Energie

Tipps und Infos rund um Strom, Sprit, Heizen und Co.
Energie
    
aktualisiert: 13. Dezember 2011, 15:26 Uhr » zurück zum Artikel
    
    
 
    
 
    
 

Berlin (dpa)
Stromfressende Betriebe wollen Netzgebühren abwälzen

Viele energie-intensive Betriebe wollen sich von den Stromnetzgebühren befreien lassen. Für die Verbraucher könnte diese Entwicklung noch stärker steigende Strompreise zur Folge haben.  »mehr

Sortierung
blaubi (2806 Kommentare) am 12.12.2011 12:21

finde ich gerecht

...würde sogar freiwillig die wassergebühr von frau merkel übernehmen, damit diese nicht noch an den tafeln nach Klospülwasser fragen muss zwinkern
(0)
MrsBurns (753 Kommentare) am 12.12.2011 13:39

???????????????????

Klospülwasser??????????????????????????????????
tafeln???????????????????????????????????????????????
wasserbebühr???????????????????????????????????
????????????????????????????????????????????????
(0)
grayjohn (1547 Kommentare) am 12.12.2011 13:37

Also in dem Maß wie die Subventionen bei Erneuerbaren Energien abgebaut werden, gehören die Stromgroßverbraucher an den Netzkosten beteiligt. Bei den übrigen Infrastrukturmerkmalen wie Rechtsstaat, Qualifikation der Arbeitskräfte, Transportwege, Ver- und Entsorgung sagen sie schließlich auch gerne "Ja bitte".
(0)
blaubi (2806 Kommentare) am 12.12.2011 13:42

wenn schon an die richtigen

...die erhöhtenm stromkosten durch die erneuerbaren sollten diejenigen tragen, die montags au die strasse gingen, die naiv folgend einem rattenfänger hinterher tappten, ohne zu wissen, was auf sie zukommt.
(0)
grayjohn (1547 Kommentare) am 12.12.2011 15:52

Au ja

also es gibt ja Leute die behaupten, dass die Strompreise an der (Leipziger) Strombörse durch den Ausbau der erneuerbaren Energieträger eher sinken und die Steigerung der Verbraucherpreise daher kommt, dass die Versorger nicht nur gut verdienen wollen, sondern endlich auch investieren...

Ist die Frage, was besser kommt: dem Rattenfänger folgen, selber Strom erzeugen/ sparen oder alles glauben was einem die Typen erzählen, die das Quasi-Monopol haben! zwinkern zwinkern
(0)
OPS (839 Kommentare) am 12.12.2011 16:15

Das hätte ich auch gern erklärt

Ich höre das so oft, dass die EVUs ein Quasi-Monopol hätten.
Aber das verstehe ich nicht: jedes EVU hat ein Versorgungsgebiet, das sie nicht versorgen dürfen sondern MÜSSEN. Gleichzeitig dürfen EVUs außerhalb eines Versorgungsgebietes in ein anderes Versorgungsgebiet Strom verkaufen.
Also wenn EVU1 Strom in das Gebiet von EVU2 verkauft, muss EVU2 den Strom durchleiten und dafür sorgen, dass der beim Kunden ankommt.

Und jeder Kunde hat völlige Wahlfreiheit in Anbieter und Tarifen.
Die EVUs haben das übrigens nicht. Also ein EVU darf Kunden jederzeit ablehnen, wenn er annimmt, dass sie ihre Rechnung nicht zahlen können (z.B. weil diese Arbeitslos ist).
Doch ein EVU muss Kunden in seinem Gebiet mit Strom beliefern, selbst wenn es weiß, dass es niemals dafür bezahlt werden wird.

Das ist so als müsste Aldi in seinem Markt einen Stand von Kaufland zulassen, wenn jemand in diesem Viertel lieber bei Kaufland einkaufte als bei Aldi. Und das ist so als könnte Kaufland einem HartzIV-Empfänger verbieten bei sich einzukaufen, aber Aldi müsste denen seine Waren selbst dann verkaufen wenn sie wüssten, dass die das niemals bezahlen werden.

Wie diese völlig bescheuerte, technisch und marktwirtschaftliche unsinnige Maßnahme als Monopol verstanden werden kann, ist mir nicht ganz klar.

Wie wirkt sich dieses Quasi-Monopol aus?
Sie sprechen davon so lapidar als wäre das Selbstverständlich und müsste nicht erklärt werden.
Erklären sie es mir bitte.
(0)
grayjohn (1547 Kommentare) am 13.12.2011 09:43

Erklärung von (Quasi-)Monopol-Auswirkungen

kriegen Sie auch an jeder Tankstelle oder wahlweise bei der DB. Ich spar mir die Schreibarbeit...
(0)
OPS (839 Kommentare) am 13.12.2011 09:56

Aha

Die Ansprüche die ich an eine Argumentation richte, sind wohl etwas höher als ihre.
Ich habe sie höflich gebeten mir zu erklären wie sich das Quasi-Monopol auswirkt.
Ich sehe gerade, dass alle "Quasi-Monopolisten" Arbeitsplätze abbauen und Gewinneinbrüche erleben.
Ich sehe, dass es über 300 verschiedene Anbieter am Markt gibt bei totaler Wahlfreiheit.

Ich sehe kein Quasi-Monopol und wenn ich sie bitte mir zu erklären wo dieses Monopol liegt, kommen sie mir damit, dass es da wäre und ich es nur nicht sähe.

Frage ich einen Gläubigen Menschen nach einem Beweis für Gott ist die billigste und häufigste Antwort, dass Gott und Beweise für ihn überall sind, ich wäre nur unwillig sie zu sehen.

Sie sind ein Gläubiger. Sie wollen daran glauben und sind unwillig mir Beweise für ihre Argumente zu bringen. Weil sie sich dann tiefer mit der Materie beschäftigen müssten als Hörensagen und Gerüchten zu trauen. Und nichts fürchten Gläubige mehr: Selbst Argumente gegen ihre eigene Religion zu finden.

Egal wie unsinnig und naiv die Fragen oder Anschuldigungen waren die ich hier je bekommen habe, ich habe meine Meinung immer sachlich begründet und wenn der Platz dafür zu knapp war, habe ich angeboten mit mir per e-mail weiter zu diskutieren. Wenn sie sagen, dass 3000 Zeichen nicht ausreichen mir das Quasi-Monopol der EVUs zu erklären, schicken sie mir eine mail: ops_1983@web.de

Wenn ich ihnen eine einfache Frage stelle, die sie sogar für so einfach halten, dass sich ihre Beantwortung von selbst ergibt, weigern sie sich, mir die Antwort zu erteilen.

Ach und übrigens: Ich möchte die Umwelt schonen und habe deshalb kein Auto. Darum weiß ich nicht was für Auswirkungen eines Quasi-Monopols an Tankstellen sind. So schlimm kann es nicht sein, wenn weiterhin Millionen Autos in diesem Land fahren.
Und was die Bahn angeht, so merke ich dass diese sehr viel teurer und schlechter geworden ist , seit sie nicht mehr wie ein monopolistischer Staatskonzern, sondern wie ein gewinnorientiertes Unternehmen geführt wird. Wenn DAS die Folgen der Auflösung eines Monopols sind, dann wünsche ich mir das Monopol zurück.
(0)
grayjohn (1547 Kommentare) am 13.12.2011 11:27

Konkurrenz

Wo keine Konkurrenz, da ein Monopol. Machen Sie Worte soviel Sie wollen, das wird daran nichts ändern.
(0)
OPS (839 Kommentare) am 13.12.2011 12:08

Keine Konkurrenz?

Es gibt mehrere hundert Anbieter am Markt.
Wieso ist da keine Konkurrenz?

Sparen sie Worte so viel sie wollen- es gibt hunderte Anbieter.
Wie können sie in einen Markt, der hunderte von Anbietern hat ein Monopol von 4 dieser Anbieter hineindeuten?
Das ist doch Realitätsverweigerung!
(0)
MrsBurns (753 Kommentare) am 12.12.2011 20:20

Sie erzeugen...

selber Strom. Toll, was kostet bei ihnen die kw/h? Liefern sie auch bei Dunkelheit und Windstille?
(0)
grayjohn (1547 Kommentare) am 13.12.2011 09:54

Langsam

Leider wohne ich im Bereich einer Innenstadtgestaltungssatzung und kann mich bestenfalls an einer Genossenschaft beteiligen (ist in Arbeit). Bzgl. Dunkelheit und Windstille: Biogas z. B. ist grundlastfähig und kann wie Ergebnisse der Forschungsanstalt in Veitshöchheim zeigen mit fast gleichem Ertrag wie aus Mais auch aus Gräsermischungen erzeugt werden.
Andasol hat einen Salzschmelze-Wärmespeicher, so dass die Dampfturbine bis zu acht Stunden ohne Sonne weiterlaufen kann.
In den VDI-Nachrichten war letztens über Verfahren zur Umwandlung von Wasser und Kohlendioxid in Methan (= "Erdgas"/ "Biogas") mittels Strom zu lesen, welches dann im bestehenden Gasnetz gespeichert werden kann - theoretische Kapazität bis zu drei Monatsverbräuche (hier schließt sich der Kreis).

Wer etwas nicht will, sucht Gründe dafür, wer etwas will, der findet Wege.
(0)
OPS (839 Kommentare) am 13.12.2011 10:07

Langsam!

Zum Thema Biogas: Um Deutschland zu 100% mit Biogas zu versorgen, müsste man die fünffache Fläche von Deutschland zu Feldern für Energiepflanzen umwandeln.
Biogas ist eine schöne Sache wenn sie aus Abfall oder Kläranlagen kommt, aber mehr als 2% unserer Stromversorgung sind damit nicht drin. Jedes Prozent mehr macht Nahrung weltweit teurer und trägt Mitschuld am Hunger in der Welt.

Was die Methan-Umwandlung angeht, so ist das eine effiziente Energievernichtungsmaschine. Der Strom aus so einem Hybridkraftwerk kostet rund 1,20 Euro pro kWh. 81% der Ursprungsenergie werden unnutzbar (natürlich nicht im Wortsinne "vernichtet")
Das alles sind Tatsachen, erwachsen aus physikalischen Gesetzen die man sich auch mit noch so viel Aktivismus nicht Wegwünschen kann.
Es ist vieles möglich- das ist keine Frage. Die Frage ist, ob das sinnvoll ist.
Die von ihnen skizzierten Methoden sind alle möglich. Aber keine davon ist für eine großflächige Stromversorgung sinnvoll.
Entweder explodieren die Kosten so sehr, dass sich nur ultra-reiche Elektrizität leisten können oder die Umweltbelastung wird um ein vielfaches größer als durch "herkömmliche" Technologien.

Artikel zu dem Thema Hybridkraftwerke:
http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000967#When:22:01:11Z

Sie sagen sie wollen etwas und finden deshalb Wege- WAS wollen sie?
Welches Problem lösen die von ihnen skizzierten Möglichkeiten, die den Preis (ökologisch, ökonomisch und politisch) Wert sind?
(0)
grayjohn (1547 Kommentare) am 13.12.2011 11:24

Carl Benz und Gottlieb Daimler

haben vor 125 Jahren das Auto mit Brennkraftmotor erfunden. Die ersten Exemplare waren gemeingefährliche Apparate mit mehr Schwachstellen als ein Hund Flöhe hat. Sie hatten bei einer weit geringeren Leistung einen Benzinverbrauch wie so mancher Mittelklassewagen von heute ("Energievernichtungsmaschine"). Das hat sich doch inzwischen ein wenig geändert. Und das wird sich auch bei jeder Technik ändern - vorausgesetzt, man will sie und kann sie bezahlen...
Die Sonne schickt ungefähr 15000 mal soviel Energie zur Erde wie die Menschheit insgesamt verbraucht. Und das wird sie noch Millionen Jahre tun. Kostenlos. Wenn damit eines Tages Schluss sein wird, gibt es entweder keine Menschen mehr - oder sie kommen auch damit klar. Für letzteres ist die Wahrscheinlichkeit imho sehr gering, wenn sie sich angesichts von Problemen ums Lagerfeuer setzen und von den guten alten Zeiten jammern statt die Probleme anzupacken.
Kernenergie deckt den Welt-Energiebedarf zzt. zu ungefähr 2 - 3%. Wollte man alle Energie so erzeugen, hätte man sehr schnell ein großes Problem. Umso größer, wenn sich der Energiebedarf z. B. verfünffacht. Das wäre immer noch nur ein dreitausendstel der eingestrahlten Sonnenenergie. Aber genug, alle endlichen Ressourcen innerhalb weniger Jahre bis maximal Jahrzehnte restlos aber leider nicht rückstandsfrei aufzubrauchen. Ein passendes Bild: ein kleines Kind, das alles Essbare in seiner Umgebung aufgegessen hat und im eigenen Dreck sitzt. Und es wird niemand kommen, uns sauberzumachen und neues Essen herbeizuschaffen. Aber das interessiert Leute von heute nicht - darum sollen sich die Leute von morgen kümmern. Oder?
(0)
OPS (839 Kommentare) am 13.12.2011 12:21

Das ist interessant

Erst skizzieren sie eine Erfindung deren Probleme im Laufe der Geschichte verringert wurden, und dann kommen sie mir mit den selben alten Problemen welche 40 Jahre alte Kernkraftwerke haben, die in modernen Reaktoren allesamt vermieden sind.

Die Sonne schickt viel mehr Energie als die Menschheit verbrauchen kann.
Nur das heißt doch nicht, dass man sie nutzen kann!
In Deutschland ist die Solarkonstante zu gering und das Wetter zu unstetig. Ich bin doch gar nicht gegen Photovoltaik per se sondern in Deutschland! Wo man eine Fläche so groß wie Brandenburg mit perfekten Solarzellen zustellen müsste um uns mit Strom zu versorgen. Und da ist noch kein Wort über Speichertechnologien gesprochen worden.
Das sind physikalische Begrenzungen. Warum können sie das nicht akzeptieren?

Ich jammere nicht über alte Zeiten, wie sie mir unterstellen, schon allein weil ich zu jung bin um alte Zeiten gekannt zu haben. Ich stelle fest (und liege damit auf einer Linie mit Teilen der internationalen grünen Bewegung), dass wir für die Lösung des dringendsten aktuellen Menschheitsproblems (dem Klimawandel) nicht auf Science-Fiction-Lösungen mit deutschgrün-Ideologischem Anstrich setzen dürfen, sondern eine Technik nehmen müssen die bereits funktioniert. Heute. Und nicht in 50 Jahren falls nicht vorher die Rohstoffe dafür ausgehen.
Wenn dann in 50 Jahren die Erneuerbaren Energien so weit sind, dann bitte. Dann seid ihr dran euren Text vorzutragen. Schafft uns hier ein Energieparadies das die Menschheit frohlockt. Schafft uns Energieautarkie und unendlichen Strom.
Mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln ist das schlicht nicht möglich!
Sie sprechen vom Automobil: das ist so als hätte die Regierung die Abschaffung aller Kutschen UND Dampflokomotiven gefordert, lange bevor der Verbrennungsmotor den Anforderungen an ein alltagstaugliches Auto oder gar Zug erfüllt hätte!

Das ist ihr großes Ideologisches Feindbild aus dem ich nicht raus komme: Wer für Kernenergie ist, ist gegen Erneuerbare Energien. Das Gegenteil ist der Fall! Beide Technologien müssen weiter benutzt und entwickelt werden um den Klimawandel aufzuhalten.
Ihnen geht es darum eine eingebildete, imaginäre Gefahr durch irgendwelche Atomunfälle zu beseitigen (Große Atomunfälle in der westlichen Welt seit 1950: 2, Anzahl Tote:0) und es geht ihnen darum marginale Mengen Atommülls zu vermeiden (Deutschland bis 2040: 20'000 Tonnen).
Dass aber der Ausstieg aus der Kernenergie eine halbe Milliarde Tonnen mehr CO2 erzeugt, die Akzeptanz für den Kampf gegen den Klimawandel weiter schwächt und somit das Lager der Skeptiker stützt- all das ist ihnen egal.
Sie halten sich lieber an Fantasien von der Massentauglichkeit noch nicht ausgereifter Technologien und noch größere Fantasien über die Gefahren ihres ideologischen Feindbildes als tatsächlich etwas gutes zu tun.
(0)
OPS (839 Kommentare) am 13.12.2011 12:29

Und noch was...

Sie versuchen hier einen ganz blöden Trick.
Kernenergie deckt den Welt-Energiebedarf um 2-3%.
Gut dass Solarkraft dort bei unter 1% liegt.

Also erst mal geht es um Strom. Um Strom in der westlichen Welt.
In Deutschland hat die Kernenergie (laut Greenpeace!) seit 1950 200 Milliarden Euro gekostet. Für 30% unserer Stromversorgung.
In Deutschland hat die Photovoltaik bis heute 170 Milliarden Euro gekostet und macht gerade mal 2% unserer Stromversorgung aus! Wenn das EEG nicht morgen aufgekündigt wird können wir schon heute mit Sicherheit sagen: Der Aufbau der Photovoltaik war pro kWh erzeugten Stroms um ein Vielfaches teurer als die Kernenergie.

Wissen sie, der britische grüne Umweltaktivist Mark Lynas sagte: "Die grünen Einwände gegen die Kernenergie sind entweder globale Mythen oder um Größenordnungen weniger wichtig als der Klimawandel."
Und Geroge Monbiot, der von Nelson Mandela als einer der 500 wichtigsten Umweltaktivisten ausgezeichnet wurde, nannte den Kampf gegen die Kernenergie: "[Eine] Einhornjagd, mit der man junge Leute dazu bringt ihr Leben zu verschwenden." er ruft außerdem die grüne Gemeinde dazu auf nicht mit guten Motiven für eine schlechtere Welt zu kämpfen.

Auch Stewart Brand, der als junger Mann viele der Bedenken gegen die Kernenergie als erster geäußert hat, ist heute für Kernenergie.

Wenn sie mir nicht glauben ich habe Links.
Das sagen führende internationale Grüne! Für solche Aussagen wird man in Deutschland öffentlich gesteinigt. Im Ausland sind das Meinungen die führende Grüne vertreten können!

Was sagen sie diesen Männern? Was haben sie DEREN Argumenten zu entgegnen? Was sie bisher gesagt haben, sind Argumente die DIESE Männer erstmals formuliert haben und dies heute für Jugendsünden halten.
(0)
OPS (839 Kommentare) am 13.12.2011 12:40

Fehlerteufel

Was Lynas wirklich sagte:
"Die grünen Einwände gegen die Kernenergie sind entweder urbane Mythen oder um Größenordnungen weniger wichtig als der Klimawandel."

Original:
"Die grünen Einwände gegen die Kernenergie sind entweder globale Mythen oder um Größenordnungen weniger wichtig als der Klimawandel."
(0)
OPS (839 Kommentare) am 12.12.2011 14:00

Was meinen sie?

Hallo grayjohn

Mir war nicht bekannt, dass Subventionen bei Erneuerbaren Energien in Deutschland abgebaut werden. Bitte nennen sie mir ihre Quellen.
(0)
grayjohn (1547 Kommentare) am 12.12.2011 15:43

Soweit ich das EEG interpretiere

sinkt der Zuschuss für jedes Jahr späterer Inbetriebnahme um einen bestimmten Prozentbetrag und geht bei jedem Anlagenbetreiber nach 20 Jahren auf Null.
(0)
OPS (839 Kommentare) am 12.12.2011 16:07

Das ist richtig

Die Idee dahinter war die:
Am Anfang sind Erneuerbare Energien noch ineffizient und teuer. Darum werden sie gefördert.
Jedes Jahr soll nun die Produktion und Ausbeute von Erneuerbaren Energien steigen, so dass eine neuere Anlage zwar weniger Zuschuss braucht, aber dafür auch weniger kostet und/oder eine höhere Ausbeute hat.
So bleibt quasi der "Netto-Gewinn" für die Anlagenbetreiber gleich.
Am Ende der Finanzierung- so die Idee- sind Erneuerbare Energien so fortschrittlich, dass sie auch ohne Unterstützung durch das EEG konkurrenzfähig sind.

Das Gesetz wurde so von Rot-Grün gedacht und umgesetzt.

Es ging dabei um die gezielte Förderung einer Technologie mit dem Ziel den Klimawandel zu stoppen ohne ein unendlich bestehendes Subventionsgrab zu erzeugen.

Erneuerbare Energien werden nicht im Wortsinne subventioniert, sondern "gefördert".
Der Unterschied ist, dass bei Subventionen der Staat das Geld von den Bürgern als Steuern nimmt und direkt das Geld an die Subventionierte Sache weitergibt.

Beim EEG, muss das EVU (ob es das will oder nicht) den sehr hohen, nicht konkurrenzfähigen Strom vom Erzeuger kaufen und in sein Netz einspeisen. Da EVUs keine gemeinnützigen Organisationen sind, holen sie sich die Mehrkosten vom Stromkunden zurück. (Man Stelle sich vor, ein Gemüsegroßhandel mit eigener Hochleistungslandwirtschaft müsste sehr viel teureres Bio-Gemüse von jedem Kaufen der ihnen welches anbietet, und sie dürften ihr eigenes Gemüse erst verkaufen wenn das Bio-Gemüse alle ist).

Der wichtige Unterschied zu einer Steuer ist der, dass niemand, wie bei Subventionen, auf die Politik schimpft (die verprassen unsere Steuergelder!), sondern auf die EVUs (die erhöhen unsere Preise!).

Eine Win-Win-Situation für fast alle Beteiligten. Die Politik fördert ein Ideologieprojekt und "schafft" neue Arbeitsplätze (die so lange bestehen wie die Förderung fließt), aber da sie keine Steuern dafür erhalten oder ausgeben, beschwert sich niemand bei der Politik über die Kosten.
Der Besitzer einer Anlage kann sich über stetig sprudelnde, steuerfreie Gewinne freuen, egal wie betriebswirtschaftlich unsinnig seine Unternehmung ist.
Die EVUs können ihre Preise erhöhen, zusätzlich zur EEG-Umlage noch ein wenig mehr Aufwandsentschädigung. Dass man sie dafür hasst ist Unternehmen egal. Unternehmen haben im Kapitalismus die Aufgabe Gewinn zu erwirtschaften.

Der einzige der dabei nicht gewinnt ist jeder der weder Politiker ist, noch Besitzer Erneuerbarer Energien noch EVU. (also ca. 95% der Bevölkerung) Sie bezahlen nämlich das ganze.
Ach nein- quatsch. Natürlich haben die auch was davon: Einen geretteten Planeten.
Danke!
(1)
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    
bereits am Anfang 1 2 weiter
    
    

Gas

 
    

DSL

 
    

Strom

Gas
Tarifrechner
Kostenloser Gas-Tarifrechner mit allen aktuellen Anbietern und Tarifen.
Ihre PLZ
Verbrauch
    
Anzeige
    

Bundesliga-Tipp 

Fußball-Experten, aufgepasst
Hier Tipps abgeben und Preise gewinnen.  »mehr
    
    

Gewinnspiel 

Kinokarten gewinnen
Cineworld und mainpost.de verlosen 10x2 Kinokarten »mehr
    
    

Aktionsabo 

Lesespaß zum Vorzugspreis
Alle Abos auf einen Blick: Geschenk-, Aktions-, Probe-, Wochenend- und Studenten-Abos. »mehr
    
    

Daily X 

Die Jugendseite der Main-Post
Täglich aktuell, täglich lesenswert. »mehr
    
    

Partner finden!