aktualisiert: 21.02.2012 20:02 Uhr
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Zeitungs-Fasching: Olle Lamellen und ein als OB verkleideter OB
Faschingsempfang der Lokalredaktion: Rund 300 mehr und weniger prominente Gäste amüsierten sich bei Gesprächen, Freibier und Leberkäs
Verkleidungen gehören beim traditionellen Main-Post-Fasching dazu wie gute Laune, Wurscht und Bier. Das zeigte sich wieder am Faschingsdienstag, als rund 300 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Justiz, und Kultur sowie Freunde der Redaktion in kunterbunter Kostümierung die Räume in der Schönthalstraße bevölkerten.
Stadtbaurat Christian Baumgart schaffte es erneut, einen Top-Hingucker abzuliefern. In Anspielung auf die Lamellen-Affäre am Kulturspeicher trat er als Fensterputzer auf, mit einer Lamelle am Rücken. Eine mehrfache Steilvorlage für Spötter: Baumgart hätte die Lamelle besser mal vor dem Kopf getragen, lästerten die einen – dass in der Stadt nix vorangeht, weil der Stadtbaurat mit aufwändiger Kostümierung beschäftigt ist, die anderen.
Wer OB Georg Rosenthal als Zenzi von Schneizlreuth – erinnert sei an seinen umjubelter Auftritt bei der KaGe-Elferratssitzung – erwartet hatte, wurde überrascht: Der OB kam als OB. Im Anzug. Den Part der Zenzi übernahm eindrucksvoll Matthias Klingbeil von der Würzburger Hofbräu, die die Fete mit Freibier unterstützte. Zenzi schaffte es mit sechs gefüllten Maßkrügen in die Redaktion – und empfahl sich damit als Bedienung fürs nächste Kilianifest.
Ob Stadtkämmerer Christian Schuchardt mit seinem Rock schottische Sparsamkeit demonstrieren wollte, war nicht zu klären. Er bezeichnete seine Verkleidung als „meine Sofadecke“. „Und meine auch“ ergänzte Gattin Asa Peterson von der Mainfranken GmbH, die als Astronautin eingeflogen war. Die Schwedin konnte mit Landsleuten sprechen. Eine Delegation aus der Partnerstadt Umeaa, wo man Fasching gar nicht kennt, ließ sich vom fränkischen Kulturgut beeindrucken.
Stichwort Kulturgut: Unter den Gästen die fränkische Weinkönigin Sabine Ziegler, ihre designierte Nachfolgerin Melanie Dietrich sowie nahezu die komplette Karnevalsprominenz, angeführt vom Würzburger Prinzenpaar Claudia IV. und Armin I. und dem Giemaulpaar Jürgen und Birgit Zapf. Vertreter fast aller Würzburger Karnevalsgesellschaften feierten mit, dazu spielte die Ranzengarde der KaGe Elferrat auf.
Die politische Prominenz führten MdB Paul Lehrieder und Landtagspräsidentin Barbara Stamm an. Außerdem gesehen: MdL Manfred Ländner, Landrat Eberhard Nuß sowie Stadt- und Kreisräte aller Couleur in unterschiedlicher Maskierung. Bewunderung fand vor allem ein Mönchskostüm ob seiner täuschenden Echtheit. Der Witz: es war echt, der Gast ein benachbarter Franziskanermönch.
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»Alle 13 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare
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reutjo (1660 Kommentare) am 22.02.2012 23:11
eine " olle Lamelle " am 21.02. wird am 22.02.einen Tag später zum "Bock des Jahres" für das Würzburger Baureferatin der Berichterstattung. tja... so schnell dreht sich alles! |
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1934 (198 Kommentare) am 22.02.2012 21:51
.... heute mit Vertreternaus Politik, Wirtschaft und Justiz gesoffen, gefuttert und sonst noch was gemacht und morgen sitzen alle MP-Reakteure an ihren Schreibtischen und sind wieder ganz sachliche und neutrale Demokratiewächter, die darauf aufpassen wollen, dass keiner aus Politik, Wirtschaft und Justiz seine Macht missbraucht.Nein, selbstverständlich ist dem nicht so. Und wer die Mainpost aufmerksam liest, der weiß das auch. Die Mainpost ist weder überparteilich noch sachlich, wenn es um richtige Skandale geht, wie z. B. die Lamellen-Affäre des Herrn Stadtbaurat Baumgart. Solche Dinge werden nicht in der Öffentlichkeit beschrieben, sondern bei Wurscht und Bier in der MP-Redaktion geklärt. Das war auch Ex-Bundespräsident Wulff so gewohnt und hat deshalb bei der Bild-Zeitung angerufen. Wer weiß, wer morgen bei der MP-Redaktion anruft? |
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Frank71 (87 Kommentare) am 22.02.2012 13:51
Der Christian Wulff...... wäre sicherlich auch gern gekommen. |
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steve67 (750 Kommentare) am 22.02.2012 11:03
ObBaumgarts Verkleidung jetzt von großer Selbstironie oder von Geringschätzung der Bevölkerung Würzburgs und großer Überheblichkeit zeugt sei mal dahin gestellt. Ich tippe eher auf Zweiteres. |
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Sonntagskind (263 Kommentare) am 22.02.2012 10:30
UrlaubHoffentlich hatten all diese "Herrschaften" im Fasching Urlaub genommen unn nicht gemeint, dieser Unsinn gehöre zu ihrem Arbeitsalltag. Sonst müßten wir uns fragen, ob wir das von Steuergeldern auch noch zahlen sollen. |
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