Residenzlauf

29. April 2012
Residenzlauf Würzburg
    
publiziert: 31.03.2011 16:55 Uhr
aktualisiert: 13.04.2011 10:11 Uhr
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Residenzlauf: Weltklasse läuft in Würzburg

Erlesenes Starterfeld am 17. April – Montag Voranmeldeschluss
  • Flotte Frau: Grace Kwamboka Momanyi, Siegerin der letzten beiden Jahre, soll am 17. April beim Residenzlauf wieder dabei sein.
    Foto: Schwarzott
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Der Höhepunkt kommt immer zum Schluss – zumindest beim Würzburger Residenzlauf und natürlich aus rein sportlicher Sicht betrachtet. Deswegen heißt der abschließende Wettbewerb auch „Lauf der Asse“. Und der macht bei der 23. Auflage der Lauf-Runden um das Weltkulturerbe am Sonntag, 17. April, seinem Namen wieder einmal alle Ehre.

Dass in gut drei Wochen mit Leonard Komon der Weltrekordler im 10-Kilometer-Straßenlauf in Würzburg die Schuhe schnüren wird, steht schon seit längerem fest (wir berichteten). Der Kenianer war diese Strecke am 26. September 2010 im niederländischen Utrecht in fantastischen 26:44 Minuten gelaufen und damit 17 Sekunden schneller als der weltweit Schnellste zuvor. Eine solche Zeit ist in Würzburg unmöglich zu schaffen, dafür ist der Vier-Runden-Kurs mit seinen leichten Steigungen und den teils engen Kurven einfach zu schwer. Aber nach etwa 27:30 Minuten soll Komon laut Plan von Alfred Langenbrunner, dem Sportlichen Leiter des Residenzlaufes, schon im Ziel ankommen – und damit einen neuen Streckenrekord aufstellen.

Der wird bislang von Komons Landsmann Moses Kigen gehalten und steht bei 27:48 Minuten. „Das schafft der Komon“, sagt Langenbrunner im Brustton der Überzeugung. Zumal Langenbrunners rechte Hand, der Berliner Athletenbetreuer Christoph Kopp, schon dafür sorgen wird, dass dem Weltrekordler zur Unterstützung zwei, drei Läufer zur Seite gestellt werden, die zehn Kilometer auf der Straße ebenfalls unter 28 Minuten laufen können. Einer davon ist der Kenianer Jacob Cheshari (Bestzeit 27:43 Minuten). Der 22-Jährige zeigte schon im Vorjahr, dass ihm die Strecke in Würzburg liegt. In 27:56 Minuten landete er dort einen souveränen Sieg.

Schnellste Frau des Vorjahres war Chesharis Landsfrau Grace Kwamboka Momanyi. In 31:34 Minuten lief sie damals bis auf vier Sekunden an den von der Äthiopierin Wude Yimer im Jahr 2006 aufgestellten Streckenrekord (31:30) heran. Diesmal soll die Bestleistung fallen. Entweder durch Momanyi selbst – „Wir haben bei ihr angefragt, die Zusage fehlt aber noch“ (Langenbrunner) – oder durch ihre Landsfrau Emily Chebet. Die Weltmeisterin des Vorjahres im Crosslauf (im polnischen Bydgoszcz) rannte am 12. Juni letzten Jahres zehn Kilometer auf New Yorks Straßen in 31:13 Minuten. Die 25-Jährige dürfte also in jedem Fall für einen neuen Streckenrekord gut sein.

Keinen neuen Rekord wird es beim Residenzlauf dagegen bei der Teilnehmerzahl geben. Bis zum Mittwoch dieser Woche hatten sich 3459 Personen für die sieben offiziellen und die vier Läufe der Schulen angemeldet. Das sind knapp 2000 weniger als noch vor Jahresfrist. Wobei dieser Rückgang ausschließlich dem „Lauf der Schulen und Kindergärten“ geschuldet ist. Grund: In diesem Jahr fällt der Residenzlauf-Termin auf das erste Wochenende der Osterferien. Für Organisations-Chef Peter Müller-Reichart ist es „absolut verständlich“, dass sich deshalb die Teilnehmerzahl für den Lauf der Schulen in etwa halbiert hat. Ein Extra-Lob verteilt er an all die Lehrer, die es trotzdem geschafft hätten, ihre Klassen in Vorjahresstärke für einen Start zu motivieren.

„Überhaupt keine Sorgen“ macht sich Müller-Reichart wegen der Zahl der Gesamt-Teilnehmer, „die sich wohl bei 4500 einpendeln“ werde (im Vorjahr waren es noch 7029). „Uns war die Qualität schon immer wichtiger als die Quantität“, sagt der Organisations-Chef – und für Letztere könne er auch in diesem Jahr garantieren. „Es wird wieder ein rundes Programm. Ein Fest für die Familie in Kombination mit Spitzensport“, verspricht Müller-Reichart. Und ein paar Neuerungen hat er kurz vor dem Voranmeldeschluss am Montag, 4. April, auch parat. So wird es erstmals einen Klettergarten auf dem Residenzplatz geben, außerdem werden 25 Physiotherapeuten des Bildungszentrums Bad Mergentheim in einem eigenen Zelt die müden Muskeln der Läuferinnen und Läufer durchkneten.

ONLINE-TIPP

Bis Montag, 4. April, kann man sich für den Residenzlauf voranmelden. Wer danach noch mitmachen will, muss bis zum Veranstaltungstag warten und 5 bzw. 3 Euro (Jugend/Schüler) Nachmeldegebühr extra berappen. Mehr Informationen und Anmeldung unter: www.residenzlauf.de

Von unserem Redaktionsmitglied Günther Schwärzer
    
    

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