Fränkische Weinkönigin

aktualisiert: 09.10.2011 20:17 Uhr
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RAMSTHAL
Das „Tal der Königin“ ist nun ohne Königin
Saaletal nimmt Abschied von seiner Königin
Ramsthal bereitete Melanie Unsleber nach 18-monatiger Amtszeit ein großes Abschiedsfest. Wehmut kam auf im voll besetzten Festsaal des Ramsthaler Sportheimes, als Melanie Unsleber verabschiedet wurde aus ihrer Position der Deutschen Weinprinzessin. Auch als Fränkische Weinkönigin hatte sie das Saaletal repräsentiert, nun war ihre Heimatgemeinde daran, ein Abschiedsfest auszurichten für ihre insgesamt 18 Monate dauernde Amtszeit.
Sogar ein Loblied für Melanie hatten die Ramsthaler Schoppebläser gedichtet, das der ganze Saal mitsang. In zahlreichen Reden wurde der charmanten Repräsentantin des Frankenweins gedankt für ihre erfolgreiche Aufgabenerfüllung.
Adolf Keller vom Ramsthaler Weinbauverein verwies auf Melanies Selbstvertrauen, ihre Überzeugungskraft und ihren Mut, mit dem sie ihre nationalen und internationalen Termine absolviert habe. Er erinnerte daran, wie die Sorge groß war im Saaletal, als sie ausgerechnet zur Zeit der Erdbebenkatastrophe in Japan weilte.
Bürgermeister Franz Büttner bekundete seinen Wehmut darüber, dass „das Tal der Königin“ nun das Ende von Melanies Amtszeit hinnehmen müsse. Fünf Jahre habe sie den Ramsthaler Wein repräsentiert, 18 Monate sei sie als Fränkische Weinkönigin und als Deutsche Weinprinzessin unterwegs gewesen. Nach 55 Jahren sei sie die Erste gewesen, die aus dem Saaletal ins Weinköniginnenland gezogen sei. Er habe fast zwei Leitzordner voll mit Presseartikeln gesammelt, in denen er sicher immer wieder lesen werde, so Büttner. Er versprach, dass die Tafel am Ortseingang, die auf ihre Amtszeit hinweist, sehr lange stehen bleibt.
Die amtierende Fränkische Weinkönigin Sabine Ziegler erzählte von ihren Begegnungen mit Melanie Unsleber und entwarf ein persönliches Wappen für sie. Darin steht ein Schlüssel für die Offenheit Melanies, eine Weintraube für die Freundschaft, ein Herz für die Leidenschaft, mit der sie ihr Amt ausgefüllt habe, die Sonne für Melanies Ausstrahlung und ein Kleeblatt für das Glück auf ihrem zukünftigen Weg.
Auch der stellvertretende Landrat Emil Müller, Karlheinz Vogler vom Bauernverband sowie Stefan Ruppert und Julia Schäfer vom Hammelburger Weinbauverein verwiesen auf die Aufmerksamkeit, die Melanie Unsleber auf das Saaletal gelenkt habe.
Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes erinnerte sich an viele schöne Begegnungen und hob hervor, dass die Unterstützung der Familie Unsleber für Melanie der Wert der Familie an sich abbilde. „Die Melanie gehört zu den ganz ganz guten Weinköniginnen, die wir hatten.“
Keinen Tag und keinen der über 400 Termine möchte sie missen, so Melanie Unsleber. Seit dem März vergangenen Jahres habe sich ihr Leben total verändert. „Es war eine tolle Aufgabe, den Wein zu repräsentieren.“ Neben den vielen Auslandsreisen, die unter anderem nach Kanada, China und Japan geführt haben, konnte sie aber auch in Franken viele wunderschöne Orte entdecken, so dass sie es als Glück empfinde, in dieser Region zu leben. Demnächst wird sie aber erst einmal ein Masterstudium in Köln beginnen und den dortigen Menschen den Frankenwein nahebringen. Sie dankte all ihren zahlreichen Unterstützern und ganz besonders ihrer Familie.
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