Die Schickeria hat einen Manager
„Landpfarrer“ Michael Krammer und die Tänzer der „Schickeria“ zählten zu den Höhepunkten der beiden Büttenabende der DJK in Kothen. Über 80 Akteure waren auf und hinter der Bühne aktiv unter der Regie von Kerstin Beck, Margit Kömpel und Johanna Morshäuser. Thomas Beck moderierte die Büttenabende.
„Die Wilden 15“, die Jüngsten im Verein, machten den Anfang auf der Turninsel der Sportheimbühne. Die Fünf- bis Neunjährigen sprangen Trampolin, tanzten mit bunten Gymnastikbändern, schlugen Purzelbäume und Saltos zu den Liedern „Eine Insel mit zwei Bergen“ und „Jungle Drum“, einstudiert von Sarah Lisa Heurich.
Mit Tanzeinlagen begeisterten auch die Showtanzgruppen „Funky Six“ und „Hot Chicks“ unter der Leitung von Lena Möller. Die englischen Namen der Gruppen rühren her von der Freundschaft zu dem englischen Fußballverein „Bay Horse United“. Mit einem Besuch der Fußballfreunde in England sollen 2010 diese Kontakte vertieft werden. Das war Anlass für den Moderator, die Englischkenntnisse der Büttenabendbesucher aufzufrischen.
Deutsch bedankte sich Moderator Thomas Beck, im Zivilberuf Kurdirektor in Bad Bocklet, dann aber bei Johanna Kömpel. Er überreichte ihr einen Sonderorden „für fantastische Werbung“. Kömpel hatte beim „Dorftratsch“ eine Einkaufstasche mit dem Aufdruck „Bad Bocklet“ vor dem Wurstwagen hängen.
Als Original in der Kothener Bütt hatte sie schon vorher alle Register gezogen bei einem Auftritt im Micky-Maus-Kostüm. Als DJK-Maus im Sportheim zu Hause, wusste sie von den Turndamen zu berichten, die sie aufgeschreckt hatte. Laute Discoabende vertreiben die Maus ins Nachbarhaus. „Haltet das Sportheim in Ehren, denn ich möchte mich gerne vermehren“, lautete ihr Appell.
Nach schöpferischer Pause zurück in der Bütt, erzählte Pfarrer Michael Krammer „aus dem Leben des Landpfarrers und über alles, was man in der Sonntagspredigt nicht hört“. Sein Auftritt gehörte, dem Applaus nach, zu den Höhepunkten des Abends. Er sprach von den „kalten Händen“ seines Organisten Lothar Selig, denkt aber nicht daran, einen Heizstrahler anzubringen. Die „Südkurve“ auf der Empore würde sonst eingelullt und könnte dann nicht am Frühschoppen teilnehmen, was ihm Ärger mit den Gastwirten einbrächte. Ärger, den er sich mit dem Aprilscherz – er wollte angeblich die Brauereigaststätte in Motten übernehmen – bereits eingehandelt hatte. Er spekulierte auch über einen Wechsel auf die Pfarrstelle in Hammelburg. Bischof Friedhelm sei informiert. Krammer will aber „nur, wenn ich meine Freundin mitnehmen darf, Maria Ehrenberg“.
Musikalischer Höhepunkt des Abends war die Hitparade mit Udo Jürgens (Reinhard Hembacher), Gitti (Margit Kömpel), ABBA, Schäfer Heinrich (Karl Dätig) und Village People (Altherren-Mannschaft). „Ein Will-Bier für mich, ein Will-Bier für dich“, einen Werbesong, der in den 70er Jahren im Bayerischen Rundfunk lief, sang Berthold Bug. Es ist das Lieblingslied der Kothener Fußballer.
Die Auersbergstraße tauften die Karnevalisten von der „Poststelle“ kurzerhand in Feldweg um. Als „Schulklasse anno Lothar Selig“ präsentierte sich die Nordic-Walking-Gruppe um Elfi Dätig.
„Mexiko“ war Reiseziel der Schickeria, der Männertanzgruppe der Feuerwehr. Mit ihren Auftritten, einstudiert von Rebekka Trabert, begeistern die jungen Männer seit drei Jahren das Publikum im fränkischen und hessischen Umland. Mittlerweile, wusste Moderator Beck zu berichten, koordiniere Manager Markus Bug die Auftritte, da sich die Gruppe vor Anfragen kaum retten könne. Der Showtanz der „Köthner Rasseweiber“ war Ende und Finale des fast fünfstündigen Abends.





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