aktualisiert: 05.01.2010 15:08 Uhr
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BAD NEUSTADT
Main-Topmodel: Nur Schönsein reicht nicht
Die Finalistinnen des Wettbewerbs wurden in der Stadthalle Bad Neustadt gekürt
Im Bikini, Disco-Outfit und Abendkleid kämpften am Freitag 20 Schönheiten beim Main-Topmodel Wettbewerb vor allem mit ihren äußeren Reizen um den Einzug ins Finale. Doch die Jury interessierte auch ihre Persönlichkeit. Im Interview erzählten sie deshalb von ihren Träumen jenseits des Laufstegs und großen Vorbildern wie Heidi Klum, Kate Moss und Lukas Podolski.
Das Halbfinale 2009
Über 200 Mädchen hatten sich vorab für den Titel des Main Top-Model 2009 beworben. Wer es also am Freitag auf den Catwalk geschafft hatte, durfte sich durchaus zu einem erlesenen Kreis zählen. Sie alle waren jung und schön. Seine Auswahl nur nach dem Äußeren zu treffen fällt also schwer. Die Jury setzte sich deshalb aus echten Profis zusammen. Filiz Caglar, ehemalige Miss Türkei, wurde unterstützt von Wolfgang Reuß, „dem Hahn im Korb“, wie Moderator Roland Schmitt-Raiser sagte. Außerdem war mit Diane Feininger eine echte Expertin mit an Bord – was Design betraf.
Die Einzige, die aber wirklich nachfühlen konnte, was den Mädchen an diesem Abend durch den Kopf ging, war zweifellos Ivana Blaic. Sie ist das amtierende Main-Topmodel 2008. Nun saß sie erstmals auf der anderen Seite der Jury und verriet worauf sie achtet:
„Das Gesamtpaket muss stimmen. Ist sie authentisch? Ist sie natürlich?“. Auf Modelmaße hingegen achte sie nicht so sehr. Kein Wunder, die waren ja nun auch bei fast allen Mädels gleich. Doch auf dem Laufsteg trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Auch ein Laie merkte hier, wer sich im Blitzlichtgewitter der Fotografen so richtig wohl fühlte und wer vor lauter Anspannung nur schnell wieder von der Bühne huschte.
In kleinen Kurzinterviews kitzelte dann Moderator Roland Schmitt-Raiser aus den Kandidatinnen heraus, wie sie überhaupt zu einer Teilnahme gekommen waren. Einige hatten bereits Model-Erfahrung, andere wurden von Freunden und Verwandten ermutigt. Eine meldete sich gar aus Langeweile an.
So unterschiedlich die Mädchen waren, so unterschiedlich waren die Lebensentwürfe der jungen Damen jenseits des Laufstegs. Während die eine sich bei Yoga entspannt, führte die nächste auf der Bühne ihre Karate Ausbildung vor. Ursula C. James stimmt sogar spontan ein Lied von Mariah Carey an und stahl damit Gaststar KayKay, die in den Pausen für die musikalische Umrahmung sorgte, beinahe die Show.
Mehr Fröhlichkeit
Nur in einem waren sich alle einig, dass die Welt mehr Fröhlichkeit und ein Lächeln verdient. Denn das würden sie ändern, wenn sie was zu sagen hätten. Nur der Weltfrieden, der war nicht dabei.
Doch ganz ehrlich: Das Publikum war nicht aus ganz Mainfranken angereist, um die Mädchen reden zu hören. In atemberaubenden Kleidern, die streckenweise mit faszinierend wenig Stoff auskamen, verzauberten die Kandidatinnen die zahlreichen Gäste in der Stadthalle. Ganze Fanblocks hatten sich gegründet, mit Plakaten, T-Shirts und Schlachtrufen feuerten sie ihre Favoritin an. Auch die Oma von Kandidatin Clarissa war angereist, sichtlich stolz auf ihre Enkelin: „Wenn Ausstrahlung und Natürlichkeit in diesem Wettbewerb etwas zählen, ist Clarissa schon Siegerin!", sagt sie voller Überzeugung.
Und wirklich. Offenbar zählen diese Kriterien hier: Clarissa Thur (Zellingen) kommt in die nächste Runde. Im Finale sind auch Lara-Josephine Sander aus Würzburg, Ina Wiesinger aus Uettingen, Eileen Unsleber aus Wasserlosen, Olga Braun aus Schweinfurt, Linda Eberlein aus Würzburg, Natalia Kowalcikowska aus Kitzingen, Ursula C. James aus Bad Kissingen, Denise Eberlein aus Unterpleichfeld und Miriam Stadter aus Bamberg.
Sie treten am 17. Oktober zum großen Finale in Würzburg an und kämpfen dort neben einem professionellen Fotoshooting vor allem um eine Traumreise nach Mauritius.
Für eine von ihnen könnte es also ein wichtiger Schritt in Richtung Model-Karriere sein. Denn ehrgeizig sind sie ja alle. Als Vorbilder nannten sie keine Geringere als Heidi Klum. Auch Kate Moss musste als Vorbild herhalten. Und wenn es mit dem Modeln nicht klappt bleibt noch ein Idol: „Lukas Podolski“, sagte eine Kandidatin. Sie spielt seit Jahren leidenschaftlich in einer Frauenfußballmannschaft. Denn emanzipiert sind die Mädchen ja auch noch.
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