Energie

aktualisiert: 13.01.2009 17:44 Uhr
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WÜRZBURG
Alternativenegerie Holz: Gut getrocknet brennt es besser
Mit Holz beheizte Öfen erobern sich ihren Platz in den Häusern wieder zurück
In Zeiten steigender Energiepreise entscheiden sich immer mehr Menschen, zur Ergänzung oder Alternative zu ihren Öl- Gas- oder Nachtspeicherheizungen, für die Anschaffung eines Kaminofens. Fast wöchentlich flattern mit der Zeitung auch Prospekte ins Haus. Das Angebot ist groß und die Preisspanne weit.
„Die großen Preisunterschiede beziehen sich hauptsächlich auf Optik und Verbrennungstechnik, aber an Qualität und Nutzen fehlt es auch den meisten Baumarkt-Modellen nicht“, sagt Ernst Richter, Obermeister der Kaminkehrer-Innung Unterfranken mit Sitz in Rottendorf. Man sollte beim Kauf allerdings einige Details beachten.
„Der Umsatz mit festen Brennstoffen hat sich verdoppelt.“
Thorsten Roschlau Obi-Markt Heuchelhof
„Die Bundesregierung plant eine Bundesemissionsschutzverordnung, nach der Kaminöfen gewisse Schadstoffwerte einhalten müssen“, erklärt Richter. Bei der Wahl eines Kaminofens sei dabei entscheidend, dass sich eine Typenkennzeichnung und beispielsweise, das „DIN-plus“ Zeichen auf dem Gerät befände, dann bestehe in Zukunft weder eine Nachrüstungspflicht, noch ein Filterzwang, weiß der Experte.
80 Prozent der Baumarktmodelle erfüllen nach seiner Auskunft bereits heute diese Forderung nach niedrigeren Emissionen. „Die Energieverwertung eines einzelnen Modells wird in der Regel in Prozent angegeben und kann der jeweiligen Informationsbroschüre zu einem Gerät entnommen werden“, so Richter weiter.
Geht es um das Feuerholz empfiehlt er, sich eher an ansässige Anbieter zu wenden, „da das Material aus dem Baumarkt einen unnötig weiten Weg hinter sich hat“, so der Experte. Entscheidend ist hier auch die Qualität des Holzes, es sollte zwei bis drei Jahre durchgetrocknet sein, um gut zu brennen und beim Heizen nicht unnötig giftiges Kohlenmonoxid zu erzeugen.
Beachtet man dies alles, ist das Heizen mit Holz für die Umwelt eher unbedenklich. Der Experte erklärt: „Das Verbrennen von Holz erzeugt Kohlendioxid, was eigentlich das Klima der Erde verschlechtert. Aber an die Stellen des Holzeinschlags werden neue Bäume gepflanzt. Das bei der Verbrennung freigesetzte Gas wird von diesen beim Wachstumsprozess aus der Luft entfernt und im Holz gespeichert – der ideale Kreislauf!“
Für Leute, die keine große Lagerkapazität haben empfiehlt Richter das Heizen mit Pellets, gepressten Holzschnitzeln. Diese bekommt man Sackweise im Baumarkt seiner Wahl oder bei Fachanbietern. Thorsten Roschlau. stellvertretender Marktleiter der Obi-Filiale bestätigt, dass die Nachfrage steigt. „Der Umsatz mit festen Brennstoffen hat sich sogar verdoppelt“, berichtet Roschlau.
Bevor man sich allerdings über derartige Details Gedanken macht, sollte man sich nach Rat des Innungsobermeisters Ernst Richter an seinen zuständigen Bezirkskaminkehrermeister wenden und prüfen lassen, ob der eigene Kamin überhaupt für den Anschluss eines Ofens geeignet ist.
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