aktualisiert: 09.03.2011 12:21 Uhr
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KÖNIGSBERG
Närrische Rittersleut' in der Stadt
Königsberger Turnverein organisiert Faschingsumzug
(sn) „Helau!“ tönte es am Faschingssonntag nicht nur durch die Straßen der Faschingshochburgen Sand und Zeil, sondern auch durch die Altstadt von Königsberg. Wie schon seit einigen Jahren hatte der Turnverein Königsberg im Vorlauf des von ihm an diesem Nachmittag in der Rudolf-Mett-Halle ausgerichteten Kinderfaschings einen Faschingsumzug durch die Stadt organisiert, der diesmal unter dem Motto „Ja so warn's die alten Rittersleut'“ stand.
Angeführt von zwei Regenten des TV, dem Vorsitzenden Walter Schneider und Jugendabteilungsleiter Gerold Weidhaus, die auf ihrem Burgwagen von „Rasendoktor“ Hans Zitzmann mit seinem neuen Rasenmäher gezogen wurden, zog ein kleiner aber fröhlicher und farbenfroher Gaudiwurm mit drei Motivwagen und einigen Fußgruppen durch die Stadt.
Dabei waren auf den Wägen, die zu mittelalterlichen Burgen umgebaut waren, Bonbons und andere Süßigkeiten werfende Burgfräuleins, Ritter und Burgherren zu sehen, die nicht nur ans Mittelalter dachten sondern mit Schildern wie „Suche Ritter zur Rettung – die Königsberger Turnhalle“ auch an die Neuzeit.
Unter den Fußgruppen konnte man neben etlichen Mönchen und vielem einfachen Gesinde und Volk auch eine durchwegs rot gekleidete Truppe mit dem aktuellen Schild „Koan DFB-Pokal, koan Meister – aber kaa Angst! Mia komma wieder! FCB forever!“ entdecken. Sehr erfreulich, dass auch Hellingen, das mit seinen tollen Büttensitzungen zu den Faschingshochburgen der Region zählte, mit einem schön dekorierten Wagen, in dem eine Prinzessin die Huld des Volkes entgegennahm, an diesem Umzug teilnahm. „Ob Gsindl, Bauern und Barone, die Hellinger sen a net OHNE!“, war auf ihrem Wagen zu lesen, mit dem sie den Abschluss des kleinen Gaudiwurms bildeten.
Weit mehr Menschen als im vergangenen Jahr begeisterten sich heuer als Teilnehmer oder Zuschauer für das närrische Treiben in Königsberg. Obwohl das Städtchen traditionell eigentlich keine Faschingshochburg ist, ist Umzug mittlerweile nicht mehr wegzudenken.
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