Kiliani-Volksfest

aktualisiert: 01.07.2011 17:14 Uhr
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WÜRZBURG
Kiliani-Volksfest startet erst am 8. Juli
Die kirchliche Wallfahrtswoche beginnt schon an diesem Wochenende mit der Reliquienprozession
In diesem Jahr wird vieles anders sein in der Kiliani-Zeit. Die Jahre zuvor lagen Volksfest auf der Würzburger Talavera, Verkaufsmesse auf dem Marktplatz und die kirchliche Wallfahrtswoche zu Ehren der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan im gleichen Zeitraum: Beginnend in der Woche vor dem Tag des irischen Heiligen am 8. Juli im Jahreskalender. Also müssten eigentlich kirchliches Fest und weltliches Fest gleichermaßen in dieser Woche starten. Doch das ist eben heuer nicht so.
Die Wallfahrtswoche beginnt bereits am Samstag, 2. Juli, und endet am Sonntag, 10. Juli. Die Verkaufsmesse am Marktplatz startet an diesem Freitag und endet am Sonntag, 17. Juli. Während der ersten sechs Tage der Wallfahrtswoche, zu der viele Gläubige aus dem ganzen Bistum zum Kiliansdom strömen, gibt es aber ausnahmsweise kein Volksfest. Der große Rummel startet erst eine Woche später, am Freitag, 8. Juli.
Programm der Wallfahrt
Terminprobleme
Und das kam so: Die meisten weltlichen Feste richten sich nach den beweglichen kirchlichen Feiertagen wie etwa Ostern oder Pfingsten, nicht nach den unverrückbaren Kalendertagen. So fängt das Schweinfurter Volksfest immer einen Tag nach Fronleichnam an. Das war in diesem Jahr äußerst spät am 24. Juni. Kiliani richtet sich aber nach dem reinen Kalender und fängt laut städtischer Satzung immer am Freitag vor dem 8. Juli an, dem unverrückbaren Tag des Festpatrons Kilian, also in diesem Jahr eigentlich am 1. Juli.
Damit hätten sich aber die beiden großen Volksfeste überschnitten, denn der Rummel in Schweinfurt endet erst am Montag, 4. Juli. Etwa ein Viertel der Schausteller, die auch schon lange beim Würzburger Kiliani dabei sind, haben ihre Fahrbetriebe und Buden derzeit in Schweinfurt stehen und hätten wegen der Überschneidung nicht nach Würzburg kommen können.
Weitere Infos zur Wallfahrt.
Außerdem wäre der Abbau des Umsonst & Draussen-Festivals, das am vergangenen Wochenende, also ebenfalls spät im Juni stattfand, mit dem Volksfestaufbau kollidiert. Das Musikfestival blockierte noch Tage danach die Mainwiesen. Und die brauchen die Kiliani-Leute für ihre schweren Lkw. Der Würzburger Stadtrat trug all diesen Gründen Rechnung und verlegte das Traditionsfest. Los geht es jetzt mit dem Volksfest am Freitag, 8. Juli, um 19 Uhr.
Reliquienprozession
Rund 15 000 Gläubige werden in Würzburg zur Kiliani-Oktav erwartet, die morgen um 19.30 Uhr mit einer Statio in der Klosterkirche Don Bosco am Schottenanger, der anschließenden Reliquienprozession zum Dom und der Pontifikalvesper mit Bischof Friedhelm Hofmann beginnt. Der Schrein mit den Reliquien der drei vor mehr als 1300 Jahren als Märtyrer ermordeten Frankenapostel wird dann eine Woche im Kiliansdom aufgestellt sein. An der verschiedenen Tagen der Oktav kommen die Wallfahrer aus allen Dekanaten der Diözese nach Würzburg.
Darüber hinaus ist jeder Tag der Festwoche einer bestimmten Gruppierung gewidmet. So gibt es Gottesdienste für Schüler, Ehejubilare, Politiker, Ehrenamtliche oder Vertriebene. Der Abschlusstag am 10. Juli ist den Familien gewidmet.
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