publiziert: 21.08.2011 16:53 Uhr
aktualisiert: 21.08.2011 17:28 Uhr
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Ziel: Freiburger Verhältnisse in Würzburg

Erstes Würzburger (Elektro-)Fahrrad-Stadtfest der Grünen fand regen Anklang
  • Werbung für das E-Bike: Würzburgs Grüne mit ihrem Kreisvorsitzenden Patrick Friedl (Mitte) und Stadträtin Barbara Lehrieder (2. von links) wollen Dampf machen für eine Fahrradstadt Würzburg.
    Foto: Mechtild Buck
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Auf dem Weg zu einer echten Fahrradstadt hat Würzburg aufzuholen und noch eine ordentliche Strecke zurückzulegen. Politisch wollen die Grünen dabei Gas geben – besser gesagt in die Pedale treten. Am Samstag haben sie zum ersten Würzburger (Elektro-)Fahrrad-Stadtfest eingeladen. Im Mittelpunkt stand das Elektrobike, das so genannte Pedelec. Viele nutzten die Gelegenheit zur Information und zum Ausprobieren.

Das Radsporthaus Schuster, das Erthal Sozialwerk Fahrradstation und Bike World Brand hatten ihre Elektrofahrräder für Testfahrten zur Verfügung gestellt. Vom Vierröhrenbrunnen über die Alte Mainbrücke bis zum Mainviertel erstreckte sich das Fest und bot eine Vielzahl von Info- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die Fahrradhändler informierten über E-Räder, Bündnis90/Die Grünen über ihre Pläne zum Ausbau des Radwegenetzes in Würzburg, und auch der Würzburger E-Bike Club war präsent. Für Kurzweil sorgten Zauberkünstler Flo...Magic, Jongleur Klaus Mayr und Musiker Andreas Kümmert.

    
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Elektrofahrradstadtfest
Würzburg
20.August 2011
    

„Elektromobilität mit dem Rad wird ein wesentlicher Baustein des Verkehrs werden. Würzburg soll einen richtigen Aufschwung nehmen, was Fahrradfahren angeht“, betonte Grünen-Kreisvorsitzender Patrick Friedl zur Eröffnung. Weniger als zehn Prozent des Verkehrsaufkommens entfallen in Würzburg zur Zeit auf das Fahrrad. In anderen Städten wie Freiburg, Münster oder Kopenhagen sind es über 30 Prozent. Solche Zahlen wünscht sich Friedl auch für Würzburg. Dazu fehle hier aber ein durchgängiges Radwegenetz. Deshalb hat die Partei einen Flyer gedruckt. Darin wird die Bevölkerung auffordert, ihre Ideen zur Verwirklichung der Fahrradstadt Würzburg mitzuteilen.

Durch den autofreien Tag 2009 war Friedl selbst zum Elektrorad gekommen. Beim Erthal Sozialwerk hatte er ein solches Rad Probe gefahren und war sofort hellauf begeistert. Daraus erwuchs die Idee zu einem (Elektro-)Fahrrad-Stadtfest. Bei der Durchführung wurde Friedl von Stadträtin und Grünen-Geschäftsführerin Barbara Lehrieder und den Vorstandsmitgliedern Klaus Honsel und Matthias Rögele unterstützt.

Gerade für Würzburg mit seiner Tallage sei das Elektrorad eine Alternative zum herkömmlichen Fahrrad. Es bietet die Möglichkeit, auch aus Stadtteilen und Vororten Höchberg oder Gerbrunn mit dem Rad in die Stadtmitte und zurück zu kommen – fast ohne zu schwitzen. „Das Elektrorad bietet den Ausgleich zwischen angenehmer eigener Bewegung an der frischen Luft und einem Elektromotor zur leichten Bewältigung von Steigungen“, schwärmt Friedl.

Gerhard Schuster vom gleichnamigen Radsporthaus sieht eine positiven Trend: „Wir verkaufen Elektro-Bikes nicht nur an Senioren. Mittlerweile habe wir auch Falträder für Campingfreunde und sportliche Bikes im Programm.“ Ein qualitativ hochwertiges Elektrofahrrad bekommt man ab 2000 Euro. Die Fahrräder haben ein Gewicht von 21 bis 26 Kilo und eine Akku-Reichweite von 100 bis 140 Kilometer. Vier bis sechs Stunden Aufladezeit für die Akkus sind normal. Neu: Öl-Hydraulikbremsen, bei denen nur alle zwei Jahre neue Bremsbeläge nötig sind.

Für Urlauber vermietet der Reiseanbieter Movelo, bei dem Würzburg mit mehreren Stationen angeschlossen ist, Elektrofahrräder und Akkus für eine Radreise. An den Stationen können die Akkus ausgetauscht werden, so dass Ladezeiten entfallen.

Von unserer Mitarbeiterin Mechtild Buck
    
    

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»Alle 7 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

stoertebeker (694 Kommentare) am 21.08.2011 21:09

neue Modewelle

Auch die Fahrradindustrie lebt von Modewellen, dieses ist eine.....
Anschaffung und Akkuersatzkosten stehen in keiner Relation, diese Räder sind solo kaum fahrbar. Für die meisten Fahrradhalter sind sie einfach zu schwer. Dann kann ich gleich die Straba nehmen, um in die Stadt zu fahren und bin noch vor den Wetterunbillen geschützt.
(0)
reutjo (1555 Kommentare) am 21.08.2011 23:32

mhm.... zu schwer ?? @ "stoertebeker"

wie der Name schon sagt: ' Fahrrad ' ....; nicht: ' Tragrad '... oder ?

Die im Artikel genannte Reichweite von bis zu 140 km mit einer Akku-
Ladung, halte ich für reichlich übertrieben. 50-60 Km, wenn ein paar
Steigungen in der Stadt mit dabei sind, dann ist der Akku nur auf Stufe 1
gefahren ..... LEER !!
Aber sonst, is es einfach prima ..... vorallem in der Stadt.
(0)
Gartenfutzi (67 Kommentare) am 22.08.2011 08:32

Man muss nicht

nach Freiburg schauen, Erlangen ist eine Fahrrad Stadt und auch
als Fußgänger sehr schön.
(0)
meeviertel (143 Kommentare) am 22.08.2011 17:00

Würzburg ist weder noch...

...Autofahrer-, Fußgänger- Radfahrer-Stadt. Wenn schon das schöne Freiburg als Vorbild herhalten muss, dann sollte man gleich mit einer Maßnahme anfangen: Kein Radfahren in der Fußgängerzone. Absteigen und schieben! Radfahrer auf der Alten Mainbrücke sind für Fußgänger eine bedrohliche Zumutung.
(1)
unbekannt (29 Kommentare) am 22.08.2011 22:07

meeviertel

lächerlich, man muß gezielt die Fußgänger beobachten (gott sei dank nicht alle),vor allem die Älteren die nehmen die ganze Strasse und den Gesteig in Anspruch, vielleicht bei vielen Alterstarrsinn .Gehöre auch zu den älteren Würzburgern aber bin froh nicht so egoistisch zu denken.
(1)
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