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aktualisiert: 11. Oktober 2011, 20:30 Uhr » zurück zum Artikel
    
    
 
    
 
    
 

Berlin (dpa)
Energiewende kostet noch mehr Geld

Wie es sich auf die Strompreise auswirken wird, ist noch unklar; das hängt auch von den jeweiligen Anbietern ab. Klar ist aber, dass die Umlage für die erneuerbaren Energien schon im nächsten Jahr steigen wird, wahrscheinlich von 3,5 auf 3,8 Cent oder mehr je Kilowattstunde. Die Umlage finanziert die hohen Einspeisevergütungen, mit denen Solar- und Windstrom gefördert werden. Für einen Vierpersonenhaushalt könnten rund 150 Euro Mehrkosten im Jahr entstehen. Aber es wird nicht dabei bleiben, sagt Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energieagentur.  »mehr

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forst05 (26 Kommentare) am 12.10.2011 11:35

Es ist nicht billig, die Welt zu retten,

aber wir 80 Millionen Deutschländer werden das hinkriegen. Noch mehr Solaranlagen in unserer schönen Landschaft, noch mehr Windkraftanlagen auf den Spessarthügeln und noch höhere Stromkosten.
Deutschland schafft sich ab und rettet dadurch die Welt.
(2)
franka1 (943 Kommentare) am 13.10.2011 20:12

hallo forst05

das gegenteil wird der fall sein.
(0)
OPS (839 Kommentare) am 12.10.2011 15:14

Hab ich doch gesagt...

Als ich ein Steigen der Strompreise vorhersagte, wurde ich hier als Lobbyist und Übertreiber bezeichnet.

Will sich jetzt irgendwer dafür bei mir entschuldigen?
(4)
blaubi (2806 Kommentare) am 12.10.2011 15:59

@ OPS

beschimpft?
denke da hatte man es mit absoluten fanatikern zu tun. mich wollte so mancher kreuzigen, die worte hatte ich aus erinnerung in einem blog verewigt.
wer aus einer solventeren basis diskutiert, dem gehen die preiserhöhungen am ar...(popo) vorbei oder hat als subventionsabsahner anteile an diesen erneuerbaren energieen.
fakt ist, das die grünen häuptlinge und prediger aus dem gehobeneren mittelstand sind.
(1)
Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 12.10.2011 23:13

wenn man Ihnen einen Tipp gibt wie man ...

... weniger Geld für Strom ausgeben, und gleichzeitig etwas für den Umstieg auf regenerative Energien tun können dann ist das für Sie arrogant und eine Verhöhnung ?

Das kann ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen...
Auch ich habe kein Haus, sondern wohne zur Miete, trotzdem freue ich mich für jedes Solardach und jedes Dach das Solarthermie nutzt.
Ich finde es völlig in Ordnung, daß Solarzellen eine Förderung erhielten.
Diese wurde inzwischen stark zurückgefahren. Auch das ist ok da die Solarzellen inzwischen sehr viele günstiger produziert werden können. Es ist also genau das eingetreten was man erreichen wollte.
(0)
OPS (839 Kommentare) am 13.10.2011 08:42

Lieber Du_di_ned_oo

Ich zweifle nicht an ihrem Einsatz und ihrem Idealismus. "We all wanna change the world"
Doch bitte ich sie, über die Sinnhaftigkeit von Solarzellen nachzudenken. Selbst einige Hardcore-Grüne haben langsam verstanden, dass Photovoltaik ein Irrweg war.
PV ist heute bei 2% der Stromerzeugung, und erhält dafür jährlich so viel Geld, dass man davon jedes Jahr 1 bis 2 Kernkraftwerke bauen könnte.
Die Photovoltaik ist ein technischer Irrweg der niemals in der Lage sein wird einen großen Beitrag zur Stromversorgung beizutragen.
PV ist etwas für Spezialanwendungen: Für entlegene Orte ohne Anschluss ans Stromnetz, für die Raumfahrt.
Jede Technologie hat an irgend einer Stelle ihre Berechtigung.
Doch diese Berechtigung geht verloren wenn man für diese Technologien unerhörte Mengen von Geld pumpen muss.
In keinem Land dieser Erde arbeitet PV ohne massive Subventionen oder sonstige Unterstützung (in Form von Einspeisevergütung) kostendeckend.
In Deutschland schon gar nicht. Das liegt an unserer Geographie.
Selbst eine theoretische, perfekte Solarzelle mit 100% Wirkungsgrad (was wie wir wissen physikalisch unmöglich ist), würde sich in Deutschland am freien Markt nicht bewähren können.
Seit der Erfindung der Solarzelle haben Forscher und Ingenieure das Konzept in regelmäßigen Abständen aus der Schublade geholt, es auf technische Machbarkeit überprüft und neu herausgefunden, dass diese Technologie für den Einsatz in der regulären Stromversorgung technisch ungeeignet ist.
Das selbe gilt übrigens für Elektroautos und ein paar andere "grüne Technologien".
Es ist ein frommer Wunsch, aber er ist nicht logisch. Er ist wirtschaftlich nicht umsetzbar.
Und das ist nicht meine persönliche Meinung, das haben- wie ich oben schon schrieb- Wissenschaftler und Ingenieure immer wieder herausgefunden.
Sie finden in jedem Jahr seit den 60'ern mindestens eine ambitionierte Diplom- oder Doktorarbeit auf der Welt von Leuten die nachweisen wollten, dass PV eine gute Lösung für den Energiehunger der Welt sind und am Ende mit dem Fazit verblieben: "Ach Nein- doch nicht."
Das ist keine seltene Konzernmeinung von mir oder sowas. Es gibt zahlreiche Grüne die das genauso sehen.
Ich bitte sie in diesem Zusammenhang diesen nicht sehr langen Artikel zu lesen, in dem es um waschechte Umweltschützer geht, die quer stehen zur offiziellen grünen Linie.

Öko? Aber logisch!
(2)
OPS (839 Kommentare) am 13.10.2011 08:43

Zusatz

Falls man das nicht sieht, das "Öko? Aber logisch!" im obigen Beitrag ist ein anklickbarer Link.

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/tid-21927/menschen-oeko-aber-logisch_aid_608278.html
(1)
Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 13.10.2011 20:48

Wir haben zig mal Argumente ausgetauscht....

...und uns dabei kaum angenähert.
Derweil säuft die Asse ab und es kostet nach aktuellen Schätzungen so um die 6 Mrd. Euro
nur um die Fässer wieder herauszuholen. Auch Morsleben macht ernsthaft Probleme und bei der Entscheidung für Gorleben kann / will sich keiner der "Verantwortlichen" mehr recht erinnern....
Derweil übernimmt der Steuerzahler vorläufig auch noch die Kosten für den Rückbau von Kernkraftwerken (es soll da Geheimverträge geben...).
All diese Kosten und die in die vielen in die Zukunft verlagerten Kosten unbekannten Ausmaßes sehen oder erwähnen Sie nicht. Und dann sprechen sie von Logik...

Natürlich gibt es auf der Welt Plätze die für Photovoltaik besser als Deutschland geeignet wären. Aber hier leben nun einmal die Menschen die den Strom brauchen. Und der Transport kostet nun einmal auch...

Ich empfehle zur Lektüre:

http://de.wikipedia.org/wiki/Solarzelle#Energetische_Amortisation_und_Erntefaktoren

http://de.wikipedia.org/wiki/Erntefaktor#Ermittlung_des_Erntefaktors

Natürlich ist Windkraft derzeit die rentablere Investition.
Und sicher sind bei Dächern die teilweise beschattet werden
Anlagen zur Warmwasserbereitung eine weitaus bessere Option wenn man damit die Heizkosten senken kann.

Ich bin generell der Meinung der Markt sollte darüber entscheiden welche Energieerzeugungsform sich durchsetzt. Kernenergie wäre trotz jahrzehntelanger Förderung dabei derzeit eine der teuersten Optionen - allein wenn ich daran denke daß es keine Versicherung gibt die derartiges versichern kann. Daher ist auch kaum jemand interessiert neue moderne und teure Kernkraftwerke zu bauen.
Die ökologischen Kosten müssten auch berücksichtigt werden, auch Kohle würde dadurch teurer werden. Aber alle diese und ähnliche Argumente habe ich doch wirklich schon X-Mal geschrieben.
(0)
OPS (839 Kommentare) am 14.10.2011 07:44

Okay

1. Ich bin Ingenieur und beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema. Ich muss mich wirklich nicht auf Wikipedia informieren über die Funktion von Solarzellen, dennoch danke für die Links.
2. Asse: Immer die Asse. Dort waren schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert. 90% dieser Abfälle kommen aus Medizin und Industrie- nicht aus der Kernkraft. Ich sehe aus dem Versagen einiger unverantwortlicher Beamter (Forschungsbergwerg des Bundes) kein Argument gegen die Kernkraft.
3. Rückbau: Die Schätzungen ergeben Kosten für den Rückbau in Höhe von 18 Milliarden Euro. Nur zu dumm dass die Energiekonzerne bereits Rücklagen in Höhe von 30 Milliarden Euro gebildet haben. Das heißt am Ende bleibt noch was übrig. Und wenn der Staat dafür bezahlt ist das ungesetzlich. Dann dürfen sie die verklagen. Kommen sie mir nicht mit irgendwelchen Verschwörungstheorien darüber wer das bezahlt. Da herrscht das Verursacherprinzip und wenn sie Beweise haben dass das gebrochen wurde, dann verklagen sie die! Das ist ihre demokratische Pflicht.
4. PV: Sehen sie es nicht ein?
3% PV in Deutschland. Nachdem zig-Milliarden investiert wurden. Wenn wir die Zahlen von Greenpeace für bare Münze nehmen, dann waren in Deutschland nach Investitionen in dieser Höhe in die Kernenergie bereits 14 Kernkraftwerke gebaut.
5. Kernkraft am freien Markt:
Ich lasse mal das unsinnige Versicherungsargument außen vor.
Wir sind uns einig, dass sich Energieträger am freien Markt behaupten müssen. Nur dann stirbt die gesamte Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland binnen weniger Monate. Und da sind sich alle einig. Wollen sie das?
Und zur Kernenergie: Es gibt da einen freien Markt- weltweit. Und fast alle anderen Industrieländer bauen auf Kernkraft. Sind die alle doof? Erklären sie mir das! Wenn sich Kernenergie auf dem freien Markt nicht durchsetzt, wieso bauen dann (u.a.) UK, USA, Finnland, China*, Indien, Polen, Tschechien, Russland*, Frankreich, Brasilien, VAE*, Südafrika (*keine Demokratie) neue Kernkraftwerke?
Weil sie sich so schlecht am Markt durchsetzen? Oder weil Erneuerbare Energien ohne massive Förderung so gut funktionieren?
Oder kann es sein, dass diese Länder (die zum Teil bitter bitter auf mehr Energie angewiesen sind) tatsächlich mit spitzem Bleistift sachlich ihre Alternativen abgewogen haben und sich für Kernenergie entschieden haben?
Was wissen wir was die nicht wissen?
Kann es sein dass einige hundert oder tausend Experten, Physiker und Ingenieure, überall auf der Welt mehr Ahnung von Wirtschaftlichkeit haben als eine handvoll deutscher Grüner Sozialpädagogen und Lehrer? Kann das sein?

Der lange Kampf gegen die Kernenergie in Deutschland ist längst zu einem Gesellschaftsevangelium geworden. Das ist Common Knowledge das man nicht mehr in Frage stellt. Das ist politisch inkorrekt. Ja unanständig. Der Kampf gegen die Kernenergie war die größte und erfolgreichste Verleumdungskampagne in der Geschichte der Neuzeit. Seien sie doch nicht so dumm sich davon einwickeln zu lassen!
(1)
Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 14.10.2011 20:29

@OPS

wenn das weltweit alles so prima läuft mit der Kernkraft - warum steigt dann Siemens aus dem Geschäft aus. Warum ist die Liste der stornierten oder abgebrochenen Bauten so lang?

http://ke-wiki.de/index.php5?title=Liste_der_verworfenen_Kernkraftwerke
Die Kosten für neue Kernkraftwerke steigen dramatisch.
siehe dazu z.B. das Kraftwerk in Finnland: (Die höheren Kosten trägt Siemens und Areva - daher baut Finnland gerne weiter...)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Olkiluoto#Bauzeit_und_Kosten
Der Bau eines Kernkraftwerks in Bulgarien wurde ebenfalls gestoppt.
http://de.nachrichten.yahoo.com/bau-von-bulgarischem-atomkraftwerk-vorerst-gestoppt-182255385.html

Warum ist das Versicherungsargument unsinnig? Jedes Mofa muß versichert werden warum nicht auch eine kerntechnische Anlage?

Atommüll in Asse überwiegend aus Kernkraftwerken
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2009/03/2009-03-11-atommuell-in-asse-stammt-ueberwiegend-aus-kernkraftwerken.html

Indem man Lügen endlos wiederholt werden sie nicht wahrer...
Im übrigen - auch ich bin Ingenieur und befasse mich seit Jahren mit Kernkraft.
Anders als Sie verdiene ich damit jedoch nicht meine Brötchen....
(0)
OPS (839 Kommentare) am 17.10.2011 08:45

Okay

Siemens steigt aus dem Geschäft aus weil sie einen Vertrag mit Areva haben der ihnen verbietet die nächsten 10 Jahre Konkurrenz zu betreiben. Für die Verletzung dieses Vertrages mussten sie bereits Strafen in dreistelliger Millionenhöhe leisten. Dazu liefern sie weiterhin Komponenten und Teile für Kernkraftwerke. Der "Ausstieg" von Siemens ist weder freiwillig noch komplett.

Kraftwerk in Finnland: Es ist bestimmt das erste Mal in der Weltgeschichte dass ein Bauprojekt länger dauert oder teurer wird als geplant- echt ein Super Argument. Vor allem für die Finnen die dieses Jahr einen weiteren Neubau beschlossen haben.

Der Bau eines KKW in Bulgarien wurde gestoppt- während viele andere Länder weiterhin Neubauten planen. Aber das ist auch gar nicht wichtig: Meine Argumente gelten auch wenn ich für die ersten Kernkraftwerke auf der Welt wäre: Es ist eine gute und sichere Technik, besser als jede Alternative (Kohle, Gas, Öl: dreckiger, Solar: ineffektiv, Wind: landschaftsschädigend, Solar+Wind: viel teurer, Herstellung dreckig, Hydro: begrenzt verfügbar, zerstört Natur und Kulturräume).

Der Atommüll in der Asse IST überwiegend aus Kernkraftwerken. Aber Asse ist ein Forschungsbergwerk auf deren Grundlage ein oder mehr Endlager für Mittel- und Schwachradioaktiven Abfall gebaut werden sollen. Und der kommt zu 90% aus Industrie und Medizin.
Und hier erneut: Wir brauchen ein Endlager ab dem ersten Kilogramm Atommüll. Das heißt ganz egal wie groß die Probleme mit der Endlagerung sind: Weder der Ausstieg noch die Laufzeitverlängerung um 100 Jahre wird etwas daran ändern.

Ach und Versicherungen... Wie wir nicht zum ersten Mal besprochen haben, halten die Betreiber für jedes Kernkraftwerk 2,5 Milliarden Euro vor und haften mit ihrem gesamten Besitz.
Ist das bei ihrem Mofa auch so? Müssen sie- damit sie es fahren dürfen- den Neupreis auf einer Bank hinterlegen und wenn sie einen Unfall bauen haften sie in unbegrenzter Höhe?
Können sie nachvollziehen, dass große Industrieanlagen anders funktionieren? Dazu SIND die Kraftwerke versichert. Gegen alles mögliche. Aber nicht gegen die Folgen eines GAU, das stimmt. Weil der in Deutschland unmöglich ist. Und Fukushima hat das bewiesen- nicht widerlegt (Fukushima fehlten bestimmte Sicherheitssysteme die in Deutschland zwingend vorgesehen sind, z.B. Abblasefilter mit denen keine Radioaktivität freigeworden wäre und chemische Rekombinatoren mit denen es keine Explosion gegeben hätte).
Eine Versicherung versichert ihr Mofa auch nicht gegen eine Kernschmelze- weil es keine haben kann.

Wenn sie glauben sie "beleidigen" mich indem sie mir vorwerfen ich arbeite für die Kernenergie, irren sie sich. Das "Argument" kommt immer wenn ich eine Weile diskutiere.
Das kann ich umdrehen das Spiel:
Im übrigen - auch ich bin Ingenieur und befasse mich seit Jahren mit Erneuerbaren Energien.
Anders als Sie verdiene ich damit jedoch nicht meine Brötchen....
(1)
Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 17.10.2011 22:21

ich wollte und will sie nicht beleidigen...

...es beleidigt allerdings den Verstand wenn man (als Ingenieur!) allen ernstes behauptet:
"Ein GAU ist in Deutschland unmöglich. Und Fukushima hat das bewiesen- nicht widerlegt"

Ebenso viele andere Ihrer sogenannten "Argumente" (vorher behaupteten Sie z.B. noch
"90% dieser Abfälle (in der Asse) kommen aus Medizin und Industrie- nicht aus der Kernkraft. "
nun nachdem ich einen Quellennachweis von der Bundesregierung schreiben Sie:




Zitat von OPS

Der Atommüll in der Asse IST überwiegend aus Kernkraftwerken. Aber Asse ist ein Forschungsbergwerk auf deren Grundlage ein oder mehr Endlager für Mittel- und Schwachradioaktiven Abfall gebaut werden sollen. Und der kommt zu 90% aus Industrie und Medizin.




Umdrehen können sie "das Spiel" (wie sie es nennen) auch nicht.
Denn ich verdiene meine Brötchen weder mit Kernkraft noch mit erneuerbaren Energien.
Somit bin ich sozusagen "unbefangen".

Was würden sie von einer Haftpflicht-Autoversicherung halten die maximal soviel zahlt wie das Auto wert ist mit dem sie fahren? - Ich halte dies schlicht für lächerlich.
Ebenso lächerlich wie wenn der Autofahrer behauptet - ich mache niemals Fehler und werde niemals einen Unfall haben.
(0)
OPS (839 Kommentare) am 18.10.2011 08:49

Aber genau da ist das!

Sie drehen mir da das Wort um:
"90% dieser Abfälle (in der Asse) kommen aus Medizin und Industrie- nicht aus der Kernkraft. "
Das "(in der Asse)" haben sie eingebaut. Das habe ich ausdrücklich nicht gemeint. Ich bezog mich auf Schwach- und Mittelradioaktive Stoffe. Und vor allem für solche Endlager wurde in der Asse geübt. Mit Atommüll.

"Ebenso lächerlich wie wenn der Autofahrer behauptet - ich mache niemals Fehler und werde niemals einen Unfall haben. "
Sie können doch ein Auto nicht mit einem Kernkraftwerk vergleichen! In einem Auto kann ein Einzelner einen Fehler machen der katastrophale Folgen haben kann (bei einem Unfall mit Todesfolge sterben mehr Menschen als bisher durch Fukushima!)

Doch der Vergleich funktioniert gar nicht. Keine einzelne Person kann in einem Kernkraftwerk einen katastrophalen Unfall verursachen- schon gar nicht versehentlich.
Der Vergleich wäre dieser:
Stellen sie sich vor sie hätten ein Auto dass sie nur auf einer speziellen sehr breiten und stets penibel in Schuss gehaltenen und schnurgeraden Straße fahren dürften.
Und bevor sie fahren dürften müsste das Auto stets von mehreren Experten untersucht werden. Und alle Systeme im Auto (Motor, Bremsen, Kupplung, Räder usw.) wären doppelt und dreifach vorhanden damit ein Ausfall nicht zu einem Unfall führen kann. Und wenn eines der Systeme ausfällt, würde das Auto sofort anhalten ohne dass jemand das stoppen könnte.
Stets müssten alle Systeme in dem Auto auf dem neuen Stand sein. Es gibt eine bessere Gummimischung für Reifen auf dem Markt? Alle Reifen werden abmontiert und die neuen kommen ran.
Das Auto würde auch nur sehr langsam beschleunigen und auf geringe Geschwindigkeiten begrenzt hätte dafür perfekte Bremsen. Wenn sie sich der gepolsterten Leitplanke nur auf 2 Meter nähern würde das Auto vorsichtshalber ausgehen.
Für einen unausgebildeten Fahrer wäre es deutlich schwerer das Fahrzeug am Laufen zu halten als damit einen Unfall zu bauen- eigentlich ist das fast unmöglich.
Das Auto dürften sie auch nicht alleine fahren, es müssten stets alle Plätze von ebenso gut ausgebildeten Fahrern besetzt sein und nur wenn alle sich einig sind kann das Auto beschleunigen, aber jeder kann es ohne Absprache oder Strafe anhalten.
Unter diesen Gesichtspunkten ist es nicht so abwegig zu behaupten dass niemals ein Unfall passiert.

Aber sie halten dieses Auto für gefährlich: Denn ein schlecht gebauter Lada wurde vor 25 Jahren zu einer Todesfalle bei einem gescheiterten Stuntversuch...

Oh und nicht zu vergessen der uralte Toyota (älter als der Lada!). Dessen Straße führte am Meer entlang und eine zu hohe Flutwelle lief über die Absperrungen (die zu klein waren) und verursachte wider aller Wahrscheinlichkeit einen Unfall des Autos. Dabei wurde zwar niemand getötet aber dafür verbietet man vorsichtshalber die Weiterfahrt aller VWs und BMWs- obwohl deren Straßen nicht am Meer vorbei führen.

Merken sie was? Ein Kernkraftwerk mit einem Auto zu vergleichen ist völlig abwegig.
(0)
klosterschueler (493 Kommentare) am 12.10.2011 17:31

Die meisten privaten Stromverbraucher

sind einfach zu bequem oder zu dumm ab und zu einen Preisvergleich durchzuführen!
Gegenüber meinem regionalen Versorger spare ich aktuell trotz reinem Ökotarif
ca. € 250,--€ / Jahr bei einem Verbrauch von ca. 5000 KWh.
Wenn die Verbraucher hier ähnlich sensibel auf die Preise reagieren würden wie bei Nahrungsmitteln würden die Stromkonzerne schon vorsichtiger an der Preisschraube agieren.
Und alle die da schimpfen, sind herzlich eingeladen, selbst zu investieren und die Subventionen damit auch selbst in Empfang ZU NEHMEN.
(0)
blaubi (2806 Kommentare) am 12.10.2011 17:47

@ klosterschüler





Zitat von klosterschüler

Und alle die da schimpfen, sind herzlich eingeladen, selbst zu investieren und die Subventionen damit auch selbst in Empfang ZU NEHMEN.



schon diese sätze sprühen vor arroganz und verhöhnung gegenüber den niederen einkommen, den leiharbeitern, den amutsrentnern...etc.
am besten alle armen leute erschiessen, damit die auhören zu jammern??? traurig
(0)
grayjohn (1547 Kommentare) am 13.10.2011 11:14

Mal langsam

Also der Statistik nach bin auch ich ein Normalverdiener und -verbraucher. Trotzdem hatte ich einen Bausparvertrag für eine neue Heizung abgeschlossen, die vor zwei Jahren eingebaut wurde (Holzpellets/ Solarthermie, vorher Heizöl/ Nachtstromboiler). Bei höherem Wohnkomfort sind jetzt meine Ausgaben für Heizung und Warmwasser deutlich niedriger als vorher. Nächste Maßnahme, auch über Bausparvertrag: neue Fenster. Angepeiltes Ziel: Altbau aus dem 19. Jahrhundert fit für das 22.

Bei all dem ist mir klar, dass es auch in diesem unserem schönen Lande Menschen gibt, die deutlich weniger verdienen als ich. Aber auch sie können z. B. im Internet auf die Suche nach günstigen Lieferanten für "Ökostrom" gehen oder vielleicht auch mal das Auto stehenlassen. Alle nach ihren Möglichkeiten - aber eines ist ganz klar: weiter so wie bisher geht mit Volldampf in die Sackgasse. Mag sein dass das Erdölzeitalter nicht aus Mangel an Erdöl zu Ende geht - aber aus Mangel an Geld, es zu bezahlen...

(Ölpreis 13.10.11: 105.- $/ barrel; 13.10.10: 85.- ; 13.10.09: 75.- ; Quelle:
http://www.tecson.de/tecson-weltmarkt-500.html)
(0)
Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 12.10.2011 23:18

völlig richtig.

Die meisten schimpfen einfach nur aber sind noch nicht einmal willens den Aufwand zu betreiben und den Anbieter zu wechseln und damit als Verbraucher Druck auszuüben.
(0)
franka1 (943 Kommentare) am 12.10.2011 20:51

natürlich

kostet eine neuausrichtung der energieversorgung eine anschubfinanzierung. bei EEG wird die einspeisevergütung an viele privatinvestoren gestreut.

beim alten energiemodell haben nur die großkonzerne und deren aktionäre etwas verdient.

deshalb das EEG für die vielen privatinvestoren. wer sollte schließlich etwas dagen haben.
(0)
forst05 (26 Kommentare) am 12.10.2011 22:19

Ökokapitalisten

verdienen sich eine goldene Nase, fühlen sich furchtbar toll und wollen auch noch geliebt werden für ihr Engagement für die Umwelt. Ich ärgere mich immer, wenn ich einen Supermarkt betrete, der mit den KW_Stunden angibt, die er auf seinem Dach ach so umweltfreundlich produziert (aus reiner Nächstenliebe natürlich...).
Als Bewohner einer Mietwohnung darf ich für die Kosten aufkommen und muss mich noch als Klimasünder schmähen lassen.
"Ein Deutscher verbraucht xyz-soviel Energie wie ein Inder....!!!"
(1)
grayjohn (1547 Kommentare) am 13.10.2011 11:27

Anspruch

Ich denke man kann durchaus unterscheiden zwischen Öko-Pharisäern und solchen, denen wirklich etwas an der ganzen Sache liegt. Das mit dem Beschimpfen wird bei uns imho schwierig - denn da nennt ganz leicht eine Krähe die andere einen Schwarzrock. Aber eine andere Frage: stellen Sie sich vor, alle Inder/innen wollen genau soviel Energie (die auf die gleiche Weise erzeugt wird wie bei uns) "verbrauchen" wie wir. Wie wollen Sie denen das verbieten, und wieviel Prozent der Bevölkerung sowohl hier bei uns als auch in Indien werden sich soviel Energie dann noch leisten können? Also ich zumindest glaube nicht dass die Antwort im "weiter so" liegt.
(0)
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