiter zu Sport und Bewegung zu animieren. Viele übernehmen die Startgebühren – je nach Eingang der Meldung zwischen 14 und 21 Euro. Oberbürgermeister Georg Rosenthal ist Schirmherr.

Organisiert wird die Veranstaltung in Alleinregie von dem promovierten Physiker Alexander Fricke. Er hat seine Schulzeit in Gerbrunn und Würzburg verbracht. Heute lebt der 46-Jährige in München und hat sich dort als Ein-Mann-GmbH auf die Ausrichtung von Sportveranstaltungen verlegt – wie den Halbmarathon, die Winterlaufserie, einen Triathlon, das Langstreckenschwimmen. Fricke ist selbst aktiver Sportler, hat als Triathlet den Ironman auf Hawaii bestritten und eine Marathonbestzeit von 2:41 Stunden vorzuweisen. Früher war er Schwimmer und Wasserballer beim SV 05 Würzburg.

Steter Teilnehmer-Zuwachs

Der Firmenlauf in Würzburg ist als Veranstalter sein einziger Event außerhalb der Landeshauptstadt. Von der wachsenden Resonanz ist Fricke selbst überwältigt: „Damit hätte ich nie gerechnet.“ Mit 330 Startern fing er 2006 an. Jahr für Jahr wurden es mehr: 800, 1400, 1750, 2150 Teilnehmer. Für die sechste Auflage am Mittwoch hat er vor gut zwei Wochen die Anmeldungen gestoppt.

Maximal 2500 will er auf die Strecke lassen. Aus logistischen Gründen. „Innerhalb von 15 Minuten kommen rund 1100 Läufer ins Ziel.“ Diese gilt es im Dallenberg-Freibad – hier sind Start und Ziel – zu kanalisieren. Fricke hat sich Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr überlegt. Da gab es teils gehörige Probleme und Kritik – an der unzureichenden Wasserversorgung an der Strecke und am Verkehrschaos. Einiges war zusammengekommen: Eine Baustelle auf der Adenauer-Brücke, dazu heißes Sommerwetter. Im Dallenberg-Freibad herrschte auch abends zur Startzeit des Laufes noch Hochbetrieb. So fehlten Parkplätze, massenweise trafen Läufer ein, während Badegäste abfuhren. Die Folge war ein Rückstau auf die Mergentheimer Straße.

Lehren aus Kritik im Vorjahr

Diesmal lassen die Wetterprognosen eine ähnliche Kollision nicht erwarten. Außerdem könnte der Start von 19.30 Uhr um eine halbe Stunde nach hinten geschoben werden. Die Laufstrecke: Vom Dalle geht es am Radweg entlang der Mergentheimer Straße zur Löwenbrücke, unter ihr durch und entlang der Saalgasse zur Alten Mainbrücke. Sie wird überquert und nach der Wendeschleife um den Vierröhrenbrunnen geht es die gleiche Route zurück – insgesamt 7,4 Kilometer. Die Schnellsten werden nach knapp 25 Minuten erwartet, die Letzten eine Stunde später.

Die Verpflegung an der Strecke hat Fricke aufgestockt. Die Wasserstelle vor der Löwenbrücke (betreut von der Wasserwacht) wird beidseitig angelegt, so dass der Läufer auf Hin- und Rückweg trinken kann. Der Autoverkehr in der Mergentheimer Straße wird nur zum Start für wenige Minuten an der Adenauer-Brücke gestoppt, ansonsten läuft er normal in beiden Richtungen. Dennoch appellierte Veranstalter Fricke an Teilnehmer und Besucher, mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad zu kommen oder ansonsten den Bereich zu umfahren.

Wer sich noch kurzfristig anmelden möchte: Wenige Rest-Startplätze gibt es im „Runner's Point“ in der Kaiserstraße, wo auch alle anderen Startnummern ausgegeben werden.

ONLINE-TIPP

Weitere Infos zum Firmenlauf: www.wue2run.de

Von unserem Redaktionsmitglied Andreas Jungbauer
    
    

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