aktualisiert: 01.06.2011 11:36 Uhr
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NÜRNBERG
Ellie Goulding: Der neue Shooting-Star
Die Sängerin erntet für ihr Debütalbum viel Lob. Am Samstag stellt sie es bei Rock im Park vor
Sie gilt als der neue Shooting-Star aus Großbritannien, hat bereits zahlreiche Preise eingeheimst und sogar schon einen Song für Lena Meyer-Landrut geschrieben: Ellie Goulding. Die 23-jährige Blondine hat mit ihrem Debütalbum „Lights“ Platz 1 der UK-Charts erreicht und wurde mit einem Brit Award sowie jeder Menge Kritikerlob bedacht. Jetzt nimmt sie Deutschland ins Visier. Am Samstag steht sie bei Rock im Park in Nürnberg auf der Bühne. Wir haben mit gesprochen.
Ellie Goulding: In jeder Partnerschaft gibt es Gewinner und Verlierer. Eben denjenigen, der in irgendeiner Form manipuliert wird, oder einfach nur am wenigsten davon hat. Und denjenigen, der daraus selbstbewusst und gestärkt hervorgeht. Der einen Sieg errungen hat – also auf Kosten des anderen.
Was dich zu Stücken wie „This Love (Will Be Your Downfall)“ inspiriert?Goulding: Ganz genau. Und das ist ja ziemlich traurig. Ich rede davon, warum wir uns so verhalten, wie wir das tun. Also in Bezug auf Leute, die wir lieben. Und warum wir einander betrügen. Denn die Tatsache, dass du dich verliebst, ist meistens eben nicht wirklich gut für dich.
Sprichst du aus Erfahrung oder sind das nur Fallbeispiele?Goulding: Eine Mischung aus beidem. Einfach, weil es sich merkwürdig anfühlen würde, wenn alle Stücke von mir handeln würden. Das käme ja so rüber, als hätte ich in meinem Leben wer weiß wie viel Unglück und Herzschmerz erlebt. Was definitiv nicht der Fall ist. Deshalb stelle ich da viele Fragen, denn ich habe mir auch die Geschichten von vielen anderen Leuten angehört. Was mich über meine eigenen Erfahrungen hat nachdenken lassen – und dafür sorgt, dass da viele verschiedene Szenarien auf meinem Album sind. Einige, in denen ich sehr glücklich bin, und andere, in denen ich alle Hoffnung verloren habe.
Wie gehst du mit dem aktuellen Rummel um deine Person um – bzw. was war das für ein Gefühl, Platz 1 der britischen Albumcharts zu erreichen?Goulding: Ich war ziemlich geschockt – aber auch überrascht. Weil ich nie damit gerecht hätte. Und es ja auch eine zweischneidige Sache ist. Denn die Leute erwarten plötzlich wahnsinnig viel von mir. Und obwohl ich denke, ich kriege das hin, erfordert es doch sehr viel Kraft. Also: Du kannst keine schwache Person sein, wenn du dich auf dieses Geschäft einlässt. Das ist das erste, was ich gelernt habe.
Wie hat sich dein Leben als Shootingstar 2010 verändert? Wirst du auf der Straße erkannt oder sogar verfolgt?Goulding: Nichts in der Art – zumindest: Noch nicht. Ich meine, es herrscht eine Menge Interesse seitens der Medien. Aber es ist nicht so, als würden mich Leute auf der Straße verfolgen. Obwohl: Manchmal machen sie ein Foto von mir. Aber ich schätze, dass ich mir da keine Sorgen machen muss – so lange sie nett zu mir sind. Also: Ab und zu werde ich erkannt. Aber ein wirkliches Problem ist das bislang nicht.
Was sich nach deiner Welttournee mit zig Festival-, Radio- und TV-Auftritten schnell ändern könnte?Goulding: Ja, und ich spüre da tatsächlich eine Menge Druck. Die Sache ist nur: Ich kann es kaum erwarten, endlich zu touren. Einfach, weil es mir Spaß macht, live zu spielen. Wenn ich meine Nerven erst mal im Griff habe, bin ich ziemlich gut.
In den nächsten Wochen bist du viel live unterwegs – u.a. bei Rock am Ring/Rock im Park. Was erwartet uns da?Goulding: Meine Live-Show ist ziemlich energetisch. Und ich habe eine eingespielte Band. Insofern wird das eine aufregende Sache, denn wir haben jede Menge Energie und Leidenschaft. Und wir sind richtige Performer – wir geben alles, egal, was passiert. Also: Es wird garantiert eine gute Show.

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