publiziert: 05.07.2011 17:07 Uhr
aktualisiert: 06.07.2011 11:03 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text EIBELSTADT
iWelt AG: Ein Leuchtturm in der Datenflut

Die Eibelstadter iWelt AG wuchs aus einer Fachabteilung des Robert-Krick-Verlags
  • Blickfang: Hinter der futuristischen Fassade im Eibelstadter Gewerbegebiet Mainpark sind die iWelt AG und die übrigen Töchter der Krick-Unternehmensfamilie zu Hause.
    Foto: iWelt
  • Nervenzentrum: Der Serverraum ist das Hirn der iWelt AG. Hier werden nicht nur Millionen Telefonbuch-Einträge gespeichert, sondern auch die Daten der Kunden bis hin zu deren eigenen Server.
    Foto: iWELT
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Im Jahr 2000 wurde die iWelt AG als Tochter der Krick-Unternehmensfamilie aus der Taufe gehoben. Es war die Zeit, als viele Internetfirmen ins Trudeln geraten waren. Während viele von ihnen längst von der Bildfläche verschwanden, schreibt die iWelt AG nach mehr als zehn Jahren noch immer Erfolgsgeschichte.

Seit man als Titelsponsor des Würzburger Stadtmarathons auftritt, wurde aus dem IT-Dienstleister sogar ein weithin bekanntes Unternehmen. Mit mittlerweile rund 60 Mitarbeitern arbeitet die iWelt AG im futuristischen Bürogebäude vor den Toren Eibelstadts. Bei der öffentlich zugänglichen Hausmesse am 14. Juli ist diesmal sogar der bundesweit bekannte Blogger und Autor Sascha Lobo zu Gast.

Die Geschäftsidee zur Gründung der iWelt AG stammt aus den späten 80er Jahren. Für die Herstellung von Telefonbüchern müssen beim Robert Krick Verlag große Datenmengen verwaltet und verarbeitet werden – ohne leistungsfähige Computertechnik war das schon damals kaum vorstellbar.

Verleger Klaus-Dinkar Mapara erkannte früh, dass es für das Know-how, das sich seine Mitarbeiter dabei angeeignet hatten, auch außerhalb des eigenen Unternehmens einen Markt gibt. Er baute die Fachabteilung für Informationsverarbeitung deshalb bereits mit dem Ziel auf, daraus ein neues Geschäftsfeld zu entwickeln. Hans Stolz, einer der ersten Mitarbeiter, ist heute Vorstand der iWelt AG.

Wirtschaftliches Rückgrat der neuen Aktiengesellschaft war und ist die Dienstleistung in der Unternehmensfamilie, sagt Lars Steffen, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der iWelt AG. Im Vordergrund stehen die acht überregionalen und 83 örtlichen Telefonbücher, die der Krick-Verlag pro Jahr herausgibt.

Dahinter stehen fünf Millionen einzelne Telefonbucheinträge sowie 220 000 Anzeigen und Logos von gewerblichen Kunden, die verwaltet und für das Internet-Angebot taggenau aktualisiert werden müssen. Sie laufen gemeinsam mit den Daten anderer Telefonbuchverlage auf gemeinsamen Internet-Seiten zusammen. Der Nutzer merkt gar nicht, auf die Daten welches Anbieters er dabei zugreift.

Voraussetzung dafür sind leistungsfähige Server und eine schnelle Breitband-Anbindung. Da bot es sich an, die ohnehin vorhandenen, technischen Grundlagen auch externen Kunden zur Verfügung zu stellen, sagt Lars Steffen. Mit der Software-Sparte verhält es sich ähnlich. Am Anfang standen hausinterne Aufgaben, für die es keine Lösung von der Stange gab. Heute schmiedet die iWelt AG Software nach Kundenwunsch.

Internet-Auftritte von der Konzeption bis zur Umsetzung komplexer Online-Shops ist gegenwärtig ein Schwerpunkt; ein weiterer die Programmierung für sogenannte Smartphones.

Trotz der scheinbaren Grenzenlosigkeit des Internets versteht sich die iWelt AG dabei als regionaler Anbieter. Persönliche Kundenbeziehungen seien wichtig, sagt Lars Steffen. Auf diese Weise könne sich die iWelt gut gegen Billiganbieter am Markt behaupten – „Unseren Kunden ist es wert, zu wissen, wo ihre Daten gespeichert sind, und wer sie pflegt“, so Steffen.

Ein Wachstumsmarkt sei gegenwärtig der Bereich Online-Shops. Immer mehr entdecken auch mittlere und kleine Unternehmen das Internet als Plattform für die Vermarktung ihrer Produkt, so der Unternehmenssprecher. Die Zeichen bei der iWelt stehen deshalb weiterhin auf einem Ausbau des externen Geschäfts. Überstürzt wachsen will man aber auch in Zukunft nicht.

iWelt-Hausmesse

Messe für IT und Kommunikation nennt die iWelt AG ihre öffentliche Hausmesse am 14. Juli am Firmensitz im Mainparkring 4 in Eibelstadt.

Prominentester Gast ist der Berliner Blogger und Internet-Autor Sascha Lobo (Foto: dpa). Um 11.30 Uhr spricht er zum Thema „Wie das Netz die Welt verändert – vom Kontrollverlust bis zur digitalen Gesellschaft.“

Die übrigen Vorträge befassen sich mit vielen Themen rund um das Internet, Facebook und Twitter. Außerdem stellt der Blogger und Eigentümer von Hotel Schloss Zeilitzheim, Alexander von Halem, vor, wie er im Berufsalltag soziale Netzwerke nutzt (Beginn 15 Uhr).

Weitere Informationen im Internet unter www.iwelt.de.

Von unserem Redaktionsmitglied Gerhard Meissner
    
    

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