aktualisiert: 08.03.2011 19:08 Uhr
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EICHELSDORF/ERMERSHAUSEN
Auszugsmarsch: Helau Haßgau!
Mit Faschingszügen wurde die närrische Zeit verabschiedet
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Lauter feine Tröpfchen: Zum Weinfest luden in Ermershausen die Donnerstagsturnerinnen ein.Foto: Michael Mösslein -
Weiße Vorahnung: Gipsabbau war in Eichelsdorf Thema.Foto: Anette Tiller -
Schaurig schön: Die Eichelsdorfer Vampire.Foto: Anette Tiller -
Strahlemann: Ein Ermetztaler mit Drachenhut.Foto: Michael Mösslein -
Schön wär's: Das Huhn, das goldene Eier legt.Foto: Michael Mösslein
Ein kleinwenig muss Petrus wohl auch ein Faschings-Jeck sein. Wie sonst ist es zu verstehen, dass strahlend blauer Himmel das närrische Finale begleitete. Und das ist gut so, denn so richtig kommt Bunt erst vor einem stahlblauen Himmel zur Geltung.
Bunt, liebenswert und auch mal bissig – aber immer mit viel guter Stimmung, so nahmen die Narren in Eichelsdorf und Ermershausen bei ihren Umzügen Abschied vom Fasching.
Dass Fasching in Ermershausen eine ganz besondere Jahreszeit ist, das hatte in den vergangenen Wochen die Ermetzia immer wieder gezeigt. Immerhin feierte der Nachwuchs seinen 25. Geburtstag. Und so verschlägt es zum großen Finale auch immer wieder Ermershäuser in die Heimat – „weil: Wenn du ein Franke bist, dann musst du zum Fasching einfach nach Hause, nach Ermershausen“, sagt Christine Tögel und lacht dazu. Seit 19 Jahren wohnt sie zwar in Rosenheim. Doch jedes Jahr zieht es die Ermershäuserin zusammen mit ihrem Mann Robert zum Faschingszug in ihre Heimat. Und auch der Ehemann ist davon begeistert, mit welcher Begeisterung in Ermershausen Fasching gefeiert wird.
Und die Tögels waren natürlich nicht nur Besucher, sondern mittendrin dabei: Beim mobilen Einkehrschwung. Dass in diesem Jahr gar kein Schnee mehr lag? Das war ihnen, wie auch dem Ski-Club, egal. In Ermershausen gibt es schließlich auch keine Weinlagen, und dennoch gab es im Umzug ein rauschendes Weinfest: die bezaubernde Weingöttinnen der Gymnastikfrauen „2 Z“ (Donnerstagsturnerinnen) kredenzten beste Tröpfchen und sorgten für beste Stimmung.
Die herrschte auf dem Zug im übrigen von Beginn an – und von klein auf: Der Wagen des Geburtstagskindes – der Kinder-Ermetzia – führte den Zug an und es dürfte den Zuschauern deutlich geworden sein, dass es einem um den närrischen Nachwuchs nicht bange sein muss – und auch nicht um den Gardetanz, wie die Mädchen zeigten.
Und so dürfte auch die närrische Regentschaft mit Nadine I. und Michael IV. und Töchterchen Leya stolz auf die ausgelassenen Untertanen gewesen sein.
Mit schmissigen Melodien heizten unterdessen die Ermetztaler vom Posaunenchor ein, während die Gruppen, wie unter anderem die Montagsturner (Mexikaner), der Kindergarten, oder die Landjugend und das Männerballett dafür sorgten, dass die Zuschauer nicht nur in Stimmung kamen, sondern auch die begehrten Zug-Souvenirs, kleine Süßigkeiten, mit nach Hause nehmen konnten.
Ein ähnliches Bild in Eichelsdorf: Bei strahlend blauem Himmel und mit bester Laune zogen auch hier die Narren beim Faschingsumzug wieder ihre Runde durch das Dorf, wobei sie mit Biss und zielgenauer Ironie die örtlichen Ereignisse, wie den geplanten Gipsabbau oder die neue Bewohner des ehemaligen Klosters, mit tollen Mottowägen unter die Lupe nahmen.
Bissig, aber gut gelaunt, begleiteten jede Menge Vampire den Zug und auch Wikinger segelten mit ihrem Schiff durch die Gässchen von Eichelsdorf. Auch in diesem Jahr waren wieder viele verkleidete Eichelsdorfer und auswärtige Besucher erschienen, um am Straßenrand dem bunten Narrenzug kräftig zuzujubeln und diesen zu begleiten, bis letztendliche alle gemeinsam an der Schneebar und im Gasthaus „Zu den Haßbergen“ landeten, wo der Fasching lautstark und mit viel Hallo ausklingen konnte.
ONLINE-TIPP
Viele weitere Bilder von den Umzügen in Ermershausen und in Eichelsdorf gibt es im Internet unter www.mainpost.de/regional/hassberge
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