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publiziert: 25.07.2011 19:41 Uhr
aktualisiert: 25.07.2011 19:49 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text SCHWEINFURT
Region Main-Rhön ordnet Flächen für den Bau von Windrädern neu

Schutzgebiete nicht mehr tabu
  • Alternative Energien: Der Regionale Planungsverband Main-Rhön ordnet die Kriterien für die Aufstellung von Windrädern neu.
    Foto: Berthold Gehret
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Die Region Main-Rhön stellt die Weichen, um den Bau von Windrädern zwischen Rhön und Steigerwald zu ordnen. Der Ausschuss des Regionalen Planungsverbands hat am Montag einen Vorentwurf verabschiedet, wonach 94 Flächen für den Bau von Windkraftanlagen vorgesehen sind.

Im Plan, der nun den Gemeinden zur Anhörung vorgelegt wird, sind 12 000 Hektar vorgesehen. Wie der Haßberge-Landrat Rudolf Handwerker als Verbandsvorsitzender sagte, könne man dort theoretisch 1200 Anlagen unterbringen, was in der Landeshauptstadt großes Erstaunen ausgelöst habe. Zum Vergleich: In ganz Bayern plant die Staatsregierung den Bau von 1500 Windrädern bis 2021. Marion Lautenbacher vom Bayerischen Umweltministerium attestierte der Region, mit ihrem Vorhaben bereits weit zu sein.

Der ursprüngliche Entwurf des Planungsverbands hatte für große Diskussionen gesorgt. Die Ausschlusskriterien für Windkraftanlagen waren Kritikern zu restriktiv. Sie sind nun gelockert worden, etwa bei Abständen zu Straßen oder unterirdischen Leitungen. Auch das noch gültige Bauverbot in geschlossenen Waldgebieten ist gestrichen. Landschaftsschutzgebiete in der Rhön, in den Haßbergen und im Steigerwald sind nicht mehr generell ausgenommen – allerdings dürfen dort Windräder nur nach detaillierter Einzelfallprüfung aufgestellt werden.

Dies ging allerdings Kritikern nicht weit genug. Robert Römmelt, Bürgermeister von Riedenberg (Lkr. Bad Kissingen), monierte, dass die Gemeinden seiner Gegend fast ausschließlich in Schutzgebieten lägen; damit seien ganze Kommunen von der Windkraft ausgeschlossen.

Angesichts der Tatsache, dass bereits jetzt Investoren auf der Suche nach den besten Flächen seien, mahnte Landrat Thomas Bold (Bad Kissingen) beim Verfahren zur Eile. Man müsse mit ihnen in den Wettbewerb einsteigen, um bürgerschaftliches Engagement beim Bau zu ermöglichen. So soll nach Vorstellung des Ausschusses die Wertschöpfung vor Ort gehalten und die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöht werden.

Von unserem Redaktionsmitglied Josef Schäfer
    
    

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Die neuesten Kommentare

der bürger (1269 Kommentare) am 26.07.2011 11:43

Jetzt geht der Irsinn los....

da bedauern schon Gemeinden, dass sie in einem Schutzgebiet liegen und damit nicht am Windrad-Hype teilnehmen können....
(2)
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