Kiliani-Volksfest

Würzburg, 8. - 24. Juli 2011
Kiliani-Volksfest in Würzburg
    
publiziert: 17.07.2011 16:12 Uhr
aktualisiert: 18.07.2011 15:05 Uhr
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Kiliani: Junger Besucher pinkelt direkt vor Polizei

Zwei verwechseln Fahrgeschäft mit Maiskolbenstand
  • Auf Kiliani geht's rund (micz) Vom besten Kiliani-Auftakt seit Langem sprechen Schausteller und Wirte. Rund 110 000 Besucher zählte die Stadt an den ersten drei Volksfesttagen. Noch bis Sonntag, 24. Juli, drehen die Fahrgeschäfte ihre Runden, locken Festbier und Gegrilltes auf die Talavera. Am traditionellen Trachtenumzug nahmen 45 Gruppen aus ganz Unterfranken teil. Mehr im Internet: www.mainpost.deFoto: THERESA MÜLLER
Bild von

Das Kiliani-Volksfest auf der Talavera (noch bis 24. Juli) treibt bisweilen seltsame Blüten – mal zum Schmunzeln, mal zum Leidwesen Beteiligter oder der Polizei. In die Kategorie Heiteres fällt eine Episode vom Samstagabend: Zwei Männer, beide nicht mehr nüchtern, wollten sich Tickets an einem vermeintlichen Fahrgeschäft kaufen. Freilich: Es war ein Verkaufsstand für Maiskolben.

Wie die Polizei berichtet, machte sich die Verkäuferin mit den beiden einen Spaß und verkaufte ihnen zwei Pfandbons für je 2,50 Euro. Mit diesen „Fahrkarten“ stellten sich die Männer am benachbarten Fahrgeschäft an. Als ihnen die Fahrt verwehrt wurde, klärte sie die Maiskolben-Verkäuferin auf. Umgehend erstattete sie den beiden ihre fünf Euro zurück. Den Scherz fanden die zwei Männer aber nicht recht lustig. So kam es noch zu einem Streit. Er konnte schließlich geschlichtet werden.

Auch ein weiterer Kiliani-Besucher hatte – am späten Freitagabend – zu viel Alkohol intus. Einen Teil davon hinterließ der 20-Jährige auf dem Festplatz – indem er ausgerechnet vor die Polizeiwache urinierte. Die verdutzten Beamten wollten die Personalien des dreisten Wildpinklers feststellen. Doch verweigerte dieser alle Angaben und zog davon. „Als ihn die Beamten festhalten wollten, nahm dieser eine drohende Haltung ein und erhob seine Fäuste“, heißt es im Polizeibericht. Mehrere Beamte griffen ein. So wurde der renitente Trunkenbold gestellt und in Gewahrsam genommen. Bei der Gelegenheit beleidigte er die Polizisten mit übelsten Schimpfwörtern. Ergebnis des Alkoholtests: 1,64 Promille. Seinen Rausch durfte der junge Mann in einer Ausnüchterungszelle ausschlafen. Ihn erwartet unter anderem ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

Auf fast zwei Promille brachte es ein 16-jähriger: Beamten hatten den jugendlichen Raucher auf Kiliani kontrolliert – und dabei noch stärker als den Rauch seine Alkoholfahne gerochen. Die verständigte Mutter holte ihren Sohn bei der Polizeiwache ab. Zu einer Schlägerei kam es nach Kiliani-Ende in der Nacht auf Sonntag. Gegen 1.20 Uhr Uhr waren im Bereich des Festplatzes mehrere Personen daran beteiligt. Drei Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren wurden laut Polizeiangaben leicht verletzt. Über die Täter ist bislang nichts bekannt.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Würzburg-West unter Tel. (0931) 457-15 30 entgegen.
 

(aj)
    
    

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»Alle 8 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

unbekannt (2 Kommentare) am 18.07.2011 19:14

Schlägerei von Samstag auf Sonntag

Zunächst vielen Dank an puszta123 für die Bemerkung. Ich kann bestätigen, dass die Polizei nicht da war, wo sie gebraucht wurde. Ganz im Gegenteil.
Ich war leider einer der Betroffenen der hier beschriebenen Schlägerei. Wir verließen gegen 1.00 Uhr das Kiliani-Bierzelt und ein junger Mann (der hier als 18-jähriger beschrieben wird), wurde von einem älteren, sehr alkoholisierten Besucher grundlos ins Gesicht geschlagen und ging daraufhin zu Boden. Ein Freund und ich versuchten dem Jugendlichen zu helfen und wurden selbst bei dieser Aktion verletzt.
Wir versuchten daraufhin mehrmals VORBEIFAHRENDE Polizeistreifen aufzuhalten, die uns ignorierten. Erst der dritte Wagen hielt an, hielt es aber nicht für nötig weiter einzugreifen, da der Angreifer bis dahin schon das Weite gesucht hatte. Die Beamten schien die Situation auch nicht weiter zu interessieren, da sie keine Anzeige von uns aufnahmen. Auf die Frage, ob wir einen Krankenwagen haben könnten, antwortete uns die BEamtin, dass zur Zeit keiner Verfügbar wäre, wir aber problemlos in das Krankenhaus über die Brücke laufen könnten. Erst 40 Minuten später traf erste Hilfe ein.
Das finde ich eine traurige Geschichte. Leicht verletzt heißt in dem FAll, dass zwei Leute mit einem blauen Auge, aufgeplatzter Lippe und geprellten Bein zur Arbeit gehen und sich für die Verletzungen rechtfertigen müssen. Vielen Dank dem Freund und Helfer!
(2)
puszta123 (40 Kommentare) am 19.07.2011 10:02

.....dumm gelaufen !!

Hilf Dir selbst --denn Gott hat Wichtigeres zu tun ! Aber nur so am Rande :
Unser Dackel/Terrier-Mix wagte --es war im Sommer letzten Jahres-- ein Türken-Kind
anzubellen, das zuvor nach Ihn getreten hatte. Da "Susi" aber immer noch nicht "Türkisch"
bellt, riefen die Eltern die Polizei, die angesichts der drohenden Gefahr blitzschnell zur
Stelle war--um mich zu belehren, dass in KT generell Leinenzwang herrsche u n d , dass so ein gefährlicher HUnd einen Maulkorb tragen müsse. DAS gebe ein Bußgeld !!
Leider warte ich bis heute vergeblich darauf !! Sehr schade, das hätte einen geilen Prozess gegeben! grinsen
(0)
mitchhucannon (881 Kommentare) am 19.07.2011 07:54

Dies ist nun...

...schon der zweite Fall auf oder bei Kiliani, bei dem ich von Desinteresse der Polizeibeamten bei Hilfeersuchen höre.

Letztens stand hier ein Bericht über eine Schlägerei vor Kiliani, bei der eine Gruppe junger Männer (die Herkunftsnation nenne ich hier mainpostgerecht natürlich nicht) sogar eine junge Frau gegen ein Tor stiessen und drei ihrer Begleiter grundlos niederschlugen. Die Opfer, welche teilweise schwere Verletzungen davon getragen haben, sind mir allesamt sehr gut persönlich bekannt. Einer von ihnen ist während der Provokation durch die Gruppe zwei mal zum Polizeiposten auf Kiliani gerannt und wollte Hilfe holen. Zweimal wurde er abgewiesen, es sei ja noch nichts passiert. Als es dann zu spät war, kam die Polizei dann doch mal zur Anzeigenaufnahme.

In diesem aktuellen Fall: Wie bitte kann sich die Polizei anmassen, zu behaupten, dass der Rettungsdienst aktuell überfordert ist? Soweit ich weiß, sitzt in der Integrierten Leitstelle von FW und Rettungsdienst kein Polizist, der das denen draußen mitteilt.

Dies kann man schon als unterlassene Hilfeleistung deuten...
(0)
unbekannt (2 Kommentare) am 18.07.2011 19:21

Schlägerei von Samstag auf Sonntag

Noch eine Bitte an die Leserinnen und Leser, falls jemand diese Schlägerei beobachtet hat, würde ich mich freuen weitere Hinweise dazu zubekommen. Herzlichen Dank außerdem dem jungen, unbekannten Mädchen, was gleich nach unserem Zustand gefragt hat!
(0)
puszta123 (40 Kommentare) am 18.07.2011 12:07

----na und ???

wenn die Polizei nichts Wichtigeres zu tun hat, als sich mit sog."Wildpinklern" zu beschäftigen, könnte man durchaus auf die Idee kommen, dass die Herrschaften
im Dienst offenbar Langeweile hatten..... grinsen
(3)
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