Fränkische Weinkönigin

aktualisiert: 06.03.2012 15:02 Uhr
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FAHR/WÜRZBURG
Neue Weinkönigin: Im Alleingang zur Krone
Nur eine Bewerberin: Neue Fränkische Weinkönigin wird Melanie Dietrich aus Fahr
Die schlechte Nachricht: Eine tolle Wahlgala wird es nicht geben. Die gute Nachricht: Melanie Dietrich aus Fahr (Lkr. Kitzingen) weiß bereits seit Donnerstagmorgen, dass sie als neue und damit 57. Fränkische Weinkönigin Nachfolgerin von Sabine Ziegler wird. Am Freitag wurde die Botschaft dann öffentlich gemacht.
Dass die neue Hoheit einen Frühstart hinlegte, hat einen simplen Grund: Nach Ablauf der Bewerbungsfrist am vergangenen Dienstag gab es mit der 20-Jährigen nur eine Bewerberin. Weshalb die Wahl- und Krönungsgala flachfällt, die eigentlich im März in Schweinfurt über die Bühne gehen sollte.
Als Ausgleich wird laut Hermann Schmitt, Geschäftsführer des Fränkischen Weinbauverbandes, in Würzburg „eine hochwertige Veranstaltung“ auf die Beine gestellt, bei der Sabine Ziegler aus Güntersleben (Lkr. Würzburg) würdig verabschiedet und Melanie Dietrich in ihr Amt eingeführt wird.
„Total überrascht und begeistert.“Melanie Dietrich über den Moment, als sie von ihrem Glück erfuhr
Wie Hermann Schmitt weiter betonte, habe es den Fall mit lediglich einer Bewerberin schon einmal gegeben: Vor 16 Jahren, in der Amtszeit 1996/97, war Claudia Schmachtenberger aus Eibelstadt (Lkr. Würzburg) konkurrenzlos auf den Thron gestiegen. Nachdem es in den vergangenen zehn Jahren jeweils drei bis sechs Bewerberinnen gegeben hatte, lautet das Rätsel, warum diesmal die große Zurückhaltung ausbrach. Laut Schmitt werde „gemunkelt“, dass unter den derzeit 82 Weinprinzessinnen in Franken die Meinung vorherrscht, gegen Melanie Dietrich chancenlos zu sein – nach dem Motto: „Wenn die Melanie sich bewirbt, muss man gar nicht erst antreten.“
Das bedauert der Geschäftsführer, schließlich seien alle 82 Prinzessinnen „sehr engagiert“. Die Bewerbung von Melanie Dietrich habe sich scheinbar schnell herumgesprochen. Ein fehlendes Interesse an dem Amt der Fränkischen Weinkönigin könne er nicht ausmachen, so Schmitt. Die Fränkische Weinkönigin in spe erfuhr von ihrem Glück am Telefon: „Ich war total überrascht und begeistert.“
Die Nachricht hatte sich schnell verbreitet: Schon bald habe sie in ihrem rund 600 Einwohner zählenden Heimatdorf, einem Ortsteil von Volkach am Main, jede Menge hochgestreckte Daumen gesehen, erzählt Melanie Dietrich. Die 20-Jährige studiert in Würzburg im dritten Semester Mathematik und Physik mit dem Ziel, Gymnasiallehrerin zu werden. Seit April 2010 ist sie zudem Weinprinzessin in Fahr, wo sie schon ihren Großeltern in den Weinbergen geholfen hat. In ihrer Freizeit spielt sie Korbball, liest gerne, feuert die Fußballer des heimischen FC an und kostet – natürlich – ihre „Leidenschaft für Wein“ aus.
Die Weinköniginnen
Fränkische Weinkönigin: Sie ist für ein Jahr gewählt und kann im Folgejahr für die Wahl zur Deutschen Weinkönigin kandidieren, um die 13 deutschen Anbaugebiete zu repräsentieren. Amtsprofil: Mindestens 18 Jahre alt, sollte aus einer Winzerfamilie stammen. Top-Weinkenntnisse ein Muss. Herkunftsorte: Besonders viele Königinnen brachten die Orte Obereisenheim, Sommerach (je vier), Erlenbach, Großlangheim, Randersacker, Volkach und Escherndorf (je drei) hervor.
Tradition: Melanie Dietrich (Fahr) ist die 57. Weinkönigin und im Gegensatz zu fast allen ihren Vorgängerinnen ohne Konkurrent. Sie löst Sabine Ziegler (Güntersleben) ab, die sich gegen drei Konkurrentinnen durchsetzte. Wahl-Gala: Das Großereignis fällt flach. Es soll aber eine Krönungs-Gala in Würzburg geben.
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Mainung (104 Kommentare) am 15.01.2012 12:28
Viel Erfolg!Hallo Frau Dietrich,viel Erfolg bei der Ausübung des Amtes und bei der Vermarktung unseres Weines über die fränkischen Landesgrenzen hinweg. Nehmen Sie sich nicht alle Kommentare zu Herzen, denn nicht jeden werden Sie mit Botschaff des fränkischen Weines erreichen. Für die ewigen Nörgler gibt es ja noch Aldi und Lidl. Für alle Weinkenner übernhemen Sie einen wertvollen Auftrag. |
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pope (103 Kommentare) am 14.01.2012 19:48
Also so gesehen muss ich sagen,eine Weinkönigin brauchen wir ebenfalls so wenig wie einen Bundespräsidenten, der uns ebenfalls nur eine Unmenge Geld kostet, da er ja auch noch auf Lebenszeit eine richtig fette Pension einstreicht. |
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j.r. (816 Kommentare) am 14.01.2012 19:40
Ist echt wahr!Was braucht´s eine Weinkönigin? Der ganze Firlefanz um diesen edlen Saft ist eine einzige Show und kostet den Verbraucher zudem nur Geld! Den Frankenwein kann man auch durch nicht so kostspielige Werbung zum Verbraucher bringen, man kommt sich ja vor wie bei "FSDW", sprich "Franken sucht die Weinkönigin"!
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bussimanni (25 Kommentare) am 14.01.2012 18:52
BlödsinnGut so.Wer braucht den Blödsinn?Als ob es nichts wichtigeres gäbe.Die Menschen sollten lieber mal über einen Wahlboykott nachdenken.Es ist keinesfalls blamabel,sondern einzig ein Zeichen.Es gibt genug Alkoholiker,die ihre Weinkenntnis als Alibifunktion vorschieben.Man muß um ein Zellgift nicht noch einen Riesenbohei veranstalten.Beim Rauchen wird "durchgegriffen",beim Alkohol nach wie vor,verharmlost.Ich kenne keinen Raucher(selber seit 10Jahren Nichtraucher)der eine zuviel geraucht hat und dann jemanden umgefahren hat. |
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silvaner0815 (1 Kommentare) am 14.01.2012 18:30
So schaut´s aus!!!Herzlichen Glückwunsch auch von mir an Melanie Dietrich. Ich glaube aber das sich die Winzer in Franken nicht schämen brauchen. Wer einmal bei der Wahl als Vereinsvorstand dabei war, und sieht wie diese abläuft, hat gar keine lust mehr bei so einer verlogenen Veranstaltung mit zu machen.Unsere Kandidatin war letztes Jahr sicherlich nicht die Beste aber es hätte zu einer Stichwahl kommen müssen zwischen Sabine Ziegler und Ann-Kathrin Gerhard. (Aber egal). Ich hoffe nur das sich der fränkische Weinbauverband mal Gedanken zu einer fairen Wahl macht. Zum Wohl der Frankenwein |
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