publiziert: 07.03.2011 17:55 Uhr
aktualisiert: 07.03.2011 17:58 Uhr
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Guttenbergs zuhauf

Ex-Verteidigungsminster drückt Gaudiwurm den Stempel auf
  • Zog an Tausenden von Zuschauern vorbei: Karl-Theodor zu Guttenberg tauchte beim Steinacher Faschingszug mehrfach auf – umgeben von reichlich närrischem Fußvolk, vom Highlander mit Dudelsack, von Clowns, Schlümpfen und Dioxin-Hühnern.
    Fotos: Peter Rauch
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„Der Faschingszug in Steinach ist super - ich komme jedes Jahr und mache mit“, so Sabine aus Fridritt, die heuer als Giraffe im Zug mitläuft. „Die Afrikaner haben mich dazu überredet“ und so steht die „Giraffe“ erst einmal am Straßenrand und schaut sich den Zug an, bis dann ihre Gruppe kommt und sie sich einreiht.

Rund 3000 bis 5000 Zuschauer hatte der Steenicher Gaudiwurm, in dem nicht nur einige von und zu Guttenbergs mitfuhren, sondern auch insgesamt 35 Gruppen, die bis aus Nüdlingen gekommen waren. Schließlich ist der gut zweistündige Faschingsumzug einer der Höhepunkte im Karneval des Altlandkreises Bad Kissingen.

Was für den einen der pure Spaß, ist für andere harte Arbeit: nicht nur dass Zugfahrzeuge organisiert und die Festwägen gebaut werden müssen, inzwischen liegt auch viel Verantwortung dabei. So berichtet Bürgermeister Wolfgang Back, der das bunte Treiben zusammen mit dem Rauchclub Blaue Wolke organisiert hat und verantwortlich leitet, dass sowohl Polizei wie auch Jugendamt den Steinacher Faschingszug fest im Auge haben.

Auch für Ortssprecher Volker Stahl ist „Fasching der pure Stress“, den er aber gern hat und so begleitet er wie viele andere Helfer in Warnwesten einen der schweren Traktoren, die einen der Festwägen ziehen.

Egal ob Feuerwehr, Gesangverein oder Sportgruppe aus Burglauer „bitte mit Betonung auf Gymnastik“ – für sie alle ist der Steenicher Zug ein fester Bestandteil des Faschings und so hat sich der Sonntagnachmittag dort schon fest eingebürgert.

Senioren vor der Haustür

Mit Sicherheit zum ersten Mal dabei war hingegen die erst neun Monate alte Rosalie aus Burglauer auf dem Arm ihres Opas. „Gut, sehr gut“ findet auch die inzwischen 90-jährige Edelgarde Thiemel den Zug, der direkt dort vor der Haustüre ihres Seniorenwohnheimes vorbeizieht. Etliche der Bewohner haben es sich dort, ausgerüstet mit Decken und Gartenstühlen, bequem gemacht und warten nicht umsonst darauf, dass auch sie von den reichlich verteilten Süßigkeiten etwas abbekommen.

Der Graf und die Kirche

Die Themen des Gaudiwurms, der sich über zwei Stunden durch Steinach schlängelt, beinhalten nicht nur die große Politik. So haben die Steenicher dem Ex-Verteidigungsminister das Kissinger Saaledampferle als neues Boot zugewiesen und Otto und Beatrix sind in Frauenroth wieder auferstanden, um die dort seit Jahren geschlossene Kirche zu sanieren.

Die Bockleter Mädels Marina und Jalise, die zusammen mit anderen als Tennisspielerinnen im Zug mitmarschieren, möchten am liebsten die Tennishalle als Jugendtreff, oder zumindest irgend einen Jugendtreff.

ONLINE-TIPP

Viele Bilder von diesem und vielen anderen Faschingszügen unter www.mainpost.de/fasching

Von unserem Mitarbeiter Peter Rauch
    
    

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