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Special
08.02.2009 17:40 Uhr
FUCHSSTADT

Hohlräume unter Narrenkappen

Bunte Abende in Fuchsstadt bieten Gesprächsstoff

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Die bunten Abende des Fuschter Faschings-Club (FFC) präsentierten sich als närrische Gala, die lange in Erinnerung bleiben und für Gesprächsstoff sorgen. Auch wenn es Vorsitzenden Rainer Lell aus beruflichen Gründen versagt blieb, die Freitagspremiere zu erleben - sein Stellvertreter Peter Zellhan ersetzte ihn glänzend - gehen auch diese perfekt organisierten Sitzungen in die Vereinshistorie ein. Mit dabei als Gäste die Strategen von Blau-Weiß Elfershausen und die HU-KA-GE, die Hundsbacher Karnevalsgesellschaft.

Für Turbulenz im Saal sorgten unter anderem die schneidigen Gardetänze der Rot Goldenen aus Fuchsstadt, der Blau Weißen aus Elfershausen sowie die quirlige Vorstellung der FFC-Jugendgarde, die als Cheerleader die Herzen der Zuschauer eroberte.

FOTOSERIE
Bunter Abend
Fuchsstadt 30.01.2010

Der Fuchsstädter Kindergarde gelang mit ihren Charlestontänzerinnen und Bunnys eine hübsche Einlage obwohl vier Tänzerinnen krank waren. FFC-Tanzmariechen Leona Keller präsentierte im dritten „Dienstjahr“ eine vielbeklatschte Show und auch die beiden Tanzmariechen aus Hundsbach überzeugten, die ein Potpourri aus Country- und Riverdance boten.

Die „Drei Gernerts“ (Albertshofen) besangen pointiert aktuelle Themen vom neuen US-Präsidenten über den Genmais, „Bauer sucht Frau“ bis hin zu den Olympischen Spielen in China.

Die Vorstellung des ersten Fuchsstädter Prinzenpaares entpuppte sich als Blödelschau, die gut ankam. Caroline Sitz suchte nach ihren Schilderungen einen würdigen Prinzen, fand jedoch „nur“ Jürgen Seitz, der nicht gerade wie Brad Pitt aussieht, kurzsichtig ist und für seine Krone zehn Hamburger im Burger-King verzehren musste.

Den Urlaub in Schweden hatte sich Birgit Kippes, die Bühnenpartnerin von Oliver Lukaschewitsch, anders vorgestellt. Der Mann versuchte sich erfolglos mit Butterkeksen im Fischfang, sie packte unterdessen Dosenfisch aus.

Die Lacher auf ihre Seite zogen auch Edith, Edgar, Tina und Hanna Stockmann, sowie Dietlinde und Berthold Volpert und Hanni Schmidtner. An der Strandbar versuchten sich die älteren Herren an die jungen Damen heranzumachen.

Warum sind Fuschter schlauer als Berliner? Weil jeder Fuschter weiß wo Berlin ist aber kaum ein Berliner wo Fuchsstadt liegt. Zu den Gags am laufenden Meter gehörte auch die Frage aus dem Kreuzworträtsel nach einem Begriff für Hohlraumversiegelung, der sich als Elferratskappe herausstellte. Die Elferräte der „Verunsicherung“ ließen danach keine Blödelei aus. Tanz, Show und manchmal nicht ganz jugendfreie Gags durften nach 22 Uhr sein.

Fuchsstadt gönnt sich zwei Männerballetts. In verschiedenen Rollen traten die „Euls“ auf. Zunächst als zwielichtige Mafiosi (oder Pleite-Banker?) bis zu hüpfenden Chinesen. Am Ende ließen sie die Hosen runter. Seinem Motto Ehre machte das FFC-Männerballett mit „Tropical Fire“ und einer sexy Vorstellung mit nackten Oberkörpern. Rauschenden Applaus gab es für beide.

Der Stammtisch spielte „Staatsbesuch“ – Queen Mom in Fuscht. Insbesondere Uwe Eichel als Queen, Robert Volpert als „Translater“ und Markus Schneider als Peter Hart reizten die Lachmuskeln des Publikums aus.

Gute Tradition ist der Nachtwächter, Pfarrer Erich Sauer, der die Feinheiten beleuchtete, die nicht in der Zeitung stehen. Fronleichnam ist kein Feiertag in Erfurt. Ein Fuschter witterte die Chance auf ein Schnäppchen und erstand dort eine preiswerte Jeans. Sie kostete am Ende das Dreifache, weil er im Rennsteigtunnel geblitzt wurde.

Die FFC-Showtanztruppe mit feurigen Czardas-Tänzerinnen zeigte farbenfroh und temperamentvoll, warum sie als Flaggschiff des Vereins gilt.