aktualisiert: 08.03.2011 11:45 Uhr
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HUMPRECHTSHAUSEN
Flotte Jungs und verrückte Hühner
Fünf Stunden Fasching beim VfB Humprechtshausen
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Orientalisches Flair: Die Jüngsten begeisterten beim VfB-Fasching in Humprechtshausen als tanzende Haremsdamen.Foto: Ulrich Kind -
Ab geht's in den Wald: Der Holzmacher-Nachwuchs war bestens ausgerüstet.Foto: Ulrich Kind -
Ganz aktuell: Beim Stubenappell hing schon das Bild des neuen Ministers.Foto: Ulrich Kind
Die große weite Welt und die hohe Politik, aber vor allem das Dorfgeschehen sorgten für beste Unterhaltung beim Faschingsabend des VfB Humprechtshausen.
Gleich zu Beginn zauberten die Jüngsten als tanzende Haremsdamen in schillernden Kostümen mit Pluderhose und Schleier fast orientalisches Flair auf die Bühne in der Schulturnhalle. Nur mit einer Zugabe wurde der tanzende VfB-Nachwuchs von der Bühne entlassen.
Gleich zurück in den heimischen Gemeindewald führte der Auftritt des Holzmacher-Nachwuchses mit dem Song: „Ich schmeiße mein Bulldog on und häng den Hänger dro!“ Im Hintergrund wurden dabei auf die Leinwand Lichtbilder eines Holzmacher-Arbeitstages projiziert. Die Buben waren unter anderem in grüner Arbeitsmontur mit Forstschutzhelm und Waldmoped für ihren Arbeitseinsatz bestens gerüstet. Ein bisschen vom lokalen Dorfgeschehen spielte bei den Dialogen natürlich auch mit. Treffend wurden dabei die bekannten Größen der örtlichen Holzhauer-Innung von den Lausbuben parodiert. Dafür gab es dann auch spontanen Zwischenapplaus vom begeisterten Publikum.
Als Oma verglich Gertrud Riedel in ihrer Bütt die ach so gute alte Zeit mit dem Leben der heutigen Generation. Für Enkel Markus Bayer ist sie sicher die beste Oma, er moderierte gekonnt durch den fünfstündigen Abend.
Eine bunte Abwechslung waren die vier lustigen Musikclowns (Lena Bulheller, Jonas Bayer, Felix Stephan und David Hochrein) mit ihren Pantomimen und Späßen, deren gemeinsam gespieltes Lied „Oh mein Papa“ gebührend vom begeisterten Publikum belohnt wurde.
Eine Szene – wie aus dem richtigen Leben gegriffen – zeichneten Anja Zehnter, Sonja Krug und Elmar Kraus bei einem Brunch-Besuch nach. Vor lauter Raffgier und weil das Essen angeblich so billig ist wurde von den Gästen auch noch die Plastikdekoration des Buffets mitgegessen, dies stellte danach verwundert der Wirt (Armin Häusinger) fest.
Mit einem köstlichen musikalischen Zwischenspiel waren mehrmals am Abend die Dorfmusikanten (Max Bayer, Rudi Zehnter, Christian Pfautsch und Julian Bathon) vertreten. Weil ihr Dirigent (Hermann Zehnter) in einen Wildunfall verwickelt war und der das Reh kurzerhand mitnahm, zog sich das Lied: „Heut gibt's ein Reh-Ragout aufn Nacht“ wie ein roter Faden durch den Abend. Dabei waren die Musikanten mit ihrem Faschingsohrwurm in verschiedener Aufmachung – als Chorknaben, bayrische oder mexikanischer Band oder sogar als Rapper zu hören.
Als flotte Beach-Boys (Sebastian Stephan, Maximilian Werb, Simon Bauer, Simon Hochrein, Dominik Schineller) kämpften sich die mutigen Rettungsschwimmer unter Aufsicht ihres Bademeisters (Matthias Mock) durch die tosenden Meeresbrandung.
Dass ein Elternsprechtag mit dem Lehrerkollegium (Michl Fenn, Dominik Klopf, Steffi Walter, Steffi Karch) schon mal zum Stressfaktor ausarten kann, erfuhr am eigenen Leib die am Schluss genervte Mutter (Julia Bulheller), deren Ehemann (Matthias Bulheller) natürlich keine Ahnung davon hatte.
Wie im richtigen Leben als Ehepaar gaben Birgit und Karl Bayer einen kurzen Einblick in die Hintergründe ihrer Verbindung, denn selbst der Besuch beim Eheberater (Elmar Bulheller) brachte wenig Neues für ein verbessertes Zusammenleben der beiden Streithähne.
So gut wie das Original, da waren sich alle Gäste einig, war diesmal Martin Schuler als Mario Barth auf der Bühne. Diesmal standen seine Urlaubserfahrungen und sein Verhältnis zu Frauen im Mittelpunkt seines Vortrags, der mit stürmischen Applaus belohnt wurde.
Als verrückte, bunt kostümierte Hendl hüpften die Gymnastikdamen (Moni Bauer, Helene Bayer und Lissi Kraus) um ihren Göger (Sigrid Bulheller). Hohe Politik klang beim Stubenappell an und sogar Aktualität wurde demonstriert, als das Bild des alten gegen das des neuen Ministers ausgetauscht wurde. Viel Applaus gab es für Jochen und Julian Bathon, Florian Karch, Florian Walter, Matthias Mock und Katharina Fink.
Eine tolle Mimik präsentierten die drei Cha-Cha-Cha-Herren (Christian Ullrich, Rudi Zehnter und Jochen Fuchs) bei ihrem kurzen Zwischenspiel.
Beim Sketch zur Volkszählung brillierte mit seinem komödiantischen Talent Daniel Pfautsch, der als Interviewer bei seiner Kundschaft (Matthias Bulheller) mit reichlich scheinbar alkoholfreiem Bier versorgt wurde.
ONLINE-TIPP
Mehr Informationen und Bilder unter www.mainpost.de/fasching
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