Residenzlauf

aktualisiert: 17.04.2011 20:29 Uhr
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WÜRZBURG
Residenzlauf lockt auch ungeübte Neulinge an
Viel Beifall auch für „Gesundheits-Geher“
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Fitness und Spaß: Mit 122 Läufern stellte das Impuls Reha- und Gesundheitszentrum beim Hobbylauf eine der größten Gruppen.Foto: N. Schwarzott -
Premiere: Rosemarie und Torsten Betzel gingen die 2,5 Kilometer in schnellem Schritttempo.Fotos (2): Franz Nickel -
Auch Günter Wydra überwand den „inneren Schweinehund“.
Der Residenzlauf schreibt jedes Jahr so viele Geschichten wie Teilnehmer starten. Während kenianische Asse versuchen, den Streckenrekord zu unterbieten, gibt es auch Untrainierte, die zum ersten Mal bei so einem Rennen die Schnürsenkel binden. Der 52-jährige Günter Wydra erfuhr erst drei Tage zuvor von seinem Start, sein Sohn hatte ihn ohne zu fragen angemeldet. „Ich will einfach am Ziel ankommen“, lautete deshalb seine Devise.
18 Minuten und drei Sekunden später hatte sich Wydras Wunsch erfüllt: Nach Luft ringend stand er hinter der Ziellinie, sah dabei dennoch zufrieden aus. „Die Beine tun ein bisschen weh, aber sonst ist alles okay.“ Positiv überrascht war von seiner unerwartet schnellen Laufzeit. „Noch viel besser finde ich es, dass ich nur einmal für 100 Meter eine Verschnaufpause einlegen musste.“
Bisher machte der aus Bad Hersfeld stammende 52-Jährige nur ab und zu Nordic Walking. „Wenn ich jemals wieder an einem Rennen teilnehme, dann werde ich zuvor etwas dafür tun“, sagte er. Als er erfuhr, dass sein 16-jähriger Sprössling Christoph schon nach 13:25 Minuten die Ziellinie überquert hatte, bekam er große Augen und nickte ihm anerkennend zu.
Etwas geruhsamer ließ es Rosemarie Betzel aus Eibelstadt angehen. Die 63-Jährige ging von Anfang an im schnellen Schritttempo. „Ich wollte wissen, ob ich das schaffe“, begründete sie ihre Teilnahme. Zweimal pro Woche walkt sie etwa 40 Minuten lang am Main. „Für mich spielte auch das Gemeinschaftserlebnis eine Rolle“, sie gehörte zur mit 122 Mitgliedern größten Gruppe vom Impuls Reha- und Gesundheitszentrum.
Premiere feierte ebenfalls ihr Ehemann Torsten Betzel. Als er auf die Teilnahme angesprochen wurde, sagte 69-Jährige spontan zu. „Ich freue mich, dass ich im hohen Alter beschwerdefrei die 2,5 Kilometer flott gehen konnte“, zog er kurz danach ein positives Fazit. „Ich habe die Strecke genossen“, fügte er hinzu. Die Startnummer an seinem T-Shirt „habe ich nicht so ernst genommen, schließlich war mir die benötigte Zeit völlig egal.“
„Insgeheim rechnete ich schon damit, dass wir die größte Gruppe stellen werden“, meinte Anton Högele vom Impuls-Rehazentrum. Im vergangenen Jahr schnürten 30 Mitarbeiter die Laufschuhe, aufgrund der guten Stimmung wollten sie nun auch Kunden und Freunde mit ins Boot holen. Mittendrin statt nur dabei waren unter anderem Mitglieder der Herz-Sport-Gruppe. „Im Vordergrund stehen Spaß, Freude und Bewegung.“ Aber auch der soziale Aspekt soll nicht zu kurz kommen, darum gab es nach dem Hauptlauf eine gemeinsame Grillparty.
Obwohl heuer wegen der Ferien ein Teilnahme-Schwund bei den Schüler zu verzeichnen war, bewertete Chef-Organisator Peter Müller-Reichart die Zahl der 2031 Mädchen und Jungen im Schüler-Lauf als „großartig“. Ganz begeistert war er auch, dass erneut sogar Dreijährige mit ihren Eltern ins Rennen gingen.
ONLINE-TIPP
Bilder und mehr im Internet unter http://www.mainpost.de/residenzlauf
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